Hylea Group stockt 7,25%-Anleihe (A19S80) um bis zu 10 Mio. Euro auf

Montag, 27. Januar 2020


Anleihen-Aufstockung – Paranussproduzent Hylea hat die Aufstockung seiner bestehenden 7,25%-Unternehmensanleihe 2017/2022 (ISIN: DE000A19S801) um bis zu 10 Mio. Euro auf ein Volumen von bis zu 35 Mio. Euro beschlossen. Die neuen Schuldverschreibungen sollen im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung zum Ausgabepreis von 100% bei institutionellen Investoren platziert werden.

Aus dem bestehenden Kreis von Investoren und aus dem Umfeld des Unternehmens sollen nach Angaben des Unternehmens bereits Zeichnungszusagen über 2,3 Mio. Euro sowie weitere Zeichnungs-Absichtserklärungen im Volumen von 5,0 Mio. Euro vorliegen.

Hinweis: Mit der banktechnischen Abwicklung der Aufstockung wurde die BankM AG beauftragt.

ANLEIHE CHECK: Die im Dezember 2017 emittierte Anleihe der Hylea Group S.A. (ISIN: DE000A19S801) verfügt über eine fünfjährige Laufzeit bis zum 01.12.2022 und einen Zinskupon von 7,25 Prozent p.a. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich, jeweils am 01. Dezember und 01. Juni eines Jahres. Es sind keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin vorgesehen. Von den Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG ist die Hylea-Anleihe als „attraktiv“ mit 4 von 5 möglichen Sternen bewertet.

Transportverzögerungen

Hintergrund der Anleihen-Aufstockung sind gebundene liquide Mittel aufgrund von Logistik- und Transportverzögerungen im Zuge der politischen Unruhen in Bolivien im Herbst vergangenen Jahres. Das hatte laut Hylea zu einer Liquiditätsbindung im Netto-Umlaufvermögen der Unternehmensgruppe in Höhe von rd. 14 Mio. Euro geführt. Dieses Umlaufvermögen kann von Hylea nun erst mit zeitlicher Verzögerung im ersten Halbjahr 2020 abgebaut werden und führt dazu, dass die benötigte Liquidität zum Ankauf der neuen Rohware in der aktuellen Erntephase nicht zur Verfügung steht. Aus diesem Grund hat sich die Hylea Group S.A. zum Ankauf eben jener Rohware für eine weitere Fremdkapitalmaßnahme entschieden. Die Transport-Verzögerungen sowie die verspätete Kalibrierung des Maschinenparks in der neuen Produktionsfabrik hatten zu Zielverfehlungen der Hylea Group in 2019 geführt.

Die Hylea Group S.A. als Emittentin der Anleihe wird in diesem Zusammenhang ihren Anteil an der Produktionsgesellschaft Hylea 1884 S.R.L. von bislang 66 Prozent auf dann 75,1 Prozent zeitnah erhöhen. Bei einem gezeichneten Eigenkapital von USD 28,319 Mio. der Hylea 1884 S.R.L. entspricht dies dann einem rechnerischen Eigenkapitalanteil von USD 21,267 Mio. der Hylea Group S.A.

Weiter auf Wachstumskurs

Der Auftragsbestand der Hylea Group hat sich zum 31.12.2019 infolge der Etablierung neuer Produkte unter der Eigenmarke Hylea nach Angaben des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Die Hylea Group befindet sich damit weiter auf Wachstumskurs. Seit 2015 hat das familiengeführte Unternehmen seinen Weltmarktanteil von 3,4% (Platz 6) auf rund 12,0% (Platz 3) verbessert. Auch 2019 konnte der Umsatz wieder deutlich gesteigert werden, der Vorstand rechnet mit einem Wachstum von fast 50%.

Die Transportverzögerungen in Bolivien haben sich derweil aufgelöst und die neue Paranussfabrik in Fortaleza sei laut Hylea nach der finalen Kalibrierung aller Maschinen zur neuen Erntesaison zu 100% einsatzfähig. Dadurch würde in diesem Jahr das kostspielige „Fremdknacken“ bei anderen Produzenten entfallen und zusätzliche Einnahmen generieren.

Anleihen Finder GmbH

Foto: Anleihen Finder GmbH

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