Pentracor: Behandlungserfolge bei Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen

Mittwoch, 21. April 2021


Pressemitteilung der Pentracor GmbH:

Vielversprechende Behandlungserfolge bei Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen

  • Weltweit einzige Therapie zur CRP-Blutwäsche wird vermehrt bei COVID-19-Patienten eingesetzt
  • CRP-Blutwäsche kann auch helfen, Intensivkapazitäten zu schonen

Das Medizintechnik-Unternehmen Pentracor GmbH mit Sitz in Hennigsdorf bei Berlin (Wandelanleihe ISIN: DE000A289XB9, WKN: A289XB), im dynamisch wachsenden Healthcare-Sektor tätig, hat mit seinem CE-zertifizierten und patentgeschützten Medizinprodukt PentraSorb(R) CRP weitere vielversprechende Behandlungserfolge bei Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen erzielt. So wendet das Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe seit einigen Wochen die neue therapeutische, extrakorporale Behandlungsmethode von Pentracor bei schwerstkranken COVID-19-Patienten an und hat schon nach kurzer Zeit eine signifikante Verbesserung des klinischen Zustands der Patienten erreicht.

Bereits im Januar hatten Ärzte am Dialysezentrum Diamedikum Potsdam erstmals einen COVID-19-Patienten mit dieser speziellen Blutwäsche erfolgreich behandelt. Bei dieser Blutwäsche wird die Konzentration des C-reaktiven Proteins (CRP) verringert. Die CRP-Apherese hatte hier maßgeblich dazu beigetragen, den krankheitsbedingt kritischen Zustand des 53-jährigen Patienten zu verbessern und verhinderte eine äußerst wahrscheinliche Intensivbehandlung unter künstlicher Beatmung. Schon dieser Fall hatte reges klinisches Interesse erzeugt, zumal die Krankenhäuser in Deutschland wegen der Corona-Pandemie zunehmend überlastet sind. Seit Ende letzter Woche setzt nun auch der Klinikverbund Allgäu im Kampf gegen die oft tödlich endenden Auswirkungen der Pandemie auf das Medizinprodukt PentraSorb(R) CRP.

Pentracor CEO Ahmed Sheriff: „Nach den ersten Behandlungserfolgen sehen wir die von uns entwickelte CRP-Apherese als wertvolle Therapieoption für andere Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen. Im Idealfall würde unser Verfahren aber bereits in der frühen Erkrankungsphase vor der Beatmung angewendet, da das CRP dann keine Gelegenheit hat, Schäden an den Zellen der Patienten anzurichten.“

Die Behandlung richtet sich nicht gegen das Corona-Virus selbst, kann aber potenziell lebensgefährliche Folgen der Infektion verhindern. COVID-19-Patienten haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, auf einer Intensivstation in einer Beatmung zu landen, wenn die CRP-Konzentration rasant ansteigt. Bei vielen Erkrankungen kommt dem C-reaktiven Protein eine gefährliche Doppelrolle zu: Das Eiweiß weist als Biomarker nicht nur auf eine bestehende Entzündung hin, sondern ist auch aktiv an überschießenden Immunreaktionen beteiligt und kann dabei gesundes Gewebe nachhaltig schädigen. Das Protein und seine Funktionen sind seit einigen Jahrzehnten bekannt, zusätzliche Bedeutung bekam CRP aber im Verlauf der Corona-Pandemie, denn bei vielen COVID-19-Patienten werden erhöhte CRP-Mengen im Blut gemessen, insbesondere bei schweren Verläufen. Die CRP-Menge bzw. der rasante CRP-Anstieg prognostiziert den schweren Verlauf des COVID-19.

PentraSorb(R) als weltweit einzige Therapie zur CRP-Blutwäsche
Im Fall von Corona-Erkrankungen wie auch bei anderen Anwendungen filtert der PentraSorb(R) CRP von Pentracor das übermäßig produzierte körpereigene Eiweiß CRP extrakorporal aus dem Blut des Patienten. Diese Blutwäsche verhindert, dass das Eiweiß CRP wegen der durch das Corona-Virus angestoßenen Entzündungsreaktion im Körper vermehrt auftritt und Organe mittelbar langfristig schädigt. Ahmed Sheriff: „Nicht das Virus zerstört die Lunge, sondern vielmehr die durch den viralen Infekt hervorgerufene Entzündung. Der CRP-Wert im Blut steigt dann sehr schnell an. Dieser fulminante Anstieg kann bei rechtzeitigem Einsatz unseres CRP-Adsorbers gestoppt werden.“

Die Pentracor GmbH bietet mit ihrem Medizinprodukt PentraSorb(R) CRP eine neue therapeutische, extrakorporale Behandlungsmethode. Damit werden vor allem fortschreitende innere Gewebeschäden bei Patienten nach akuten Ereignissen wie Herzinfarkt und Schlaganfall nachhaltig eingedämmt. Die diesbezüglichen Forschungen starteten 2003 im universitären Bereich. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2010. PentraSorb(R) CRP ist CE-zertifiziert, patentgeschützt und wird von allen Krankenkassen in Deutschland erstattet. Ahmed Sheriff: „PentraSorb(R) CRP birgt für alle Beteiligten nachhaltige Vorteile: für Patienten, deren Leben gerettet oder bei denen Teilinsuffizienzen von Organen eingedämmt werden können. Ebenso profitieren die behandelnden Ärzte, Krankenhäuser oder Ambulanzen und das Gesundheitswesen, da chronischen Organinsuffizienzen, die kontinuierlich mit sehr viel Aufwand nachbehandelt werden müssen, vorgebeugt werden kann. Im Fall von COVID-19 könnten die Krankenhäuser deutlich entlastet werden. Die Patienten hätten überdies nicht oder in deutlich geringerem Maße mit Folgeschäden zu kämpfen. Zudem würden sich die Todesfälle sehr wahrscheinlich reduzieren.“

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im wachsenden Gesundheitsmarkt
PentraSorb(R) CRP unterliegt keinen Anwendungseinschränkungen für spezifische Krankheitsbilder, wie es hingegen bei Medikamenten für jedes einzelne Anwendungsgebiet unabdingbar ist. Die CRP-Apherese kann beispielsweise auch bei Schlaganfallpatienten und rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz kommen. In der EU ist der Blutwäsche-Filter patentgeschützt. Er gelangt außerhalb des Körpers in der Kombination mit konventionellen dialyseartigen-Systemen zur Anwendung. Er filtert in den angezeigten Fällen das schädliche sogenannte C-Reaktive Protein (CRP) aus dem Blutplasma. Weitere flankierende Patente in den relevanten Märkten in den Vereinigten Staaten von Amerika und Asien wurden erteilt. Seit November 2014 ist PentraSorb(R) CRP vollständig als CE-zertifiziertes Medizinprodukt zugelassen. Es wird seit 2018 von allen Krankenkassen in Deutschland erstattet und ist seitdem im Einsatz.

Pentracor GmbH

Foto: Pentracor GmbH

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