Rena GmbH: „Weiterhin sowohl auf der Personalseite als auch bei anderen Kosten Ausgaben kürzen“

Dienstag, 2. Oktober 2012

Die Rena GmbH erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2012 10,4 Millionen Euro als Ergebnis vor Steuern und einen Umsatz von 118,5 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2011 waren es beim Ergebnis vor Steuern noch 14,5 Millionen Euro und beim Umsatz 123 Millionen Euro. Das geht aus dem offiziellen Geschäftsbericht der Rena GmbH für das erste Halbjahr 2012 hervor.

Der offizielle Konzernzwischenbericht bestätigt die vorläufigen Zahlen, die die Rena im August vorgelegt hatte. Die Anleihen Finder Redaktion berichtete.

Trotz der nach Angaben von Rena „zufriedenstellenden“ Zahlen kämpft das Unternehmen mit den schwierigen Marktbedingungen der Solarwirtschaft. Die Anleihen Finder Redaktion sprach mit dem Stefan Baustert, dem CFO der RENA, über Kosteneinsparungsprogramme und seine Erwartungen an die Zukunft.

Anleihen Finder Redaktion: Aus welchen Gründen bezeichnen Sie in Ihrem Konzernzwischenbericht über das erste Halbjahr 2012 die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis als „zufriedenstellend“?

Stefan Baustert: Der Umsatz des ersten Halbjahres 2012 resultiert zu einem signifikant hohen Teil aus dem Auftragsbestand per 31.12.2012. Wir hatten eine planmäßige Abnahme der bestellten und noch nicht vom Kunden abgenommenen Maschinen in unserer Planung unterstellt. Da der Solarmarkt deutlich abgeschwächt ist, bestand das Risiko, dass Kunden vermehrt stornieren und damit unsere geplanten Umsätze nicht hätten realisiert werden können. Dies war jedoch nicht der Fall. Die Kunden haben weiterhin die bestellten Maschinen abgenommen und damit dazu beigetragen, dass Umsatz und Ergebnis eine positive Entwicklung verzeichnen konnten. Darauf bezieht sich unser „zufriedenstellend“.

Anleihen Finder Redaktion:  Schon im September 2011 hat die Rena damit begonnen, Programme zur Kosteneinsparung zu starten. Sind weitere Einsparmaßnahmen geplant oder greifen die Programme?

Stefan Baustert: Die Programme zur Kosteneinsparung greifen. Dies sieht man auch am Vergleich der Personalkosten und „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ im ersten HJ 2012 versus 1. HJ 2011. Wir werden weiterhin sowohl auf der Personalseite als auch bei anderen Kosten die Ausgaben reduzieren.

Anleihen Finder Redaktion: Aus welchen Gründen glauben Sie, dass die Beteiligung an der SH+E GRO UP die Schwankungen im Solargeschäft glätten kann, wie Sie im Geschäftsbericht schreiben.

Stefan Baustert: Das Geschäft der SH+E Group ist in anderen Märkten unterwegs. So ist der Markt für Wasser und Abwasser, Recycling und waste-to-energy völlig unabhängig vom Solarmarkt und wird, so deutet der aktuell gute Auftragseingang in diesem Bereich an, im nächsten Geschäftsjahr dazu führen, dass Umsatz und Ergebnis bei SH+E einen positiven Verlauf haben. Das kann dann unterschiedliche Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen ausgleichen.

Anleihen Finder Redaktion: Laut Ihrem Geschäftsbericht ist der netto Auftragseingang (nach Stornierungen) von rund 122 Millionen Euro im Vorjahr auf 31 Millionen im ersten Halbjahr 2012 gesunken. Wie wird sich die Auftragslage in den nächsten zwölf Monaten entwickeln?

Stefan Baustert: Wir gehen davon aus, dass sich die Auftragslage im Bereich Solar erst im nächsten Jahr deutlich verbessern wird. Wie groß der Betrag ist, kann heute nicht gesagt werden. Jedoch ist zu sehen, dass Inbetriebnahmen von in 2010 und Anfang 2011 bestellten Maschinen weiter planmäßig abnehmen und damit unsere Kunden, wenn sie weiter von zunehmenden Endkundenmärkten ausgehen, neu bestellen müssen.

Anleihen Finder Redaktion: In Ihrem neuen Geschäftsbericht listen Sie eine Reihe von nachvollziehbaren Risiken vor allem für Ihre Geschäfte im Solarbereich auf. Wie wollen Sie gegensteuern?

Stefan Baustert: Wir haben eine Reihe von Themen, die wir konsequent umsetzen und nachverfolgen. Unsere Kostenziele sind klar definiert und das sind die Themen, die wir aktiv steuern können und steuern werden. Der Markt, d.h. die Umsatzseite, können wir nur bedingt beeinflussen. Hier setzen wir auf Innovation und neue Produkte und sind zuversichtlich, dass wir mir diesen Themen das Unternehmen auch durch die Krise im Solarbereich steuern können.

Anleihen Finder Redaktion: Herr Baustert, vielen Dank für das Gespräch!

Anleihen Finder Redaktion

Foto: Rena GmbH

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