PROKON baut eigene Windenergieanlagen

Montag, 16. Januar 2012

Mit dem Bau eigener Windenergieanlagen (WEA) am Firmensitz in Itzehoe erweitert die PROKON Unternehmensgruppe ihre Wertschöpfungskette.

Die PROKON Unternehmensgruppe aus Itzehoe ist einer der größten Projektierer, Planer und Betreiber von Windparks in Deutschland. Heute betreibt PROKON 39 Windparks mit 269 Windenergieanlagen. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen hebt sich PROKON dadurch hervor, dass von der Planung über die Finanzierung bis zum Betrieb der Windparks alle Prozesse in Eigenregie durchgeführt werden. Um dieses bewährte Konzept weiter auszubauen, wurde bei PROKON bereits vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, eine eigene 3,0 MW Windenergieanlage zu produzieren.

Mit der Entwicklung der neuen WEA beauftragte PROKON Konstruktionsbüros, die bereits seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich im Windenergiesektor tätig sind. Zusätzlich brachte PROKON seine über 15-jährige Erfahrung beim Betrieb von Windparks mit in das Konstruktionsdesign ein. Bei einer üblichen Betriebsdauer der Windparks von 25 Jahren spielen die Aspekte Wartungsfreundlichkeit und Langlebigkeit eine bedeutende Rolle. Neben vielen Detaillösungen wurde gezielt auf eine der anfälligsten Großkomponenten verzichtet: das Getriebe. Mit der Wahl eines direktgetriebenen Permanentmagnet-Generators fiel die Entscheidung auf eine besonders wartungsarme Gesamtkonstruktion.
Anfänglich wird PROKON lediglich die sogenannte Gondel (Maschinenhaus) in Itzehoe fertigen. Obwohl der Generator und die Rotorblätter von externen Dienstleistern speziell für die Windenergieanlage entwickelt wurden, werden diese vorerst noch von Zulieferbetrieben produziert. Da PROKON über alle Produktions- und Lizenzrechte verfügt, besteht die Möglichkeit, diese Bauteile zukünftig ebenfalls in Itzehoe zu fertigen. Der Zusammenbau der Großkomponenten zu einer funktionsfähigen WEA erfolgt, wie sonst auch üblich, erst unmittelbar im Windpark.

Mittlerweile wurden die Konstruktionsarbeiten für die WEA abgeschlossen sowie die notwendigen Komponenten bestellt. Mit dem Erwerb eines über 30.000 m2 großen Produktionsgeländes in Itzehoe wurde der erste Schritt zur Serienfertigung getan. Noch in diesem Winter wird mit der Errichtung der Fertigungshalle begonnen, damit bereits Anfang 2013 die Serienproduktion gestartet werden kann.

Während im Jahr 2013 noch mit einer Produktionsmenge von 10 Anlagen gerechnet wird, soll die Fertigung bis zum Jahr 2016 sukzessive auf 100 Anlagen gesteigert werden. Die vorläufige Endausbaustufe sieht eine Herstellung von 200 Einheiten pro Jahr vor. Grundsätzlich können dabei auch Anlagen mit deutlich größerer Leistung gefertigt werden.
Unabhängig davon werden schon in der zweiten Hälfte 2012 die ersten beiden Prototypen der 3,0 MW Anlagen in einer angemieteten Halle gefertigt und in der Nähe von Itzehoe errichtet.

Mit Anlaufen der Serienproduktion werden die PROKON-Windenergieanlagen ausschließlich in den eigenen geplanten Windparks zum Einsatz kommen, um die Vorteile zu nutzen, die sich aus der Wartungsfreundlichkeit der Anlagen über die Gesamtlebensdauer der Windparks ergeben. Als weiterer Wettbewerber auf dem Markt der Windenergieanlagen-Hersteller wird PROKON somit nicht auftreten.

Als Entwickler von Windparkprojekten verfügt PROKON über eine Projektpipeline von mehreren tausend MW und hat sich so schon heute für seine neuen Windenergieanlagen den Zugang zu einem Absatzmarkt in Milliardenhöhe gesichert.
PROKON geht davon aus, dass bis zum Jahr 2017 in diesem Bereich mindestens 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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