Run auf Seidensticker-Anleihe legt die Börse Düsseldorf lahm

Mittwoch, 29. Februar 2012

Der Ansturm zeichnungswilliger Anleger auf das Papier des Hemden-Herstellers überlastet die automatische Zuteilungsfunktion des ‚mittelstandsmarkts‘.

Kaum  waren die Orderbücher der Börse Düsseldorf für die Anleihe des Bielefelder Familienunternehmens Seidensticker geöffnet, wurde ein Rekord gebrochen: Eine Orderzahl von mehr als 6.000 Stück ging ein – für das Düsseldorfer System war das zu viel.

„Tatsächlich wurde mit dieser bisher an keinem Börsenplatz erreichten Orderzahl die automatische Zuteilungsfunktion gestört“, räumt Dirk Elberskirch ein. Der Vorstand der Börse Düsseldorf versichert jedoch: „Dadurch ging keine Order verloren, es musste aber manuell nachgearbeitet werden. Dies erfolgte im Rahmen der normalen Abwicklungsfristen und führte zu keinen Problemen.“ Bei den nächsten Emissionen würde dieses Problem nicht mehr auftreten.

Nach Auswertung der Orderbücher war die zu 7,25% verzinste Seidensticker-Anleihe im Volumen von 30 Millionen Euro noch am Begebungstag mehr als siebenfach überzeichnet. 50% wurde an institutionellen Investoren und weitere 46,2% an private Anleger zugeteilt. Mitarbeiter des Textilunternehmens ergatterten einen Anteil in Höhe von 3,8%.

 Anleihen Finder Redaktion

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