Anleihen-Barometer: Photon Energy-Anleihe 2017/22 (A19MFH) erhält weiterhin starke 4,5 Sterne

Mittwoch, 16. September 2020


In einem aktuellen Anleihen-Barometer-Update bewerten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die 7,75%-Anleihe der Photon Energy N.V. (WKN A19MFH) weiterhin als „attraktiv (positiver Ausblick)“ mit starken 4,5 von 5 möglichen Sternen.

Die KFM-Analysten heben dabei hervor, dass Photon Energy seine Erträge in den letzten Jahren kontinuierlich steigern konnte und auch weiterhin über eine aussichtsreiche Projektpipeline verfügt. Zudem würdigen die Anleihen-Experten die umfangreichen Covenants der Photon Energy-Anleihe 2017/22 sowie die transparente und vierteljährliche Berichterstattung der Emittentin. Einen positiven (Jahres-)Ausblick bestätigte Photon Energy-Finanzvorstand Clemens Wohlmuth der Anleihen Finder Redaktion auch unlängst auf der Frankfurter Herbstkonferenz.

Photon Energy-Anleihe 2017/22

ANLEIHE CHECK: Die im Oktober 2017 emittierte Anleihe der Photon Energy N.V. ist mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. (Zinstermin vierteljährlich am 27.01., am 27.04., am 27.07. und am 27.10.) ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 26.10.20225. Im Rahmen der Emission wurden 30 Mio. Euro platziert. Im Juli 2020 wurde die Anleihe im Rahmen einer Privatplatzierung auf 43,0 Mio. Euro aufgestockt. Aktuell notiert die Anleihe bei knapp 103% (Stand: 16.09.2020), sie wird mit einer Stückelung von 1.000 Euro an den Börsenplätzen Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Tradegate, Berlin und München gehandelt.

Anleihebedingungen: Die Anleihen stehen gleichrangig zu gegenwärtigen und künftigen unbesicherten Forderungen .Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin sind in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen. Die Anleihe ist mit umfangreichen Covenants ausgestattet, so durfte in den ersten zwei Jahren nach der Emission keine Dividende ausgezahlt werden. In den Folgejahren ist die Dividendenzahlung auf maximal 50% des ausschüttungsfähigen Gewinns beschränkt. Die Konzerneigenkapitalquote muss mindestens 25% betragen.

Finanzkennzahlen 2019

Im Geschäftsjahr 2019 konnte der Konzern erneut seinen Umsatz steigern und übertraf mit 30,2 Mio. Euro (2018: 20,3 Mio. Euro) den Vorjahresumsatz um 48,9%1, auf Grund eines Anstiegs der Stromproduktion um 54,4% auf 43,8 GWh1 durch neue Photovoltaik (PV)-Kraftwerke, die in Ungarn in Betrieb genommen wurden, sowie durch eine gestiegene Stromerzeugung aus den PV-Kraftwerken in der Tschechischen Republik und der Slowakei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich um 2,5% auf 7,94 Mio. Euro, was in erster Linie einem Anstieg der getätigten Investitionen in den Projekten geschuldet war. Diese Investitionen führen mittel- und langfristig zu einem Anstieg der Vermögensbasis und fördern damit das zukünftige Wachstum. In Anbetracht des hohen Anteils des Projektgeschäfts der Gesellschaft ist es nach Meinung der KFM-Analysten unabdingbar, die Wertschöpfung in ihrer Gesamtheit als die Summe aus EBITDA, Kapitalergebnis und dem sonstigen Ergebnis zu betrachten. Vor allem Letzteres konnte hauptsächlich durch die Neubewertung der Sachanlagen aus den neu angeschlossenen Kraftwerken in Ungarn einen positiven Effekt in Höhe von 8,8 Mio. Euro erzeugen. Das Gesamtergebnis konnte so im Jahr 2019 deutlich auf 8,1 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro).

Geschäftsjahr 2020 und Ausblick

Diese positive Entwicklung konnte sich auch im bisherigen Jahresverlauf 2020 fortsetzen; so hat Photon Energy durch die Installation von 13 PV-Kraftwerken mit einer Gesamtleistung von 8,9 MWp in Ungarn das firmeneigene Kraftwerkportfolio auf 60,6 MWp ausgebaut. Die gesamte Stromproduktion im ersten Halbjahr betrug 37,0 GWh, was schon fast der Stromproduktion des gesamten letzten Jahres entspricht (43,8 GWh).

Bis Ende 2021 plant das Unternehmen ihr Solarkraftwerkportfolio von derzeit 60,6 MWp auf 115,1 MWp auszubauen, wie Photon Energy CFO Clemens Wohlmuth der Anleihen Finder Redaktion im Gespräch auf der virtuellen Frankfurter Equity Forum Herbstkonferenz Anfang September bestätigte. Einen klaren Fokus bilden hierbei weiterhin die Märkte Ungarn und Australien.

Im ersten Halbjahr 2020 stieg der Umsatz des Unternehmens im Jahresvergleich um 17,0% auf 14,198 Millionen Euro, während das EBITDA um 18,1% auf 5,426 Millionen Euro und das EBIT um 6,8% auf 1,726 Millionen Euro stieg. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust von -2,678 Millionen Euro gegenüber -1,070 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019. Das Gesamtergebnis belief sich auf -3,142 Millionen Euro gegenüber einem Gewinn von 1,839 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019, was in erster Linie auf Währungsumrechnungseffekte im Zusammenhang mit der hohen Volatilität auf den durch die Coronavirus-Krise verursachten Devisenmärkten zurückzuführen ist. Darüber hinaus wirkten sich höhere Kosten für die Geschäftsentwicklung auf das Unternehmensergebnis aus, die die Voraussetzung für weiteres Wachstum sind. Angesichts des Wachstums des eigenen Portfolios erwartet Photon Energy für die Zukunft ein weiteres Wachstum seiner Rentabilität.

Weiterer Baustein für Zukunft

Einen zusätzlichen Geschäftsschwerpunkt setzt Photon seit April 2020 mit der Beteiligung an RayGen Resources Pty Ltd.. RayGens firmeneigenes PV Ultra-System erzeugt sowohl Elektrizität als auch Wärme, indem das Sonnenlicht mit Hilfe von zahlreichen Spiegeln auf einen zentralen Absorber reflektiert wird. Mit Hilfe von Warm- und Kaltwasserreservoirs können thermische und elektrische Energie gespeichert und bei Bedarf durch eine Wärmekraftmaschine wieder in Strom gewandelt werden. Photon Energy will hierbei als Projektentwickler, EPC (Engineering-Procurement-Construction) Partner sowie auch als Investor und Anlagenbetreiber fungieren.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: Photon Energy N.V.

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Unternehmensanleihe der Photon Energy NV 2017/22

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