Neues von Zamek: Insolvente Zamek-Töchter von Frankfurter Investment-Unternehmen gekauft – Produktionsstandorte bleiben erhalten – Einigung über Betriebsimmobilie

Mittwoch, 3. Dezember 2014


Das Frankfurter Investment-Unternehmen Dricon Capital wird die drei operativen Töchter der insolventen Zamek-Gruppe erwerben. Der Kaufpreis soll im unteren zweistelligen Millionenbereich liegen. Das berichtet
RP online.

Bei den Zamek-Tochterfirmen handelt es sich um die Suppen- und Würze-Produzenten Zamek Nahrungsmittel in Dresden und Zamek Nahrungsmittel in Düsseldorf sowie die Vertriebsgesellschaft Dr. Lange.

Dem Bericht zu Folge werde Dricon sowohl die Produktion in Dresden als auch den Produktionsstandort in Düsseldorf weiterführen. Durch die übertragende Sanierung solle zudem die Restrukturierung fortgesetzt werden. Bis zum Abschluss des Verkaufs im Januar 2015 bleibe die Leitung der Geschäfte der operativen Zamek-Töchter bei dem bisherigen Geschäftsführer Wolf von der Fecht.

Die neuen Investoren wollen sich auf die Zamek-Kernprodukte konzentrieren und sich auf die Produktion von Klassikern wie Brühwürfeln, gekörnter Brühe oder Salatfix beschränken. Zielkunden sollen wieder Supermärkte und die großen Discounter werden, so RP online. Lange galt das Schweizer Lebensmittelunternehmen Hügli als Favorit bei einer möglichen Übernahme.

Einigung über Betriebsimmobilie

Die Günther Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG befindet sich seit dem 25.02.2014 im vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. In dem Insolvenzverfahren war das Düsseldorfer Betriebsgrundstück zuletzt der große Streitpunkt. Der Insolvenzverwalter und die Sanierer der einzelnen Gesellschaften einigten sich in der vergangenen Woche auf einen Kompromiss, den das Unternehmen in einer Adhoc-Meldung mitteilte.

Demnach gehe die Betriebsimmobilie zurück an die Tochter Zamek Nahrungsmittel GmbH & Co. KG und die Produktion kann am bisherigen Standort fortgeführt werden. Den Anleihegläubigern der Zamek-Holding werde eine Quote ausgezahlt. Die Gläubigerausschüsse hatten dem Abschluss der Vereinbarung zugestimmt. Unklar bleibt, wie viel die Gläubiger der Zamek-Anleihe zurückbekommen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte berichtet, es bestehe eine Chance auf eine Quote von 20 Prozent.

Zamek-Anleihe

Im Mai 2012 hatte der Suppenhersteller eine Unternehmensanleihe im Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro begeben. Neun Monate später wurde die Anleihe um weitere zehn Millionen Euro aufgestockt. Die Anleihe ist mit einem jährlichen Zinskupon von 7,75 Prozent ausgestattet.

Im Februar 2014 folgte dann die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für die Günther Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft sowie deren drei Töchterfirmen.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Günther Zamek Produktions- und Handelsgesellschaft mbH & Co. KG

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Anleihe der Günther Zamek GmbH & Co. KG 2012/2017

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