Deutsche Rohstoff AG: „BB+“ Rating durch Creditrefom bestätigt – Hohe Liquidität, aber auch operative Verluste und Unsicherheiten bezüglich weiterer Projekte. Eine Stellungnahme von Thomas Gutschlag, Vorstand der Deutsche Rohstoff AG

Freitag, 13. Juni 2014

 

Die Deutsche Rohstoff AG gehört bisweilen nicht zu den Sorgenkindern des Mittelstandsanleihenmarktes. Erst vergangene Woche wurde das „BB+“ Rating durch die Creditreform Rating AG bestätigt. Verantwortlich dafür sei die Umsetzung des Tekton-Deals und die damit zusammenhängenden Verbesserung der Unternehmensliquidität, heißt es in der Ratingbegründung.

„Wir haben derzeit rund 135 Millionen Euro liquide Mittel im Konzern zur Verfügung. Zudem verhandeln wir über einen Verkauf unserer Wolfram Mine in Australien. Dadurch würden wir unser bilanzielles Risiko weiter deutlich verringern. Insofern ist unsere Situation hervorragend. Gleiches gilt für die Anleihe, die ja auch weiterhin sehr solide bei 108 – 110 Prozent notiert“, so der Vorstand und Chief Financial Officer der Deutsche Rohstoff AG, Thomas Gutschlag.

Verluste durch Einmalkosten der Anleihe und Zinszahlungen

Allerdings heben die Rating-Analysten in ihrer Bewertung auch negative Aspekte hervor, so verzeichnen die verbleibenden Tochtergesellschaften der Deutsche Rohstoff AG weiterhin operative Verluste. Thomas Gutschlag dazu: „Damit sind in erster Linie die Explorationsgesellschaften gemeint, die naturgemäß, da sie ja noch nicht produzieren, Verluste machen. Allerdings war der Umfang der Verluste 2013 überschaubar. Stärker schlugen die Verluste der Deutsche Rohstoff AG als Muttergesellschaft zu Buche. Hier waren es vor allem die Einmalkosten für die Anleihe mit zwei Millionen Euro und die Zinskosten, die den geplanten Verlust ausmachten. Ohne die Einmalkosten der Anleihe lag das EBITDA aufgrund der starken Ergebnisse unserer Öl- und Gastochter in den USA aber trotzdem bei 3,9 Millionen Euro.“

Unsicherheiten bei US-Projekten

Zudem weist Creditreform auf Unsicherheiten bezüglich neuer Projekte der Deutsche Rohstoff AG hin. „Diese Aussage bezieht sich auf die US-Ölprojekte. Nach dem Verkauf der wesentlichen Assets von Tekton Energy müssen wir zunächst wieder ein neues Projekt aufbauen. Damit haben wir begonnen. Es wird aber eine gewisse Zeit dauern, bis kommunizierbare Erfolge zu vermelden sind“, so Gutschlag.

Insgesamt scheinen sich positive und negative Aspekte auszugleichen, so dass die Analysten der Creditreform das Rating der Deutsche Rohstoff AG stabil mit „BB+“ beurteilen.

Anleihe Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Deutsche Rohstoff AG

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