Neue Deutsche Rohstoff-Anleihe: 5,25% Zinsen jährlich vom „Denver Clan“

Dienstag, 12. November 2019


„Eigentlich ist unser Geschäftsmodell ganz einfach“, sagt Thomas Gutschlag. „Wir holen etwas aus dem Boden und verkaufen es.“ Das „Etwas“ von dem der CEO der Deutsche Rohstoff AG spricht, sind Öl und Gas. Der Unternehmensname mag dabei zunächst etwas in die Irre führen, denn auch wenn der Firmenhauptsitz in Mannheim ist und die Aktie des Unternehmens seit fast einem Jahrzehnt an der Deutschen Börse notiert ist, so befindet sich der Boden, in dem das Öl und Gas der Deutsche Rohstoff schlummern, in den USA. Der Fernsehzuschauer mit TV-Serien-Faible für die 1980er Jahre fragt sich nun, „Dallas“ oder „Denver (Clan)“? Es ist Denver – hauptsächlich zumindest. Neben der Region um die Metropole in Colorado ist das Unternehmen auch noch in Utah und North Dakota aktiv.

Aus insgesamt mehr als 80 Bohrungen fördert die Deutsche Rohstoff aktuell Öl – mehrere Millionen Barrel pro Jahr, die für laufenden Cashflow und gute Unternehmensgewinne sorgen. Dabei setzt das Managementteam in Deutschland auf erfahrene und renommierte Kollegen vor Ort in den USA, mit denen ein täglicher Austausch zu den Projekten und zur Produktion stattfindet. Eine Konstellation, die seit nunmehr rund 10 Jahren bestens funktioniert.

100 % Erfolgsquote bei Bohrungen durch Horizontalbohrtechnik

Die Deutsche Rohstoff AG hat sich auf Schieferöl und -gas spezialisiert. Das schwarze Gold wird direkt aus dem „Muttergestein“ des Öls gewonnen und zwar nicht, indem nach TV-Serien-Vorbild senkrecht in den Boden gebohrt wird und dann das große Daumendrücken losgeht, ob man fündig geworden ist, sondern es wird vielmehr horizontal im ölführenden Gestein gebohrt. Waagerecht also zur Oberfläche, allerdings rund 3.000 Meter unterhalb der Grasnarbe.

CEO Thomas Gutschlag

„Wir haben in zehn Jahren und bei einer dreistelligen Zahl von Bohrungen noch nie eine Fehlbohrung gehabt. Das liegt allerdings nicht an unserer Genialität, sondern schlicht an dieser bewährten Methode des Bohrens“, erläutert CEO Gutschlag. Entsprechend hoch sind Planungssicherheit und Visibilität der künftigen Ölproduktion aus den Bohrungen der Deutsche Rohstoff.

Der gute Erfolg der Ölbohrungen der Deutsche Rohstoff lässt sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren, wie aber sieht es mit der Nachfrage aus? „Die weltweite Ölnachfrage wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Das ist nicht nur meine Meinung, das prognostizieren die Internationale Energieagentur und die OPEC übereinstimmend“, stellt Deutsche Rohstoff-Chef Gutschlag klar. Und in der Tat sehen die internationalen Experten einen fortgesetzten Anstieg des weltweiten Ölverbrauchs von derzeit 100 Millionen Barrel pro Tag bis ins Jahr 2040. Treiber sind die zunehmende Weltbevölkerung und die steigende Nachfrage aus den Schwellenländern. Nicht zu vergessen auch, dass Öl nicht nur im Bereich Mobilität eine Rolle spielt, sondern im hohen Maße auch in der Industrieproduktion. Gegen kurzfristige Preisschwankungen am Ölmarkt sichert sich die Deutsche Rohstoff per Hedging ab, Zielgröße für 2020 sind ca. 60 Prozent der Produktion, für die der Preis dann nach unten abgepuffert sein soll.    

Quelle: Deutsche Rohstoff AG

Hohe gesicherte Ölreserven sind Basis für 340 Millionen US-Dollar Cashflow

Insgesamt sitzt die Deutsche Rohstoff aktuell auf sicheren Ölreserven von 29 Millionen Barrel (BOE) – vom renommierten Gutachter bestätigt. Daraus ableiten lässt sich ein Umsatz von 987 Millionen US-Dollar. Und weil es natürlich mit Kosten verbunden ist, das schwarze Gold aus dem Boden zu holen und weil auch die Landeigentümer bezahlt werden müssen und die Vermarktung des Öls und Gases auch noch Geld kostet, resultiert daraus ein Cashflow für die Deutsche Rohstoff von 340 Millionen Euro. Kein Wunder, dass Gutschlag und seine insgesamt mehr als 20 Mitstreiter im Unternehmen in den vergangenen Jahren immer deutlich schwarze Zahlen geschrieben haben.

