Hintergrund

Entwicklungen in der Unternehmensfinanzierung

(04.07.2008 ch/ct) Die Finanzierung von Investitionsvorhaben im deutschen Mittelstand erfolgt überwiegend über den klassischen Bankkredit. Nur wenige mittelständische Unternehmen haben bisher den Schritt gewagt, ihre Investitionen über den Verkauf von Kapitalmarktprodukten wie zum Beispiel Schuldscheindarlehen, Anleihen oder Genussrechten an Investoren zu finanzieren. In vielen Fällen war dieser Schritt jedoch ein sehr erfolgreicher, sowohl für Unternehmen wie auch Investoren.

Nach unseren Erfahrungen sind die vermeintlich hohen Emissionskosten sowie die Unsicherheit bezüglich der Komplexität des Emissionsprozesses und der rechtlichen Rahmenbedingungen die Hauptgründe dafür, dass die Anzahl der am Kapitalmarkt aktiven mittelständischen Unternehmen vergleichsweise gering ist. Die Beschaffung von Fremd- oder Eigenkapital über den Kapitalmarkt wird häufig noch als Finanzierungsweg betrachtet, der nur internationalen Großunternehmen vorbehalten ist. Die Entwicklungen der letzten Jahre geben jedoch Anlass zum Umdenken.

Der steigende Wettbewerb zwischen Investmentbanken und die stetig wachsenden Anzahl von mittelständisch ausgerichteten Finanzdienstleistern, Ratingagenturen sowie Unternehmens- und Rechtsberatern hat zu einer deutlichen Senkung der Kosten für den Gang an den Kapitalmarkt geführt. Auf der anderen Seite haben die Einführung der Basel II Richtlinien und zuletzt die Subprime Krise die Kreditvergabepraxis der Banken restriktiver werden lassen, so dass insbesondere mittelständische Unternehmen, trotz solider wirtschaftlicher Verfassung, mit höheren Kreditkosten und Sicherheitenauflagen rechnen müssen.

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