ALNO AG macht weiter Fortschritte, ist aber noch nicht über den Berg – Zweites Quartal 2015 bringt Ergebnisverbesserung – Stellenabbau soll sieben Millionen Euro einsparen – Anleihe stabil bei 90 Prozent

Dienstag, 28. Juli 2015


Die ALNO AG kann sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis im zweiten Quartal des Jahres 2015 verbessern, bleibt aber nach wie vor in der Verlustzone. Des Weiteren habe der Küchenhersteller nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2015 alle geplanten Finanz- und Kapitalmaßnahmen in Höhe von über 50 Millionen Euro umgesetzt.

EBITDA steigt, bleibt aber weiterhin im Minus

Das EBITDA habe sich bereinigt um Sondereffekte um 12,2 Millionen Euro von minus 14,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf minus 1,9 Millionen Euro nach sechs Monaten in 2015 verbessert, liegt damit allerdings weiterhin im negativen Bereich.

Speziell im zweiten Quartal 2015 habe der ALNO Konzern sein EBITDA ohne Sondereffekte um 11,8 Millionen Euro auf plus 3,6 Millionen Euro steigern können. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres habe das EBITDA noch minus 8,2 Millionen Euro betragen, so ALNO. Im ersten Quartal 2015 lag das EBITDA bei minus 5,5 Millionen Euro.

Inklusive Sondereffekt, welcher die Entkonsolidierung der Impuls Küchen GmbH per 30. Juni 2015 in Höhe von rund 23 Millionen Euro beinhaltet, liege das EBITDA in den ersten sechs Monaten 2015 bei 21,0 Millionen Euro, berichtet ALNO.

„Die Zahlen für das erste Halbjahr zeigen deutlich, dass unsere Internationalisierungsstrategie und die interne Neuausrichtung richtig sind und Wirkung zeigen“, so Max Müller, CEO der ALNO AG.

Umsatz leicht verbessert

Auf Basis der vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2015 konnte der ALNO-Konzern seinen Umsatz leicht um 2,4 Prozent auf 273,0 Millionen Euro steigern.

Im zweiten Quartal 2015 sei der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,5 Prozent auf 149,3 Millionen Euro und im ersten Quartal 2015 um ein Prozent auf 123,7 Millionen Euro angestiegen. Die Rohertragsquote des Konzerns habe sich ebenfalls verbessert, sie stieg im zweiten Quartal 2015 um 4,8 Prozentpunkte auf 45,3 Prozent.

Laut ALNO haben die ausländischen Gesellschaften, insbesondere ALNO UK und ALNO Schweiz, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Zahlen geleistet.

Der endgültige Halbjahresfinanzbericht 2015 werde laut ALNO am 28. August veröffentlicht.

„Zweites Halbjahr wird deutlich besser“

„Auch wenn wir immer noch ein gutes Stück Weg vor uns haben, bis wir die ALNO AG dauerhaft profitabel gemacht haben, sind wir mit der Entwicklung des Unternehmens insgesamt zufrieden“, so Max Müller. „Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr im Umsatz und im operativem Ergebnis deutlich besser sein werden als in den ersten sechs Monaten 2015 – trotz der Entkonsolidierung der Impuls Küchen GmbH zum 30. Juni dieses Jahres.“

ALNO-Anleihe stabil bei 90 Prozent

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe der ALNO AG (WKN A1R1BR) hat ein Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro und wird jährlich mit 8,50 Prozent verzinst. Die Laufzeit endet im Mai 2018. Die Anleihe ist derzeit von der Ratingagentur Scope mit der Rating-Note „B-“ bewertet.

Aktuell notiert die ALNO-Unternehmensanleihe bei 90,00 Prozent (Stand: 28.07.2015). Von Februar bis Mai stieg der Kurswert der ALNO-Anleihe von 70 auf 90 Prozent an. Seitdem pendelt er stabil um die 90-Prozent-Marke.

Neuausrichtung des Konzerns

Weitere Fortschritte mache die in 2014 gestartete Neuausrichtung des Konzerns. Dazu gehören die Flexibilisierung der deutschlandweiten Produktion, die Optimierung des Marken- und Produktportfolios und die Zentralisierung von Verwaltungseinheiten inklusive der Straffung von Leitungsfunktionen in Deutschland.

Das Unternehmensrating der ALNO AG liegt aktuell aufgrund des laut Scope „sehr schwachen Finanzrisikoprofils des Unternehmens lediglich bei „CCC“.

Stellenabbau soll sieben Millionen Euro einsparen

Die Neuausrichtung beinhalte auch einen Stellenabbau in den administrativen Bereichen und Leitungsfunktionen der inländischen Standorte. Auch im Ausland seien bereits im ersten Halbjahr 2015 Stellen abgebaut worden. Beide Maßnahmen sollen in 2016 zu einem operativen Ergebnisanstieg in Höhe von etwa sieben Millionen Euro im EBITDA führen.

AFP Küchen

Die AFP Küchen AG, die nicht von den Restrukturierungsmaßnahmen der ALNO AG betroffen ist, habe ihr EBITDA um 1,6 Millionen Euro auf minus 1,5 Millionen Euro verbessert. Die Aussichten seien aufgrund des hohen Auftragsbestandes für das zweite Halbjahr positiv.

Dennoch sank der Umsatz der AFP Küchen AG in den ersten sechs Monaten um 3,7 Millionen Euro auf 65,4 Millionen Euro.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: ALNO AG

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