Zweite Golden Gate-Gläubigerversammlung: One Square Advisory zum gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger gewählt – Keine Zwangsversteigerung der als Sicherheit dienenden Immobilie in Leipzig – Insolvenzquote bei 53-74 Prozent

Dienstag, 13. Januar 2015


Im vorläufigen Insolvenzverfahren über das Vermögen der
Golden Gate GmbH konnten sich die Anleihegläubiger auf der zweiten Gläubigerversammlung in München auf erste Ergebnisse einigen:

Gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger

So wurde die One Square Advisory Services GmbH und deren Geschäftsführer Frank Günther mit einer knappen Mehrheit von 57 Prozent zum gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger gewählt. Als Gegenkandidat war auf Vorschlag einer Hamburger Privatinvestorin (Anleihen-Volumen von 3,5 Millionen Euro) Christoph Wallner von der PSP Peters Schönberg GmbH ins Rennen gegangen.

Ein Quorum von 50 Prozent des Anleihe-Volumens, wie bei der ersten Versammlung im Dezember 2014, war diesmal nicht notwendig.

Die verschiedenen Gläubiger-Gruppen waren sich oft uneinig und stritten um das generelle Vorgehen. Hauptthemen dabei waren vor allem die Abwicklung der Insolvenz und die Honorare der Verantwortlichen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Axel Bierbach und der Sanierungsgeschäftsführer Hans Volkert Volckens berichteten über die aktuelle Entwicklung. Zudem berichtete der Gläubigerausschuss in Person von Manuela Tränkel über seine Tätigkeiten.

Immobilie in Leipzig

Insgesamt waren bei der zweiten Versammlung der Golden Gate-Anleihe 58 Prozent des Anleihevolumens zugegen. Die Anleihegläubiger stimmten mit großer Mehrheit dafür, die Anleihebedingungen so zu ändern, dass die zur Absicherung der Golden Gate-Anleihe dienende Immobilie in Leipzig nicht zwangsversteigert werden muss. Die Immobilie, ein ehemaliges Bundeswehrkrankenhaus, soll zunächst weiter vermietet und anschließend freihändig veräußert werden, um einen höheren Preis als bei einer Zwangsversteigerung zu erzielen. Bis Ende 2016 bleibt der Insolvenzverwaltung nun Zeit, die Immobilie zu verkaufen. Sollte dies nicht gelingen, müsste der Treuhänder schließlich doch eine Zwangsverwertung einleiten.

Insolvenzquote

Weiterhin wurde im Rahmen der Gläubigerversammlung die bislang genannte Insolvenzquote von bislang 53 bis 78 Prozent auf aktuell 53 bis 74 Prozent leicht eingeschränkt. Dies hängt jedoch nach wie vor von der Verwertung der Golden Gate-Immobilie in Leipzig ab.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Cassandra Jowett / flickr

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