Media and Games Invest profitiert von IDFA-Änderungen

Montag, 25. Oktober 2021


Pressemitteilung der Media and Games Invest SE:

Medien- und Spielesegment zeigen weiter starke Geschäftsentwicklung, gewinnen Marktanteile und entwickeln sich besser als durch die das IDFA-Blocken beeinträchtigten Märkte

  • Während sich die IDFA-basierten disruptiven Marktveränderungen positiv auf MGI auswirken, wird erwartet, dass die aktuellen globalen Lieferkettenprobleme MGIs Medien- und Spielesegment nicht negativ beeinträchtigen werden.
  • Smaato’s Integration schreitet weiter gut voran und führt zu eine positive Umsatzentwicklung sowie Kosteneffizienz.
  • Der Finanzbericht für das dritte Quartal 2021 wird am 15. November 2021 veröffentlicht.

Media and Games Invest SE („MGI“ oder das „Unternehmen“, ISIN: MT0000580101; Ticker M8G; Nasdaq First North Premier Growth Market und Scale Segment Frankfurt Stock Exchange) informiert ihre Anleger über den aktuellen Geschäftsverlauf und relevante Marktentwicklungen.

„Wir erhalten derzeit viele Anfragen bezüglich der kurz- und mittelfristigen Auswirkungen, die die Änderungen von Apple in Bezug auf die sogenannten Identifier for Advertisers kurz „IDFA“, sowie die globalen Lieferkettenprobleme, auf das Geschäft der MGI haben werden. Insbesondere die jüngsten Berichte über negative Auswirkungen von mehreren anderen Marktteilnehmern, z.B. von sozialen Netzwerken, sowie aus dem Bereich der Hyper-Casual- und Casual-Games, haben zu Unsicherheiten bei den Investoren geführt.“, fasst Remco Westermann, CEO von Media and Games Invest, die aktuellen Marktunsicherheiten zusammen und ergänzt: „Insgesamt sehen wir, dass sich die jüngsten IDFA-Änderungen positiv auf die Umsätze und die Profitabilität von MGI auswirken. Tatsächlich profitieren sowohl das Medien- als auch das Spiele-Segment der MGI von den IDFA-Änderungen und den Lieferkettenproblemen, während viele andere Marktteilnehmer darunter leiden. Der Kundenstamm von MGI’s Mediensegment Verve besteht hauptsächlich aus Unternehmen mit digitalen Produkten, sodass sich die Lieferkettenprobleme nicht auf die Umsätze der Verve Group auswirken. Außerdem ist das Mediensegment sehr breit aufgestellt und – abgesehen von digitalen Spielen – nicht stark auf bestimmte Werbetreibenden oder Segmente ausgerichtet. Durch frühzeitige Investitionen in Innovationen wie im Bereich der kontextbezogenen Daten oder die Entwicklung von ATOM – einer innovativen Werbelösung, die Zielgruppensegmente auf mobilen Geräten unter Verwendung von Verhaltens- und kontextbezogenen anonymisierten Daten ohne Verwendung von Identifikatoren wie Apple’s IDFA erstellen kann und für die wir bereits den Start der privaten Beta-Phase am 25. Mai 2021 angekündigt haben -, wächst die Verve und gewinnt Marktanteile, indem es effizientes Targeting für die Nutzerakquise und höhere CPMs (Cost per Mille) für Anbieter von Werbeplätzen ermöglicht, ohne IDFA oder Cookies zu verwenden. Ein weiterer Grund für das Wachstum ist das breite Produktportfolio; IDFA-bedingte Rückgänge bei den eCPMs wurden durch Zuwächse bei bestehenden IDFA-Nutzern, bessere Android-eCPMs sowie andere Kanäle wie CTV/OTT, Mobile Web, Web und Online Video ausgeglichen und sogar überkompensiert. Das Spiele-Segment ist aufgrund seiner starken Positionierung im Bereich PC-Client- und Konsolenspielen nicht von den IDFA-Änderungen betroffen. Da unsere Konsolenspiele auf früheren Konsolenversionen laufen, während die neuen Konsolen abwärtskompatibel sind, werden die Spieleumsätze von MGI auch nicht durch die Probleme in der Lieferkette beeinträchtigt. Insgesamt zeigten sowohl das Medien- als auch das Spielesegment von MGI im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals 2021 eine starke gemeinsame organische Performance. Dies führt dazu, dass MGI kontinuierlich die organischen Wachstumsraten der digitalen Medien- und Spiele-Märkte übertrifft.“

