Constantin Medien AG: Folge-Anleihe oder Sparten-Verkauf?

Donnerstag, 24. August 2017


Wie geht es bei der Constantin Medien AG nach den verkündeten Abgängen von CEO Fred Kogel und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Dieter Hahn weiter? Ein von der Constantin Medien AG in Aussicht gestellter Verkauf der Filmsparte oder von Sport1 werde nach Angaben des Medienmagazins DWDL.de immer unwahrscheinlicher. Dafür sei die Begebung einer Folge-Anleihe zur Refinanzierung der Alt-Anleihe eine Möglichkeit zur weiteren Unternehmensfinanzierung.

Erfolg für Bernhard Burgener

Bernhard Burgener, Schweizer Großaktionär und Gewinner der Personalentscheidungen, erklärte DWDL.de am Rande der Hauptversammlung, dass er den Konzern nicht zerschlagen wolle. Burgener war einst selber Konzernchef von Constantin Medien, musste das Amt aber im Jahr 2015 abgeben. Seitdem liegt er mit dem Management im Clinch über die strategische Ausrichtung. Den neugewählten Aufsichtsrat hat Burgener jetzt wohl hinter sich. Die künftige Unternehmensfinanzierung muss zeitnah geklärt werden, da Constantin bis April 2018 seine Unternehmensanleihe im Volumen von 65 Millionen Euro refinanzieren muss.

ANLEIHE CHECK: Die im April 2013 emittierte Unternehmensanleihe der Constantin Medien AG (A1R07C) verfügt über einen Zinskupon von 7,00% p.a. und eine Laufzeit bis zum 23.04.2018. Im Rahmen der Anleiheemission wurden insgesamt 65 Millionen Euro platziert. Die Anleihe notiert aktuell bei 98 Prozent (Stand: 24.08.17)

Refinanzierung der Anleihe

Um die Summe für die Unternehmensanleihe und weitere Verbindlichkeiten aufbringen zu können, wurden zuletzt Gespräche über den Verkauf von Sport1 und der Filmsparte geführt. Dies könnte sich nun ändern, da Großaktionär Bernhard Burgener, der seit diesem Frühling Eigentümer und Präsident des Schweizer Fußballvereins FC Basel ist, den Konzern als Ganzes erhalten möchte.

Zum Medienportal DWDL.de sagt er: „Ich sehe keinen Bedarf, da etwas zu verkaufen. (…) Die Firma ist eigentlich gut aufgestellt. Ich bin gerne bereit, bei der Restrukturierung anzupacken. (…) Die Constantin Medien AG hat schon in viel schwierigeren Jahren bewiesen, dass sie ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt. Das Unternehmen hat fällige Schulden immer pünktlich zurückgezahlt.“ Burgener könne sich demnach auch vorstellen, eine neue Unternehmensanleihe aufzunehmen, um die alte Anleihe abzulösen.

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Foto: pixapay.com

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Unternehmensanleihe der Constantin Medien AG IHS 2013/2018

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