Virtuelle HV bei paragon: Finanzlage hat sich stabilisiert – Software wird im Produktportfolio immer wichtiger

Dienstag, 15. September 2020


Pressemitteilung der paragon GmbH & Co. KGaA:

paragon richtet virtuelle Hauptversammlung in Delbrück aus

– Rückblick auf Automobilgeschäft 2019: 16 % Umsatzwachstum bei um 6 % schrumpfenden Markt und einmaligen Sonderaufwendungen

– Corona-Delle liegt hinter paragon-Automotive – schnelle Erholung in V-Form und vielversprechender Ausblick für das zweite Halbjahr

– Zielbild „The paragon 2021“: Software wird im Produktportfolio immer wichtiger

paragon [ISIN DE0005558696] hat heute seine ordentliche Hauptversammlung des Jahres 2020 abgehalten – erstmals infolge der COVID-19-Pandemie in einem virtuellen Format. Dazu wurde der Showroom in der Delbrück Konzernzentrale zum temporären Fernsehstudio. Die Aktionärinnen und Aktionäre der paragon GmbH & Co. KGaA konnten die Veranstaltung über das Internet verfolgen und via Aktionärs-Portal über die Tagesordnungspunkte abstimmen. „Die Gesundheit unserer Aktionärinnen und Aktionäre sowie unserer Mitarbeiter und Organmitglieder hat absolute Priorität – ganz besonders in der aktuellen Situation. Hoffentlich stellt das Format in diesem Jahr nur eine Ausnahme dar“, erklärt Klaus Dieter Frers, Gründer und Vorsitzender Geschäftsführung von paragon. Das Grundkapital des Unternehmens war mit einer Präsenz von 51,38 % vertreten.

paragon konnte 2019 in dem von einem Rückgang gekennzeichneten Marktumfeld im Kern-Geschäft mit Automobilkunden deutlich wachsen. Der Umsatz lag zum Jahresende sogar über den internen Erwartungen. „Ich persönlich habe in den Berichterstattungen über die im Jahr 2019 erzielten Ergebnisse der geläufigen Unternehmen in der Automobilindustrie kein hervorstechendes Beispiel gefunden, das den Markt im vergangenen Jahr derart stark konterkariert hat wie paragon“, sagte Klaus Dieter Frers in seiner Rede während der Hauptversammlung. Die Bestätigung des Wachstums gegen den Markttrend führt Frers vor allem darauf zurück, dass sich die Faktoren, welche die globale Automobilindustrie zuletzt beschäftigt haben, bei paragon nicht bemerkbar machten. „Weder in Bezug auf die Dieselkrise, noch auf die WLTP-Debatte und auch hinsichtlich des endlosen Handelskonflikts nicht.“ Die Transformation der Industrie hin zur Elektromobilität und Digitalisierung beträfe paragon nicht negativ, weil die Produkte nicht von der jeweiligen Antriebsart abhängen. paragon sei ohnehin nur bedingt mit seinen Marktbegleitern vergleichbar. Frers weiter: „Wir sind noch lange nicht bei jedem Autohersteller weltweit in gleicher Weise vertreten. Dies in Verbindung mit den vielen Produkten, die noch am Anfang des Lebenszyklus stehen, ist der Grund dafür.“

Im laufenden Jahr hat paragon die Einschnitte durch den Shutdown der Autohersteller bereits wieder hinter sich gelassen. Auf die Situation ab der zweiten März-Hälfte hat das Unternehmen mit einem aktiven Working Capital Management und einer Verschärfung der Kosteneinsparmaßnahmen reagiert.

Weiterhin dankte die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns ausdrücklich für ihren Einsatz, in 2019 und insbesondere auch in der aktuellen Phase.

Die Geschäftsführung des paragon-Konzerns nutzte den Anlass, um die Entscheidung zur Veräußerung der Finanzbeteiligung Voltabox sowie die damit verbundenen Perspektiven noch einmal zu erläutern und auf den aktuellen Stand des Verkaufsprozesses einzugehen. „Die Entscheidung ist ein Mosaikstück auf unserem Weg, einen neuen paragon-Konzern zu ermöglichen, der sich fokussiert, seine Stärken bündelt und schließlich präsenter und klarer am Markt auftreten wird als zuvor“, betonte Klaus Dieter Frers. Weiterhin unterstrich er, dass die Erlöse aus dem Verkauf für die Entschuldung und zur Investition ins Automotive-Geschäft eingesetzt werden sollen, nicht aber, wie vielfach unterstellt werde, zum Ausgleich des Corona-bedingten Liquiditätsverlustes. „Die Finanzlage hat sich stabilisiert – durch striktes Liquiditätsmanagement. Weitere Maßnahmen mit erheblichen Liquiditätspotential sind in den letzten Monaten initiiert worden und in Teilen bereits erfolgt.“

Dr. Matthias Schöllmann, Geschäftsführer Automotive, fasste in seinem Redebeitrag die zukünftige Ausrichtung des Produktportfolios ins Auge. Unter dem Titel „The paragon 2021“ hat das Management ein Zielbild entwickelt, das die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Konzerns skizziert. „Im Wissen um unsere Marktposition und um unsere Perspektiven zünden wir dazu die nächste Ausbaustufe – pünktlich zur Trennung von Voltabox und damit zur Konzentration auf das automobile Geschäft“, erklärte Dr. Schöllmann. „Wir verstehen uns als Technologieunternehmen. Eines, das zunehmend seine Softwarekompetenz als Basis für weitere Produkte erkennt.“

Die Hauptversammlung sprach den Mitgliedern der Geschäftsführung sowie des Aufsichtsrats der paragon GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2019 mit großer Mehrheit das Vertrauen aus und stimmte allen Punkten der Tagesordnung zu. Die Gesellschaft veröffentlicht die detaillierten Abstimmungsergebnisse zu den Tagesordnungspunkten unter dem Punkt Hauptversammlung auf der Webseite https://ir.paragon.ag.

paragon GmbH & Co. KGaA

Foto: pixabay.com

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