Air Berlin-Insolvenz: Insolvenzverfahren nach englischem Recht?

Donnerstag, 17. August 2017

Pressemitteilung der DIU e.V. – Deutsche Investoren Union:

DIU e.V. fordert Anleihegläubiger der Air Berlin PLC zur Interessensbündelung auf

Am 15.08.2017 meldete die Air Berlin PLC, dass ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt wurde, da für die Air Berlin PLC keine positive Fortbestehensprognose mehr bestehen würde. Grund für diese Einschätzung sei es, dass der Hauptaktionär Etihad Airways PJSC gegenüber der Air Berlin PLC erklärt habe, keine weitere finanzielle Unterstützung zur Verfügung zu stellen.

Die Air Berlin PLC hat diverse Inhaberschuldverschreibungen und Wandelanleihen im Gesamtvolumen von etwa 840 Mio. Euro ausgegeben. Da diese ausweislich der jeweiligen Anleihebedingungen zum Teil nach deutschem Recht und nach englischem Recht begeben wurden und die Gesellschaft ihren Firmensitz in England hat, steht aus Sicht der DIU e.V. zu befürchten, dass das jetzt verkündete Insolvenzverfahren nach englischem Recht durchgeführt wird (oder dies zumindest versucht wird). Bei vergleichbaren Fällen wie z.B. bei der Scholz Holding GmbH oder bei A.T.U hatte dies eine erhebliche Schlechterstellung der Anleihegläubiger gegenüber anderen Gläubigern zur Folge.

Die DIU wird deshalb in Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei, die mit dem englischen Insolvenzrecht vertraut ist, die Interessen der Anleihegläubiger vertreten, um eine Ungleichbehandlung möglichst auszuschließen.

Die DIU rät betroffenen Anlegern, die ihnen aus der Anleihe zustehenden Rechte wahrzunehmen. Die DIU bietet allen Anleiheinhabern an, sich unter info@diuev.de für einen kostenlosen Newsletter zu registrieren und diese auf den stattfindenden Gläubigerversammlungen der Anleiheinhaber zu vertreten. Über den weiteren Verlauf des Verfahrens werden wir über den genannten Newsletter informieren.

Weitere Informationen zur DIU und zur Mitgliedschaft finden Sie unter www.diuev.de.

DIU e.V. – Deutsche Investoren Union

Foto: pixabay.com

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