BDT Media Automation GmbH: Schlechtes Jahresergebnis – 15 Prozent der Belegschaft von Stellenstreichungen betroffen

Donnerstag, 27. Juni 2013


Für die BDT Media Automation GmbH war 2012 kein gutes Geschäftsjahr. Das Jahresergebnis 2012 zeugt im Vergleich zum Vorjahr von Rückgängen beim Umsatz (von 125,4 Mio Euro auf 114,2 Mio Euro), beim EBITDA (von 11,9 Mio Euro auf 9,3 Mio Euro) und beim Cashflow (von 7,1 Mio Euro auf 4,5 Mio Euro).

Unterm Strich meldete das Spezialunternehmen für Datenspeicherlösungen einen Jahresverlust von zwei Millionen Euro, wobei die Umsatzrendite nach Angaben von BDT „nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte.“

Konsequenz aus den Rückgängen sind Stellenstreichungen. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms sollen Personalstellen an den Standorten in Deutschland sowie in Mexiko und den USA gestrichen werden. Davon seien laut BDT „etwa 15 Prozent der derzeitigen Beschäftigten“ betroffen. „Wir müssen unsere Effizienz und Profitabilität weiter steigern. Hierzu gehört leider auch eine Verschlankung im Personalbereich“, sagte Holger Rath, Geschäftsführer Finanzen der BDT. Das Unternehmen hat insgesamt rund 600 Mitarbeiter am Hauptsitz in Rottweil sowie an weiteren Standorten in Deutschland sowie in den USA, Mexiko, China und Singapur unter Vertrag.

Grund für die negative Geschäftsentwicklung seien weniger Aufträge aus dem Euro-Raum vor allem aus Süd- und Westeuropa. Die so genannte Euro-Krise habe sich auf die Investitionstätigkeit der Endkunden im Bereich Datenspeicherautomation ausgewirkt.

Kurs der BDT Media Automation GmbH-Anleihe sank seit Downrating

Ein weiter Grund für die Verluste seien höhere Personal- sowie Materialkosten für die Entwicklung von Muster und Prototypen gewesen. Knapp 90 Prozent aller von BDT getätigten Investitionen seien für die Entwicklung neuer Produkte eingesetzt worden.

„Selbstverständlich können wir mit dem Ergebnis aus 2012 und der daraus erfolgten Bewertung durch die Creditreform Rating AG nicht zufrieden sein“, sagte BDT-Geschäftsführer Finanzen, Holger Rath mit Blick auf das Non-Investment Grade-Rating „B-“, mit dem die Creditreform Ratingagentur die Bonität von BDT Mitte April dieses Jahres bewertet hatte.

Seit der Rating-Anpassung sank der Kurs der Anleihe der BDT Media Automation GmbH von 91,05 mit einigen Schwankungen kontinuierlich auf jetzt (Stand 27.06.2013) 72,25.

„In Richtung unserer Anleger können wir jedoch Entwarnung geben: Vor allem unsere hohen Investitionskosten in äußerst aussichtsreiche Produkte haben im letzten Jahr zum Verlust geführt. Doch diese werden sich schon in diesem Jahr in Form von zusätzlichem Umsatz bezahlt machen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Folgeratings durch die Creditreform waren Verhandlungen zur Refinanzierung fällig werdender Verbindlichkeiten noch offen. Diese Verträge werden im Juli – nach zwischenzeitlicher Überbrückung – abgeschlossen“, erklärte Holger Rath.

Die BDT Media Automation GmbH hat nach eigenen Angaben am Anfang des Jahres ein neues Papierzufuhrsystem für den Kunden Hewlett Packard (HP) zur Marktreife gebracht. BDT-Manager rechneten hier mit Umsatzzahlen in zweistelliger Millionenhöhe.

„Ende des vergangenen Jahres konnten wir einen auf vier Jahre angelegten großen Liefervertrag mit HP abschließen“, sagte Holger Rath.

Zudem habe das Unternehmen über einen der großen OEM-Kunden im letzten Monat eine skalierbare Bandbibliothek für kleine und mittelständische Unternehmen auf den Markt gebracht. Hier werde mit rund fünf Millionen Euro zusätzlichem Umsatz, ab dem Jahr 2014 „sogar mit zweistelligen Millionenumsätzen“ geplant.

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Foto: BDT Media Automation GmbH

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Anleihe der BDT Media Automation GmbH 2012/2017

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