PNE WIND AG: Investitionen belasten Halbjahresergebnis – Auslandsprojekte nehmen zu – Anleihe notiert bei 104 Prozent

Donnerstag, 10. August 2017


Halbjahreszahlen – Windenergiespezialist PNE WIND befindet sich nach eigenen Angaben nach dem ersten Halbjahr 2017 im Plan und hat wichtige Fortschritte bei Windparkprojekten im In- und Ausland erzielt. So konnten
sowohl an Land als auch auf See PNE-Projekte vorangetrieben werden. Allerdings wirken sich die damit verbundenen Aufwendungen und Investitionen belastend auf das Halbjahresergebnis aus, was zu einem Betriebsergebnis (EBIT) von minus 5,0 Millionen Euro führt. Dennoch rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit einem positiven Konzern-EBIT zwischen 0 und 15 Millionen Euro.

„PNE WIND entwickelt sich nach Plan. Im ersten Halbjahr 2017 konnten wir bei Windparkprojekten an Land und auf See wichtige Fortschritte und Verkaufserfolge erzielen. Das Ausland spielt dabei eine zunehmend wichtigere Rolle“, so Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender der PNE WIND-Gruppe. „In den kommenden Monaten planen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und die unserer Projekte weiter zu stärken. Zusätzlich gilt es, neue Zukunftsmärkte in Wachstumsregionen zu erschließen.“

ANLEIHE CHECK: Die PNE WIND-Anleihe 2013/2018 (WKN: A1R074) wird jährlich mit 8,00 Prozent verzinst und hat ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro. Die Anleihe läuft noch bis Juni 2018 und notiert aktuell bei 104 Prozent (10.08.2017).

Finanzkennzahlen

Im ersten Halbjahr 2017 wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 39,5 Millionen Euro (im Vorjahr: 44,8 Millionen Euro), eine Gesamtleistung von 50,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 61,1 Millionen Euro), ein Betriebsergebnis (EBIT) von minus 5,0 Millionen Euro (im Vorjahr: minus 1,4 Millionen Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von minus 0,08 Euro (im Vorjahr: minus 0,10 Euro) auf. Die Eigenkapitalquote ist hingegen auf 52,59 Prozent (Vorjahr: 31,71 Prozent) gestiegen und die Liquidität der PNE WIND Gruppe liegt zum 30. Juni 2017 bei 122,1 Millionen Euro.

Hinweis: Durch die Investitionen werden Werte geschaffen, die erst später ergebniswirksam werden.

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Ausblick

Die Perspektiven für das zweite Halbjahr 2017 sind nach Angaben des Unternehmens „positiv und liegen im Rahmen der Planung“. Neben den Ergebnisbeiträgen aus der Projektierung und Realisierung der Windparks im In- und Ausland erwartet PNE WIND im dritten Quartal 2017 einen Ergebnisbeitrag aus einer Bonuszahlung für Leistungen im Zusammenhang mit dem Ende 2016 verkauften Windparkportfolio. Dieser wird sich voraussichtlich auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen.

Für das Gesamtjahr 2017 bestätigt der Vorstand den Ausblick und prognostiziert unverändert ein Konzern-EBIT im Bereich von 0 bis 15 Millionen Euro. Trotz der notwendigen Investitionen in die Zukunft erwartet das Unternehmen somit auch in diesem Jahr positive Ergebnisse.

Hinweis: Der Halbjahresfinanzbericht 2017 der PNE WIND AG steht ab heute auf der Unternehmenswebseite www.pnewind.com im Investor Relations-Bereich zur Verfügung.

Windparks an Land

Aktuell errichtet die PNE WIND-Gruppe in Deutschland und Frankreich Windparks mit rund 94 MW Nennleistung. Davon sind deutsche Windparks mit rund 43 MW für das neue europäische Windparkportfolio vorgesehen. Insgesamt sollen in dem Portfolio Kapazitäten von über 200 MW gebündelt werden. Mit der planmäßigen Fertigstellung des Repoweringprojekts „Windpark Altenbruch“ wurden die beiden letzten Windenergieanlagen für das im vergangenen Jahr veräußerte 142 MW-Projektportfolio in Betrieb genommen.

Die WKN AG erzielte zudem kurz nach Ende des Bilanzstichtages einen großen Erfolg in den USA. So verkündete die PNE WIND-Tochter im Juli den Verkauf der Projektrechte an dem 80 Megawatt-Windpark „Vivaldi Springtime“ an Pattern Development.

Offshore

Der Offshore-Bereich entwickelte sich laut PNE WIND ebenfalls erfreulich. Bereits im Januar dieses Jahres konnte das Projekt „Atlantis I“ in der Nordsee an Vattenfall veräußert werden. PNE WIND ist als Dienstleister weiterhin für das Projekt tätig und kann zukünftig von weiteren Meilensteinzahlungen profitieren. Das gilt auch für das 2012 an DONG Energy verkaufte Offshore-Projekt „Gode Wind 3“, das im ersten Quartal 2017 als einer von vier Windparks auf See in der ersten staatlichen Offshore-Auktionsrunde einen Zuschlag erhalten hat.

Anleihen Finder Redaktion.

Fotos: PNE WIND AG

Anleihen Finder Datenbank

Unternehmensanleihe der PNE WIND AG 2013/2018

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