SeniVita Social Estate AG erklärt sich zum Kursrutsch der Wandelanleihe: „Irrational und nicht gerechtfertigt“

Dienstag, 19. Juli 2016


Die SeniVita Social Estate AG hat heute auf den anhaltenden Kursverlust der Wandelanleihe (WKN A13SHL) reagiert:

„Wir stehen derzeit bei sieben Projekte vor der Realisierung, vier weitere sind in der Entwicklung weit fortgeschritten, für neun weitere Standorte sind wir in Verhandlungen mit den Verantwortlichen. Gleichzeitig ist die Vermarktung von Pflegeappartements an vier bereits bestehenden Standorten angelaufen. Wir werden hier in den nächsten Monaten den Vertrieb auch mit einem neuen überregional tätigen Partner noch verstärken. Wir gehen deshalb unverändert davon aus, dass wir einen Jahresüberschuss im einstelligen Millionenbereich für das Gesamtjahr 2016 erzielen werden. Von daher ist für uns der Kursrutsch unserer Wandelanleihe in den letzten Tagen irrational und nicht gerechtfertigt“, so der Vorstandsvorsitzende Uwe Seifen.

Wandelanleihe notiert bei 70 Prozent

Der Kurs der SeniVita-Wandelanleihe war in der vergangenen Woche von knapp 90 auf 64 Prozent abgestürzt. Besorgte Investoren hatten sich daraufhin bei der Anleihen Finder Redaktion gemeldet. Nach dem heutigen offiziellen Statement des Unternehmens, hat sich der Kurs schon wieder leicht erholt und notiert derzeit bei knapp 70 Prozent (Stand: 19.07.2016, 10h). Im Jahresverlauf 2016 lag der Wandler meist knapp unter pari.

ANLEIHE CHECK: Die Wandelanleihe der SeniVita Social Estate AG (WKN A13SHL) bietet Anlegern eine jährliche Verzinsung von 6,5 Prozent sowie das Recht, die Anleihe ab 2018 in Aktien der Gesellschaft zu wandeln. Während der Emission konnten 32,2 von maximalen 50 Millionen Euro platziert werden. Die Wandelanleihe ist seit Mai 2015 an der Börse Frankfurt handelbar.

INFO: Im April dieses Jahres hatte die Euler Hermes Rating GmbH hat das Rating der SeniVita Social Estate-Wandelanleihe mit der Note „BB“ und das Unternehmensrating der SeniVita Social Estate AG mit „BB-“ bewertet.

Aktuelle Projekte

Derzeit verfolge die SeniVita Social Estate AG nach eigenen Angaben in Bayern insgesamt rund 20 Projekte in verschiedenen Projektphasen. Am weitesten fort geschritten seien dabei die Projekte Ebelsbach und Bad Wiessee.

Der Grundstückskauf für ein Projekt in Franken sei für Ende Juli terminiert. Für fünf weitere Standorte werden derzeit nach erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen die Grundstückskaufverträge vorbereitet, so SeniVita. „Die Mittel aus unserer im Mai 2015 an der Börse platzierten Wandelschuldverschreibung werden ausschließlich für die Entwicklung der Projekte verwendet. Die Projektkosten sind dabei zu 100 Prozent durch eine Grundschuld zugunsten des im Interesse der Anleger tätigen Treuhänders besichert. Zudem müssen die Verkaufserlöse aus dem Immobilienvertrieb dem Treuhandkonto wieder zugeführt werden. Das bedeutet eine doppelte Absicherung für die Inhaber unserer Wandelschuldverschreibung“, betont Seifen.

Derzeit verkauft die SeniVita Social Estate AG über ihre Vertriebspartner bei den Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken Pflegeappartements in den SeniVita-Einrichtungen in Hummeltal (Oberfranken) sowie Maisach (Oberbayern). Hinzu kommen weitere 111 Appartements plus zwei Tagespflegen in den Einrichtungen in Gernlinden und Emmering (beide Oberbayern).

„Liquidität auch durch Mieteinnahmen“

„Wir generieren jedoch nicht nur Einnahmen aus dem Verkauf der Pflegeappartements, sondern erhalten bis zum Verkauf auch Mieteinnahmen aus den bestehenden Objekten. Damit ist ein kontinuierlicher Zustrom an Liquidität für unser Unternehmen verbunden“, so Seifen.

INFO zum Unternehmen: Die SeniVita Social Estate AG ist eine Tochtergesellschaft der SeniVita Sozial gGmbH (50 Prozent) und der Ed. Züblin AG (46 Prozent). 4 Prozent der Aktien hält die grosso holding GmbH des österreichischen Unternehmers Erhard F. Grossnigg. Das Geschäftsmodell der SeniVita Social Estate AG besteht darin, neue Standorte für das von SeniVita entwickelte Altenpflege 5.0 Konzept zu projektieren sowie neue Wohnanlagen zu planen, zu bauen und die Wohnungen auch an Dritte zu verkaufen bzw. bis zu einem Maximalbestand von 20 Prozent selbst zu halten.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: SeniVita-Gruppe

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SeniVita Social Estate AG Wandelanleihe 2015/20

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