Penell GmbH bittet Anleihe-Gläubiger um mehr Zeit für Aufklärung – Kanzlei CMS Hasche Sigle soll Licht ins Dunkel bringen – Falsche Berechnung von Besicherungen immer noch nicht aufgeklärt – Sanierungskonzept noch nicht fertig

Montag, 12. Januar 2015


Die Penell GmbH braucht mehr Zeit für Aufarbeitung der falschberechneten Sicherheiten für die Penell-Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A11QQ82). Jetzt bittet das Unternehmen ihre Anleihegläubiger um eine Fristverlängerung bis zum 28. Februar 2015. Bis dahin sollen der gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger, die One Square Advisory Services GmbH, mit der Gesellschaft und den Gesellschaftern endlich einen Vorschlag für ein tragfähiges Nachbesicherungskonzept vorlegen.

Laut Penell werde intensiv an dem Nachbesicherungskonzept gearbeitet, das allerdings einer Fristverlängerung bis zum 28. Februar 2015 bedürfe. Die Unternehmerfamilie Penell hat angekündigt, im Rahmen dieses Nachbesicherungskonzeptes einen „signifikanten Beitrag“ zu leisten, teilte das Unternehmen mit. Basis des Nachbesicherungskonzept sei ein Sanierungskonzept, das zurzeit durch den Treuhänder, die MSW GmbH Berlin, angefertigt würde. Das Sanierungskonzept nach IDW S6 inkl. Liquidationswertanalyse soll Ende Januar fertig werden.

Abstimmung der Anleihegläubiger

Über die von Penell gewünschte Fristverlängerung sollen die Anleihegläubiger zwischen dem 02. und 04. Februar abstimmen:

Ursprünglich sollte eine Gläubigerversammlung in diesem Monat – Januar 2015 – stattfinden. Penell bittet nun allerdings alle Anleihegläubiger zu einer Abstimmung ohne Versammlung. Dazu soll die Einladung am Mittwoch, den 14. Januar 2015 im Bundesanzeiger und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht werden. Die Abstimmung ohne Verammlung soll dann vom 2. Februar 2015 bis 4. Februar 2015 stattfinden, informiert Penell.

Unterdessen habe Penell die Kanzlei CMS Hasche Sigle für die juristische Aufklärung engagiert. Zurzeit würden die operativen Handlungen des Unternehmens, die Umstände der Emission sowie die nicht dem Prospekt entsprechende Besicherung der Anleihe detailliert untersucht werden, berichtet das Unternehmen.

Lagerwert bei 2,5 Millionen Euro

Nach Auswertung einer Zwischeninventur, die von dem Treuhänder durchgeführt wurde, lag der Wert des gesamten Warenlagers inklusive der Kupferbestände zuletzt bei rund 2,5 Millionen Euro, nachdem der Lagerwert im Emissions-Prospekt noch mit 9,0 Millionen Euro beziffert wurde.

Bei einer Unterschreitung des Schwellenwertes von 6,25 Millionen Euro, der in diesem Fall deutlich unterschritten wurde, ist die Gesellschaft gemäß Wertpapierprospekt zur Nachbesicherung verpflichtet.

Die Ratingagentur FERI EuroRating Services AG hatte nach Bekanntwerden des schweren Managementfehlers die Ratingnote der Penell-Anleihe von „B+“ auf „CC“ herabgestuft. Zudem wurde der Penell-Minibond von den Feri-Analysten auf die Überwachungsliste gesetzt.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Justus Blümer / flickr

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