Ekotechnika GmbH: Konzernverluste von 10,6 Millionen Euro – Schwacher Rubel sorgt für Umsatzeinbußen – „Zinsen an Anleihegläubiger werden auch in Zukunft gezahlt“ – „Hedging der Währungsrisiken sehr teuer“

Dienstag, 1. Juli 2014


Die Konzernverluste der
Ekotechnika GmbH, der deutschen Holding der russischen EkoNiva-Technika Gruppe, verdoppelten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 auf 10,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn fiel von 1,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 0,5 Millionen Euro, das gab das Unternehmen bekannt.

Der Umsatz der Ekotechnika sei im Berechnungszeitraum auf 65,1 Millionen Euro (Vorjahr: 71,2 Millionen Euro) gesunken. Diese Verringerung sei allein auf Währungseinflüsse zurückzuführen. In Rubel habe die Gesellschaft im gleichen Zeitraum rund 5 Prozent mehr umgesetzt, so die Ekotechnika GmbH.

„Hedging der Währungsrisiken zu teuer“

Die Wechselkurseinflüsse haben die Geschäftsentwicklung der Ekotechnika GmbH negativ beeinflusst. Hätten diese Währungsrisiken umgangen werden können? Der Geschäftsführer der Ekotechnika GmbH, Wolfgang Bläsi sagte der Anleihen Finder Redaktion: „Ein generelles Hedging ist aufgrund der Zinsdifferenzen zwischen Rubel und Euro/USD sehr teuer. Darüber hinaus sind die Währungseinflüsse im wesentlichen stichtagsbezogen. Denn der Kauf von den Herstellern und der Verkauf an die Landwirte werden in Euro und USD abgewickelt. Lediglich die Bewertung der Lagerbestände zum Bilanzstichtag – in diesem Fall zum Halbjahresende 31. März 2014 – erfolgt zum jeweiligen aktuellen Wechselkurs. Zum Halbjahr war dieser niedriger als zum Zeitpunkt des Kaufs.“

Bläsi hofft, dass im zweiten Halbjahr positive Währungseffekte zu einer Ergebnisverbesserung führen. „Beim Verkauf der Maschinen auf Basis von Euro respektive USD-Preisen wird bei Zahlung zum Tageskurs in Rubel umgerechnet, so dass fallende Kurse zu höheren Umsätzen führen. Daher erwarten wir im zweiten Halbjahr positive Auswirkungen“, so der Ekotechnika-Geschäftsführer.

„Zinszahlungen nicht in Gefahr“

Die Anleihegläubiger der Ekeotechnika-Anleihe müssen sich laut Bläsi keine Sorgen machen. „Wir haben unsere Zinsen pünktlich Anfang Mai 2014 gezahlt und werden das auch in Zukunft tun. Vor dem Hintergrund des aktuell schwierigen Geschäftsumfeldes und eines schwächelnden Gesamtmarktes sind wir mit der operativ stabilen Entwicklung zufrieden. Durch den Abbau von Forderungen haben wir unseren positiven operativen Cashflow auf 20,2 Millionen Euro erhöht. Insgesamt bleiben die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in der russischen Landwirtschaft intakt.“

Der vollständige, ungeprüfte Halbjahresabschluss 2013/14 der Ekotechnika ist hier abrufbar.

Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Ekotechnika GmbH

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Anleihe der Ekotechnika GmbH 2013/2018

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