Deutsche Rohstoff AG: KFM-Analysten sehen Planungssicherheit aufgrund von Ölpreis-Absicherung – Anleihe erhält weiterhin 4 Sterne

Mittwoch, 25. März 2020


Die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG sehen aufgrund der vorgenommenen Ölpreis-Absicherung eine Planungssicherheit für die Deutsche Rohstoff AG gegeben und bewerten die Anleihe 2019/24 des Unternehmens weiterhin mit 4 Sternen. Der Anleihekurs liegt derzeit bei etwa 65% (Stand: 25.03.2020).

Hinweis: Die KFM-Analysten veröffentlichen in diesen Tagen der Coronakrise Sonderstatements zu ausgewählten Mittelstandsanleihen, die sich im Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS befinden. Der Anleihen Finder wird darüber vollumfänglich berichten.

Freie Cashflows und Preisabsicherung

Im Zuge der Corona-Krise und dem Öl-Streit zwischen Russland und der OPEC sank der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit 2001. Die zuletzt veröffentlichten Cash-Betriebskosten der Deutsche Rohstoff AG liegen bei ca. 14,50 Euro je produziertem BOE (Barrel Öläquivalent). Mit geringen Investitionen, sofern der Ölpreis sein Niveau nicht erheblich verbessern kann, ist die Deutsche Rohstoff AG auch bei einem aktuellen Ölpreis von 26,50 US-Dollar in der Lage, freie Cashflows zu generieren.

Ein weiterer Pluspunkt hierbei sei laut den KFM-Experten, dass die Ölproduktion des Konzerns im ersten Quartal 2020 zu ca. 80%, im ersten Halbjahr zu 65% und im Gesamtjahr zu 55% preislich abgesichert ist. Der abgesicherte Preis im 1. Quartal beläuft sich auf 57,48 USD/Barrel, für das Gesamtjahr bei 57,12 USD/Barrel. Sollte die derzeitige Preisschwäche länger anhalten, insbesondere auch im 2. Halbjahr 2020, hätte der niedrige Ölpreis dennoch einen negativen Effekt auf die Prognose 2020 des Deutsche Rohstoff-Konzerns. Unter Würdigung der Absicherung dürfte das betriebswirtschaftliche Ergebnis auskömmlich genug sein, um das Geschäftsmodell zu sichern.

In den vorläufigen Ergebniszahlen zum 31.12.2019 weist das Unternehmen eine Nettoverschuldung von 80,6 Mio. Euro aus (165,8 Mio. Euro an Anleihen und Bankschulden abzüglich 85,2 Mio. Euro an Bargeld und Wertpapieren des Umlauf- und Anlagevermögens). Das größte Element der Verschuldung besteht aus der im Dezember 2024 fälligen Anleihe in Höhe von 87,1 Mio. Euro.

Fazit der KFM-Analysten: Die niedrigen Produktionskosten aus bestehenden Bohrlöchern, die in diesem Jahr abgesicherten Ölpreise sowie die langlaufenden Anleihen lassen darauf schließen, dass die Deutsche Rohstoff AG eine längere Zeit niedriger Rohstoffpreise überstehen kann.

Einschätzung: Weiterhin 4 Sterne

Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS ist seit Januar 2014 in Anleihen der Deutsche Rohstoff AG investiert. Im letzten Mittelstandsanleihen-Barometer (November 2019) hatte die Experten die 5,25%-Anleihe 2019/24 der Deutsche Rohstoff AG mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. Diese Einschätzung habe demnach weiterhin Bestand.

ANLEIHE CHECK: Die nicht nachrangige und unbesicherte Mittelstandsanleihe der Deutsche Rohstoff AG (WKN: A2YN3Q), ist mit einem Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 06.06. und 06.12.) ausgestattet und hat eine Laufzeit bis 06.12.2024. Die Anleihe hat ein platziertes Volumen von 87,1 Mio. Euro (Gesamtvolumen von bis zu 100 Mio. Euro). Der Anleihekurs fiel aufgrund der Corona- und Ölpreis-Entwicklungen zwischenzeitlich unter 40%, konnte sich aber in den letzten Tagen etwas erholen und notiert aktuell wieder bei 65% (Stand: 25.03.2020).

INFO: Die Deutsche Rohstoff mit Sitz in Mannheim identifiziert, entwickelt und veräußert attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Weiterhin werden Projekte zur Förderung bzw. Produktion von Metallen wie Gold, Kupfer, Seltenen Erden, Wolfram und Zinn entwickelt.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

Anleihen Finder Datenbank

Anleihe 2019/24 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A2YN3Q)

Anleihe 2016/21 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A2AA05)

Anleihe 2013/18 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A1R07G) (getilgt)

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