René Lezard Mode GmbH: Verlust und Umsatzrückgang im ersten Halbjahr – Prognose für Gesamtjahr herabgestuft – Unternehmensfinanzierung bis 2017 sei „gesichert“ – Zinszahlung an Anleihegläubiger am 26. November

Freitag, 21. November 2014


Die René Lezard-Gruppe hat ihre Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2014/2015 (01.04.2014 bis 30.09.2014) veröffentlicht und mitgeteilt, dass die Resultate des ersten Halbjahres 2014/2015 unterhalb der Erwartungen gelegen haben.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: Keine Ergebnisverbesserung

Aufgrund der negativen Entwicklung der gesamten Textilbranche im ersten Halbjahr 2014/2015 gehe die Geschäftsführung nicht mehr von einer Ergebnisverbesserung für das Gesamtjahr 2014/2015 gegenüber dem Vorjahr aus. Stattdessen wurde die Prognose auf das Niveau des Vorjahres bzw. leicht darunter revidiert.

Konzernfinanzierung für kommende Jahre gesichert

Die Konzernfinanzierung hätte laut René Lezard für die kommenden Jahre gesichert werden können, teilte das Mode-Unternehmen mit. Demnach stellen die Banken Darlehen und Kontokorrentlinien bis 31. März 2017 zur Verfügung. Darüber hinaus setze sich die Finanzierungsstruktur aus operativen Mittelzuflüssen, der bestehenden Innenfinanzierung (inklusive der Gesellschafterdarlehen) und der Außenfinanzierung einschließlich der in 2012 begebenen Unternehmensanleihe zusammen.

Nächste Zinszahlung auf Anleihe sichergestellt

Die zum 26. November 2014 anstehende Zinszahlung auf die Anleihe sei durch die vorhandene Liquidität sicher gestellt, so René Lezard.

Der Konzernverlust auf Basis der Halbjahreszahlen (01.04.2014 bis 30.09.2014) der Mode-Gruppe lag bei minus 1,7 Millionen Euro nach einem Überschuss von 0,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel Angaben des Unternehmens auf minus 0,9 Millionen Euro. Auch hier war das Vergleichsergebnis aus dem Vorjahr mit 1,1 Millionen Euro besser.

Zudem habe sich im Zeitraum April bis September 2014 der Umsatz auf 22,6 Millionen Euro verringert. Im ersten Halbjahr des Vorjahres habe der Umsatz noch 26,1 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen mit. Die Gesamtleistung belief sich im ersten Halbjahr 2014/2015 nach Aussagen des Mode-Unternehmens auf 25,2 Millionen nach 27,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Wir haben schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass René Lezard durch die halbjährliche Schließung in München und die Verkleinerung von Flächen zunächst Umsatz verlieren wird, aber entscheidend ist, dass wir durch diese Maßnahmen unsere Leistungskraft und Profitabilität zukünftig steigern“, sagte Heinz Hackl, CEO der René Lezard-Gruppe.

„Resultate unter den Erwartungen“

Insgesamt seien die Resultate des ersten Halbjahres 2014/2015 unterhalb der Erwartungen. Grund dafür sei die sehr milde Witterung, die zu einer Kaufzurückhaltung der Kunden in der Textilbranche geführt habe, resümierte das Unternehmen. Der Abverkauf der Herbst-/Winterkollektionen sei erheblich durch die für diese Jahreszeit zu hohen Temperaturen beeinträchtigt worden.

Für das zweite Halbjahr erwarte das Unternehmen aufgrund von Neueröffnungen und Maßnahmen bzgl. der Flächenproduktivität einen positiven Einfluss auf den Umsatz.

„Wir tragen mit unserer neuen Einschätzung des Ausblicks der Entwicklung der Textilbranche Rechnung und berücksichtigen das veränderte Umfeld auch im Rahmen der Fortführung unserer Strategie“, so Heinz Hackl. „Natürlich stellt uns das vor neue Herausforderungen, wir verfügen aber über die geeigneten Werkzeuge, um hier gezielt gegen zu steuern. Dies betrifft sowohl den Kostenbereich, als auch die Anpassung unserer Wachstumsstrategie zur Erreichung unserer Ziele. Diese lauten unverändert profitabel zu wachsen und die Innenfinanzierungskraft von René Lezard weiterhin zu stärken.“

Ab dem Folgejahr 2015/2016 sei nach wie vor ein Turnaround mit positivem Ergebnis geplant. Die Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität auf den eigenen Flächen sowie die Marketingaktionen sollen sich dann ganzjährig positiv auswirken.

Kurs des René Lezard-Mini-Bonds

Der Kurs der René Lezard-Unternehmensanleihe liegt aktuell bei 60,80 Prozent (Stand: 21.11.2014, 16 Uhr). Seit Mitte September liegt der Kurs der 15-Millionen-Euro-Anleihe meist unter der 60-Prozent-Marke. In den letzten Wochen sind leichte Aufwärtstendenzen zu erkennen.

Die Creditreform Rating AG hatte im August 2014 das Emittenten-Rating der René Lezard Mode GmbH mit der Note „BB-“ bewertet. Für das  laufende Geschäftsjahr erwartete die Rating-Agentur in seiner Begründung allerdings eine leichte Verbesserung des Ergebnisses sowie eine Stärkung der Innenfinanzierungskraft des Modeunternehmens. Ob es nach der Revidierung der Jahresprognose so kommen wird, scheint allerdings mehr als fraglich.

Interne Strukturanpassung

Auch die internen Strukturen wurden verändert, um die Unternehmensentwicklung zukünftig abzusichern. Dabei wurden die Bereiche Bereiche Design & Marketing sowie Vertrieb neu aufgestellt. Die Verantwortung für alle Vertriebskanäle liege nun bei Oliver Berger als Chief Sales Officer. Die Kollektionsentwicklung werde von nun an von Thomas Hill als Chief Brand Officer mit dem gesamten Markenauftritt verantwortet. Herr Berger und Herr Hill wurden mit Alexander Amend als Chief Financial Officer in die erweiterte Geschäftsführung berufen.

Die aktuelle Unternehmensstrategie, die insbesondere auf eine Expansion über eigene Flächen setze, habe sich laut Unternehmens aber „klar bestätigt“. Das zeige sich an neuen Standorten wie in München in den fünf Höfen oder einem Factory Store in Wolfsburg, ebenso wie auf den meisten der verkleinerten Flächen. Darüber hinaus entwickle sich der im Dezember 2013 neu aufgestellte Onlineauftritt „erfreulich“ und trage zunehmend zum Unternehmenswachstum bei.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: René Lezard Mode GmbH

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Unternehmensanleihe von RENÉ LEZARD 2012/2017

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