Anleihen-Barometer: Weiterhin 3,5 Sterne für UniDevice-Anleihe 2019/24 (A254PV) – Geschäftsmodell „solide und krisenfest“

Mittwoch, 30. Juni 2021


In einem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer bewerten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die 6,50%-Anleihe der UniDevice AG (WKN A254PV) weiterhin als „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ mit 3,5 von 5 möglichen Sternen.

Das Geschäftsmodell der UniDevice AG sei solide und krisenfest, konstatieren die Analysten der KFM. Selbst im Corona-Pandemiejahr 2020 konnte, wie in den Jahren zuvor, der Umsatz um 50 Mio. Euro gesteigert werden. Das Kerngeschäft des Unternehmens, der Handel mit Apple-Geräten, habe nach Einschätzung der Analysten weiterhin Potenzial. Sollte diese Marke mit ihren Produkten zukünftig ihre dominierende Marktstellung verlieren, könnte die UniDevice AG laut Analysten ihr Geschäftsmodell schnell auf andere Hersteller fokussieren. Wenn die 5G-Technologie in den nächsten Jahren flächendeckend zur Verfügung steht, sei zudem zu erwarten, dass viele Kunden auf ein neues Smartphone wechseln und auch eine nächste Generation von Produkten zur Verfügung stehen werde. Daher seien 3,5 Sterne weiterhin berechtigt.

UniDevice-Anleihe 2019/24 (A254PV)

ANLEIHE CHECK: Die unbesicherte Mittelstandsanleihe 2019/24 der UniDevice AG (ISIN: DE000A254PV7) hat ein maximales Emissionsvolumen von 20 Mio. Euro (Platzierungsvolumen etwa 3,4 Mio. Euro) und ist mit einem Zinskupon von 6,50% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 17.06. und 17.12.) ausgestattet. Die Anleihe hat eine Laufzeit vom 17.12.2019 bis zum 17.12.2024 und ist nach deutschem Recht begeben. Sie notiert derzeit bei 104,5% im Open Market der Börse Frankfurt.

Anleihebedingungen: In den Anleihebedingungen sind vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten der Emittentin ab dem 17.12.2021 zu 102%, ab 17.12.2022 zu 101% und ab 17.12.2023 zu 100% des Nennwertes vorgesehen. In den Anleihebedingungen sind außerdem eine Transparenzverpflichtung, eine Dividenden- und Ausschüttungssperre sowie eine Verpflichtung zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote und zum Verschuldungsgrad (als Zins Step-up) verankert.

Finanzkennzahlen

Im Jahr 2020 konnte, trotz der Corona-Krise, ein weiteres Umsatzwachstum auf 404,79 Mio. Euro (Vj. 358,52 Mio.) erwirtschaftet werden (+12,91%). Vom Geschäftsjahr 2018 bis zum Geschäftsjahr 2020 konnte die UniDevice AG ihre Umsatzerlöse jeweils um 50 Mio. Euro p.a. steigern. Aus dem Umsatz des Berichtsjahres konnte ein Ergebnis nach Steuern von 3,51 Mio. Euro (Vj. 2,21 Mio. Euro) generiert werden. Das Umsatzwachstum liegt jährlich bei ca. 12%. Das operative Ergebnis konnte auf 5,13 Mio. Euro (Vj. 3,5 Mio. Euro) und das Jahresergebnis nach Steuern auf 3,51 Mio. Euro (Vj. 2,21 Mio. Euro) verbessert werden.

Das Eigenkapital hat sich von 18,88 Mio. Euro im Vorjahr auf 20,75 Mio. Euro im Berichtsjahr erhöht. Vor allem durch einen einbehaltenen Gewinn aus dem Vorjahr von rd. 1,87 Mio. Euro, konnte das Eigenkapital im Berichtsjahr weiter erhöht werden. Die Eigenkapitalquote hat sich durch die Erhöhung des Fremdkapitals (Verbindlichkeiten ggü. der Bank sowie ggü. dem Management) von 69,90% im Vorjahr auf 56,33% im Berichtsjahr reduziert.

Der CashFlow aus betrieblicher Tätigkeit ist wegen einer starken Zunahme der Vorräte (10,70 Mio. Euro) mit 4,52 Mio. negativ. Unterjährig wurde eine Bankbetriebsmittelkreditlinie von 5 Mio. Euro im Vorjahr, auf 8 Mio. Euro im Berichtsjahr erhöht. Von dieser zugesagten Bankkreditlinie wurden zum Bilanzstichtag insgesamt 3,33 Mio. Euro in Anspruch genommen.

Ausblick 2021

Das internationale B2B-Brokerage für Kommunikationstechnik mit Schwerpunkt auf hochpreisige Smartphones führender Hersteller wie Apple und Samsung verlief im ersten Quartal 2021 erfolgreich. Der Marktanteil im Segment der AirPods wurde ausgebaut. Aus einem Umsatz von 92,61 Mio. Euro (Vj. Quartal 102,69 Mio. Euro) konnte ein operatives Ergebnis von 1,24 Mio. Euro (Vorjahresquartal 1,01 Mio. Euro) und ein Überschuss nach Steuern von 0,85 Mio. Euro (Vorjahresquartal 0,71 Mio. Euro) generiert werden. Die ungewöhnliche Relation aus Umsatzrückgang und Gewinnanstieg resultiert aus einem veränderten Absatzmix, basierend auf einem überproportional gestiegenen Absatz von AirPods4. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht und betrug zum Quartalstichtag 21,81 Mio. Euro, was einer EK-Quote von 60,28% (Vorjahreszeitraum 59,39%) entspricht. Das Unternehmen verfügte zum Quartalsstichtag über eine nicht genutzte Kreditlinie von 7,04 Mio. Euro und eine Anleiheverbindlichkeit von 3,41 Mio. Euro.

Die stetige Veränderung des Marktes für elektronische Geräte aus den Bereichen Unterhaltung und Kommunikation ist laut KFM-Analyse ein Risiko der künftigen Entwicklung. Zudem unterliegen die Marktattraktivität und die Preisstellung der elektronischen Geräte einem stetigen Wandel. Seit September 2019 ist das 5G Netz in Deutschland für die Kunden verfügbar. Eine flächendeckende Versorgung ist bis 2025 geplant. Nutzen kann den neuen Mobilfunk-Standard aktuell nur, wer auch ein 5G-fähiges Smartphone hat, was aktuell nur von Samsung oder Huawei angeboten wird6. Apple hat bei dem neuen iPhone 11 auf die 5G-Technik verzichtet, da sich der neue Mobilfunk-Standard momentan nur in ausgewählten Großstädten nutzen lässt.

INFO: Die 2014 gegründete UniDevice AG ist eine Holding, mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft PPA International AG im internationalen B2B Brokerage sowie internationalen Großhandel elektronischer Geräte aus den Bereichen Unterhaltung und Kommunikation tätig und verfügt mit der ebenfalls 100%igen Tochtergesellschaft UniService GmbH über eine Servicegesellschaft für Logistik und Verwaltung. Daneben ist die UniDevice AG mit der 100%igen Tochtergesellschaft SaniSolutions GmbH an bundesweit drei Standorten im Rehatechnikgeschäft tätig. Dieser Technikbereich ist derzeit von untergeordneter Bedeutung.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

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Unternehmenanleihe der UniDevice AG 2019/24

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