Für das aktuelle Jahr hat die Deutsche Rohstoff einen Umsatz geplant, der wahrscheinlich am unteren Rand einer Spanne von 40 bis 50 Millionen Euro liegen wird. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte sich am unteren Rand einer Range von 25 bis 35 Millionen Euro bewegen, oder leicht darunter, wenn die Deutsche Rohstoff mit ihrem aktuellen Kapitalmarktprojekt erfolgreich ist: Das Unternehmen begibt derzeit eine Anleihe von bis zu 100 Millionen Euro zur Finanzierung des weiteren Wachstums. Und wenn die Emission voll platziert wird, könnten die damit verbundenen Einmalaufwendungen den Gewinn leicht unter die angekündigte Spanne drücken. Im kommenden Jahr sollen Umsatz und Gewinn kräftig anspringen, das hat die Deutsche Rohstoff jüngst noch einmal bestätigt. 75 bis 85 Millionen Euro Umsatz und 55 bis 65 Millionen EBITDA stehen für 2020 auf dem Plan. Die Basis des Gewinnanstiegs sind vor allem Mitte 2019 durchgeführte Bohrungen, die in den kommenden Wochen mit der Öl-Produktion beginnen werden. 

Quelle: Deutsche Rohstoff AG

Anleihe mit weiteren Schutzklauseln für Anleger ausgestattet

Anleger können die Anleihe der Deutsche Rohstoff noch bis 4. Dezember 2019 zeichnen, zum Beispiel über eine Order an der Frankfurter Börse über DirectPlace, dem Zeichnungstool der Deutschen Börse. Ab 1.000 Euro ist eine Zeichnung möglich. Die Laufzeit der Anleihe beträgt fünf Jahre bis Dezember 2024.

5,25% Zinsen jährlich erhält der Anleger bei der Anleihe 2019/24 (ISIN DE000A2YN3Q8) der Deutsche Rohstoff AG, wobei die Zinsen zweimal pro Jahr ausgezahlt werden. Zusätzlich ist die Anleihe mit verschiedenen Sicherungsmechanismen (Covenants) ausgestattet. Dazu gehören zum Beispiel eine Mindesteigenkapitalquote von 25 Prozent und eine Klausel, nach der die Ölreserven des Unternehmens und die vorhandene Liquidität immer höher sein müssen, als das ausstehende Anleihevolumen. „Besonders diese Schutzklausel kommt bei Anlegern gut an“, weiß der Deutsche Rohstoff-CEO und spielt darauf an, dass der aktuelle Bond bereits die dritte Anleihe des Unternehmens ist. Nummer eins wurde bereits zurückgezahlt und Anleihe Nummer zwei (ISIN DE000A2AA055) kann noch bis 29. November in den aktuellen Bond getauscht werden. Dafür erhält der Tauschwillige neben der neuen Anleihe die aufgelaufenen Stückzinsen und eine Tauschprämie von 20 Euro je 1.000 Euro Teilschuldverschreibung.

Hinweis: Der Wertpapierprospekt ist hier abrufbar.

Weiteres Wachstum im Visier

Die Mittelverwendung des neuen Bonds ist klar definiert. „Wir wollen unser Kerngeschäft Schieferöl- und Gasförderung in den USA ausbauen und weiter investieren, um neue Ölfelder und Bohrungen zu erschließen“, fasst der CEO der Deutsche Rohstoff zusammen. Der Slogan der aktuellen 5,25%-Anleihe lautet übrigens: „Sicherheit und Profitabilität“. Das dürfte sicherlich auch dem Wunsch vieler Anleihe-Investoren entsprechen.  

Anleihen Finder Redaktion.

Titelfoto: pixabay.com

Portraitfoto und Graphiken: Deutsche Rohstoff AG

Anleihen Finder Datenbank

Anleihe 2016/21 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A2AA05)

Anleihe 2013/18 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A1R07G) (getilgt)

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