Wie MGI von Apples Änderungen an IDFA profitiert

Apples IDFA- und SkAdNetwork-Änderungen führen zu strukturellen Veränderungen in den Märkten für digitale Medien und Spiele. Aufgrund der Änderungen müssen Nutzer heutzutage um explizite Opt-In Erlaubnis gebeten werden, damit ihre Aktivitäten in Apps und auf Webseiten, die anderen Unternehmen gehören, verfolgt werden können. Dies hat sich in letzter Zeit vor allem bei großen sozialen Netzwerken, Casual- und Hyper-Casual-Gaming-Unternehmen sowie auf einige AdTech-Unternehmen negativ ausgewirkt. MGI und ihr Mediensegment Verve Group gehören jedoch zu einer Gruppe von Medienunternehmen, die nicht negativ betroffen sind, sondern von diesen Veränderungen profitieren. Der Hauptfaktor ist ein technischer Grund: Die vertikale Omnichannel-Werbeplattform von Verve ist in weiten Teilen nicht auf die IDFA-Technologie angewiesen, da sie die gesamte Wertschöpfungskette vom Werbetreibenden über die Demand- bis zur Supply-Side-Plattform mit ihren Tausenden Publisher-Direktintegrationen bedient, die Zugang zu First-Party-Mobile-Daten haben. Dies ermöglicht es Verve trotz der jüngsten IDFA-Änderungen hohe CPMs für Publisher zu erzielen, während Werbetreibende auch in einer Post-IDFA Welt weiterhin gezielte Werbekampagnen durchführen können. Dies hat für Verve zu vielen neuen Kunden sowie zu steigenden Volumina bei bestehenden Kunden geführt. Auch die Demand Side von Verve wird positiv beeinflusst und profitiert von den disruptiven Veränderungen in der Branche: viele Unternehmen im Markt für (Hyper-)Casual Games spüren die Auswirkungen, da die traditionelle Messung von Werbung auf Apple-Telefonen sehr viel weniger effizient geworden ist und die Werbetreibenden ihre Budgets entsprechend umschichten. Verve profitiert von diesen Verschiebungen und kann aufgrund seiner starken Position bei kontextbezogenen Zielgruppen und technischen Lösungen wie ATOM, die auch ohne IDFA sehr gut funktionieren, neue Werbekunden gewinnen. Daher bleibt Verve auch weiterhin auf einem Wachstumspfad sowohl auf der Demand- als auch auf der Supply Side. Während (Hyper-) Casual Mobile Games mit den durch IDFA verursachten Problemen zu kämpfen haben, besteht das Spieleportfolio von MGI in erster Linie aus starken PC- und Konsolentiteln, die von diesen Veränderungen praktisch nicht betroffen sind und daher weiterhin ein starkes Wachstum aufweisen.

Die jüngsten Störungen der globalen Lieferketten könnten die betroffenen Unternehmen dazu veranlassen, ihre Werbung zurückzufahren – warum könnte MGI davon profitieren?

Die Störungen in den globalen Lieferketten führen dazu, dass die Lager vieler Unternehmen auf der ganzen Welt leer sind. Unternehmen, die aufgrund von Lieferkettenproblemen keine Produkte verkaufen können, sind möglicherweise gezwungen, die Werbebemühungen für ihre Produkte zurückzufahren, was sich dann auch auf viele Medienunternehmen auswirkt, welche die Kampagnen für diese Unternehmen durchführen. MGI und ihr Mediensegment Verve Group verfügen glücklicherweise über einen Kundenstamm, der sich größtenteils aus Unternehmen der digitalen Industrie zusammensetzt, insbesondere aus der digitalen Spieleindustrie. Diese Branche bietet hauptsächlich immaterielle Produkte und Dienstleistungen an, die nicht von den physischen Beschränkungen in globalen Lieferketten betroffen sind. MGI rechnet daher nicht mit negativen Auswirkungen. Eher das Gegenteil ist der Fall: MGI erwartet, dass sich die Nachfrage und die Ausgaben der Verbraucher aufgrund der Probleme in den globalen Lieferketten für materielle Produkte eher auf immaterielle Produkte und Dienstleistungen verlagern werden. Zwar sind die Hersteller von Spielkonsolen derzeit stark von den Lieferengpässen betroffen, doch wird sich dies nicht negativ auf die Performance der Konsolentitel von MGI auswirken, da die Spielerbasis größtenteils mit den vorherigen Konsolenversionen spielt, während die Spiele auch für die nächste Konsolengeneration ausgelegt sind, wenn ein Spieler auf die neue Konsolengenration umsteigt.

Update zur Integration von Smaato – positiver Ausblick für Q4 2021 und FY2022

Die Integration der kürzlich übernommenen Smaato schreitet seht gut voran. Während das operative Geschäft von den Smaato-Teams weitergeführt wird, steuert das Top-Management der Verve Group, bestehend aus den Co-CEOs Sameer Sondhi und Ionut Ciobotaru, die Planung und Ausführung der kommerziellen-, technischen- und Produkt-Roadmaps in Übereinstimmung mit der Gesamtstrategie von Verve, wie vor der Übernahme geplant. Erste Umsatzsynergien wurden bereits durch die Verbindung der Plattformen und durch erste Cross-Selling-Aktivitäten mit bestehenden Kunden – sowohl auf der Demand- als auch auf der Supply Side – gehoben. Der kombinierte Zugang zu First-Party-Mobile-Daten über proprietäre SDKs von Verve und Smaato gehört zu den Top 10 weltweit und versetzt die Gruppe in eine sehr starke Position in einer Welt ohne Identifikatoren wie IDFA. Während Smaato auf stand-alone Basis (ohne den Verkauf von manage.com in 2018) in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches organisches Umsatzwachstum gezeigt hat, freuen wir uns, dass wir das organische Wachstum im September und Oktober 2021 bereits durch die Erschließung mehrerer Umsatzsynergien durch die Verve Group beschleunigen konnten. Die ursprüngliche Guidance von ca. 20% organischem Wachstum für 2021 für Smaato auf stand-alone Basis wird daher deutlich erreicht und basiert auf weiteren zusätzlichen Synergien und Wachstumsinitiativen, die in den kommenden Quartalen realisiert werden können.

MGI wird ihren Quartalsbericht Q3 2021 am 15. November 2021 veröffentlichen.

Auf der Grundlage verbesserter interner Systeme und integrierter Finanzsysteme wird MGI seinen Zwischenabschluss für das dritte Quartal 2021 früher als ursprünglich geplant veröffentlichen und freut sich auf die Veröffentlichung am 15. November 2021 (bisheriger Termin: 30. November 2021). Die Ergebnisse werden per Pressemitteilung bekannt gegeben und der Quartalsbericht für das dritte Quartal 2021 wird auf der Website des Unternehmens www.mgi-se.com veröffentlicht.

Media and Games Invest SE

Titelfoto: pixabay.com

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