MIFA veröffentlicht vorläufige, „korrigierte“ Geschäftszahlen 2013 – Konzernjahresfehlbetrag bei minus 13,2 Millionen Euro – EBIT bei minus 11,1 Millionen Euro – Negatives Ergebnis und sinkender Umsatz für 2014 erwartet

Mittwoch, 17. September 2014


Die
MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG hat die fehlerhaften Konzernabschlüsse nach eigenen Angaben nun korrigiert. Die MIFA teilte heute die vorläufigen, allerdings noch ungeprüften, Konzernabschlusszahlen unter Änderungsvorbehalt mit.

Am 20. März 2014 hatte die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben, dass es in den vergangenen Geschäftsjahren zu fehlerhaften Konzernabschlussberichten gekommen sei. Inhaltlich davon betroffen waren die Bestandsbewertungen im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffbestände sowie der fertigen Erzeugnisse.

Konzernjahresfehlbetrag von minus 13,2 Millionen Euro

Nach den korrigierten Berechnungen habe sich das Finanzergebnis der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG im Jahr 2013 auf minus 2,5 Millionen Euro reduziert. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern führte dies zu einem Konzernjahresfehlbetrag von minus 13,2 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2013, so die MIFA. Im Jahr zuvor lag der korrigierte Konzernfehlbetrag laut MIFA bei minus 9,9 Millionen Euro.

Beim operativen Ergebnis (EBIT) wurde in 2013 ein Minus von 11,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag das EBIT noch bei minus 8,0 Millionen Euro, so die MIFA.

Bilanzverlust von minus 29,6 Millionen Euro

Durch den Konzernjahresfehlbetrag erhöhte sich der Bilanzverlust des Fahrradkonzerns zum 31. Dezember 2013 auf einen Betrag in Höhe von minus 29,6 Millionen Euro. Somit war der Bilanzverlust nach Informationen der MIFA um 13,2 Millionen Euro höher als im Jahr zuvor mit minus 16,4 Millionen Euro. Entsprechend habe sich das Eigenkapital des Unternehmens auf 3,9 Millionen Euro (Vorjahr: 17,1 Millionen Euro) respektive einer Eigenkapitalquote von 4,8 Prozent (Vorjahr: 21,3 Prozent) reduziert.

Die Umsatzerlöse seien im Geschäftsjahr 2013 mit 110,7 Millionen Euro um 2,7 Prozent höher gewesen als im Geschäftsjahr 2013. Auch die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandserhöhungen und aktivierte Eigenleistungen) habe sich laut Angaben der MIFA um 6,4 Prozent auf 117,0 Millionen Euro erhöht.

„Wir haben bei unserer Amtsübernahme im März beziehungsweise April dieses Jahres eine sehr schwierige Situation vorgefunden. Doch seither haben wir bereits einiges bewegt. Mit dem indischen Fahrradhersteller Hero Cycles steht der Einstieg eines wichtigen strategischen Investors bevor. Dadurch haben wir nicht nur die Chance, dringend benötigtes Restrukturierungskapital zu generieren, sondern gewinnen auch einen starken Partner für unser operatives Geschäft. Mit der jüngst kommunizierten geplanten Sanierungsstruktur können wir den Nährboden für eine profitable Zukunft der MIFA auslegen“, sagte Hans-Peter Barth, der Vorstandsvorsitzender der MIFA.

Keine guten Aussichten für Geschäftsjahr 2014

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 rechne der MIFA-Vorstand nach eigenen Angaben mit einem sinkenden Umsatz und einem negativen Ergebnis.

„Wir planen, die Kapitalrestrukturierung der MIFA bis spätestens Ende März 2015 abgeschlossen zu haben. Die wichtigen leistungswirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich zu weiten Teilen bereits in der Umsetzung. Bei erfolgreicher Umsetzung im geplanten zeitlichen Rahmen rechnen wir schon im Geschäftsjahr 2015 mit einem leicht positiven Ergebnis“, ergänzte Stefan Weniger, Vorstandsmitglied für Reorganisation und Sanierung (Chief Recovery Officer – CRO) der MIFA.

Der korrigierte Jahresabschluss der MIFA für das Geschäftsjahr 2013 ist hier einzusehen.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Zweirad-Industrie-Verband e.V. / flickr profahrrad

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