Anleihen-Barometer: Deutsche Rohstoff-Anleihe 2016/21 (A2AA05) auf 4 Sterne hochgestuft
4 von 5 Sterne – in einem aktuellen Mittelstandsanleihen-Barometer wird die 5,625%-Anleihe der Deutsche Rohstoff AG (WKN A2AA05) aufgrund der „signifikanten Verbesserung der Ertragskraft des Portfolios und des anhaltend ertragreichen Wachstumspotenzials“ von den Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG von 3,5 auf 4 Sterne („attraktiv“) hochgestuft. Vor allem der gestiegene Ölpreis hat einen positven Effekt auf die Finanzkennzahlen der Deutsche Rohstoff Gruppe.
Deutsche Rohstoff-Anleihe 2016/21
ANLEIHEN CHECK: Im Juli 2016 wurde die 5,625%-Anleihe der Deutsche Rohstoff AG mit Laufzeit bis zum 20.07.2021 im Volumen von 40,6 Millionen Euro platziert und 2016 um weitere rund 10 Millionen Euro sowie 2017 um weitere 15,5 Millionen Euro aufgestockt, so dass das ausstehende Volumen derzeit 67,0 Millionen Euro beträgt. Die Mittel der Anleihe werden überwiegend im Öl- und Gasgeschäft investiert.
Anleihebedingungen: Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Anleihe durch die Emittentin sind in den Anleihebedingungen seit dem 20.07.2018 zu 103%, ab dem 20.07.2019 zu 102% und ab dem 20.07.2020 zu 101% des Nennbetrags vorgesehen. Die Deutsche Rohstoff verpflichtet sich in den Anleihebedingungen u.a. zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote sowie zu einer Vermögensbindung beim Wert der Öl- und Gasreserven und der liquiden Mittel. Bei Verletzung der Mindesteigenkapitalquote und/oder der Vermögensbindung erhöht sich die Verzinsung im ersten Jahr der Pflichtverletzung um 0,5% p.a. (Step-Up-Regelung), so dass die Anleihegläubiger für das erhöhte Risiko kompensiert werden.
2018 mit deutlichem Wachstum
Im Konzern steigerte die Deutsche Rohstoff AG in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 ihren Umsatz bereits auf 88,4 Mio. Euro (9M 2017: 39,5 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2018 sind 100 bis 110 Mio. Euro geplant, was gegenüber dem Jahr 2017 (53,7 Mio. Euro) einer Verdoppelung entspricht. Die Ausbringungsmenge der ersten neun Monate des Jahres 2018 betrug 2.720.777 BOE nach 1.346.726 (9M 2017). Entsprechend erhöht sich die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2018 auf 90 Mio. Euro (9M 2017: 79,5 Mio. Euro). Aufgrund der bisherigen erfreulichen Entwicklung betragen die liquiden Mittel derzeit rund 60 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten konnten bereits um rund 14 Mio. Euro zurückgeführt werden.
Gestiegener Ölpreis hat positiven Effekt
Seit dem Verkauf der Öl- und Gasaktivitäten der Tekton Energy im Jahr 2014 hat die Deutsche Rohstoff wieder ein Portfolio an Bohrflächen aufgebaut. Die Öl- und Gas-Aktivitäten sind u.a. in den Beteiligungen Cub Creek Energy (Anteil 88,5%) und Elster Oil & Gas (Anteil 93%) gebündelt. Während die Reserven bei Cub Creek entsprechend dem aktuellen Reserven-Gutachter Ryder Scott zum 30.09.2018 leicht um ca. 10% zurückgegangen sind, konnte die Produktion der ersten neun Monate bei Elster Oil & Gas entgegen der Prognose des Gutachters (501.700 BOE) verdoppelt werden auf 1.242.791 Barrel Öläquivalent (BOE). Die Abschreibungen für die Ausbeute bei Elster konnten demnach von bisher 22 USD/Barrel auf 19,50 USD/Barrel gesenkt werden; für Cub Creek werden unverändert 26 USD/Barrel beibehalten. Um die Ausbeute zu erhöhen, wurden die ersten Bohrlöcher mit so genannten Gas-Lifts ausgerüstet.
Der Großteil der Vermögenswerte (Bohrflächen) von der Öl- & Gas-Beteiligung Salt Creek Oil & Gas (Anteil 90,2%) in North Dakota wurden im Jahr 2018 für 60 Mio. USD verkauft (damaliger Kaufpreis ca. 38 Mio. US-Dollar). Davon wurden 47,6 Mio. USD in bar abgewickelt. Für den Rest von 12,4 Mio. USD hat die Gesellschaft 6 Mio. Aktien des Erwerbers Northern Oil & Gas erhalten, dessen Aktienkurs sich seit der Transaktion sehr positiv entwickelte, so dass zusätzliches Upside-Potential generiert werden konnte. Erwähnenswert ist die Neugründung der Oil & Gas Company Bright Rock Energy im Jahr 2018.
Darüber hinaus verzeichnet die Deutsche Rohstoff laut KFM-Analyse auch im Bereich Metalle Fortschritte in der Entwicklung der Projekte, u.a. mit der wesentlichen Beteiligung Almonty Industries, die zum weltweit größten Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas entwickelt wird. Im März 2018 konnte Almonty einen 10-Jahres Vertrag, der über den gesamten Zeitraum einen Mindestpreis für Sangdong sichert, abschließen.
Bundesbank stuft Deutsche Rohstoff AG als notenbankfähig ein
Die Deutsche Bundesbank hat die Deutsche Rohstoff AG auf der Grundlage der vorgelegten Jahresabschlüsse 2014 bis 2017 als notenbankfähig eingestuft. Die Einstufung erfolgt grundsätzlich für einen Zeitraum von einem Jahr und kann jederzeit aufgrund neuer Informationen geändert werden. Mit diesem Gütesiegel attestiert die Deutsche Bundesbank der Deutschen Rohstoff AG eine Kreditwürdigkeit, die zu einer besseren Rating-Einstufung führen könnte.
INFO: Die Deutsche Rohstoff mit Sitz in Mannheim identifiziert, entwickelt und veräußert attraktive Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt in der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Weiterhin werden Projekte zur Förderung bzw. Produktion von Metallen wie Gold, Kupfer, Seltenen Erden, Wolfram und Zinn entwickelt. Seit dem Börsengang im Jahr 2010 konnte das Unternehmen insgesamt sieben Projekte mit einem Gesamterlös von rund 330 Mio. USD verkaufen und dabei insgesamt ein Vorsteuerergebnis von rund 85 Mio. USD im Konzern erzielen.
Anleihen Finder Redaktion.
Foto: pixabay.com
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Anleihe 2016/21 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A2AA05)
Anleihe 2013/18 der Deutsche Rohstoff AG (WKN A1R07G) (getilgt)
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