Downrating für FFK Environment GmbH: Vier Stufen runter – von „BB+“ auf „B“ – Umsatz- und Ergebnisrückgang – hohe Investitionskosten

Donnerstag, 25. April 2013


Die Creditreform Rating Agentur beurteilt die Bonität der Anleihen-Emittentin FFK Environment GmbH (Konzern) im Folgerating mit der Ratingnote „B“. Das geht aus Informationen der Creditreform Rating Agentur hervor. Laut Rating-Systematik der Creditreform bedeutet die Ratingnote „B” im Non-Investment Grade-Bereich: „ausreichende Bonität, höheres Insolvenzrisiko“. Die Creditreform-Experten passten das Rating am Freitag in der letzten Woche an. Zuvor wurde das Unternehmen mit „BB+“ („befriedigende Bonität, mittleres Insolvenzrisiko“) beurteilt.

„FFK Environment ist davon überzeugt, mit den Investitionen in 2012 die Grundlage für eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung in den Folgejahren gelegt zu haben. Das dürfte sich dann auch positiv auf die zukünftige Ratingeinschätzungen auswirken“, sagte Markus Imgrund, Geschäftsführer Finanzen der FFK Environment GmbH.

Noch hat die FFK Environment GmbH den aktuellen Ratingbericht (Summary) der Creditreform Rating Agentur nicht veröffentlicht. In der aktuellen Pressemittelung schreibt die FFK Environment aber, dass er „nach der Fertigstellung umgehend auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht werde.

Unterdessen meldete die FFK Environment GmbH ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2012. Demnach verbuchte die Gesellschaft einem Umsatzrückgang von 26,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 23,4 Millionen Euro in 2012. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging von 1,03 Millionen Euro auf 0,24 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei minus 7,8 Millionen Euro, im Vorjahr bei minus 0,8 Millionen Euro.

Im zweiten Halbjahr 2012 seien „außerordentliche, nicht liquiditätswirksame Abschreibungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro vorgenommen worden“, heiß es in der Pressemitteilung zu den neuen Geschäftszahlen.

FFK Enviroment berichtet, dass die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote „von rund 20 Prozent“ habe und über liquide Mittel in Höhe von 10,7 Millionen Euro verfüge.

Das Unternehmen, das sich als Spezialist für die Produktion von Sekundärrohstoffen bezeichnet, investierte im letzten Jahr in ein neues Werk am Standort Forst (Lausitz). Dort wird nach Angaben des Unternehmens „FFK-Biokohle“ (siehe Foto) in industriellen Mengen von rund 200.000 Tonnen pro Jahr hergestellt.  Das seien klimaschonende Pellets aus Biomasse-Reststoffen.

„Unsere Biokohle als CO2-neutrale Alternative zu fossiler Kohle wird von Kraftwerken sehr gut angenommen. Daher planen wir weitere Werke in Deutschland und Europa“, wird Frank Kochan, Gründer und Geschäftsführer der FFK in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert.

Zur Wachstumsfinanzierung werde das Unternehmen „in den kommenden Monaten eine Kapitalerhöhung durchführen, die von den bisherigen Gesellschaftern gezeichnet werde“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Anleihen Finder Redaktion

Foto: FFK Environment GmbH

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