MS Industrie erwirtschaftet EBITDA von 4,0 Mio. Euro in 2025
Mitteilung der MS Industrie AG:
MS Industrie AG übernimmt Betriebsimmobilie in Trossingen und kommuniziert Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025 sowie zur aktuellen Geschäftslage mit Ausblick für 2026
– Übernahme der Betriebsimmobilie in Trossingen mit positiven Auswirkungen auf GuV und Bilanz
– Vorläufige Eckdaten für 2025 geprägt durch Anlaufkosten USA und Bewertungseffekte zum Stichtag
– Gute Auftragslage und erwartetes Umsatzwachstum in 2026 mit rund +7%
– Gesellschaftsrechtliche Verschlankungen im Konzern zum 01.01.2026
Immobilie Trossingen
Die MS Industrie Gruppe übernimmt mit ihrer Tochter MS XTEC GmbH deren Betriebsimmobilie am Standort Trossingen vorzeitig aus einer im Jahr 2015 gemeinsam mit der CommerzReal AG sowie der Commerzbank AG und der Kreissparkasse Tuttlingen aufgesetzten und finanzierten Immobilien-Leasing-Struktur. Die Objektgesellschaft war damals im Zuge der Errichtung des Gebäudes mit Herstellungskosten von insgesamt rund € 28 Mio. und einer Produktionsfläche von aktuell rund 22.600 qm gegründet worden und wird nun zum 31.03.2026 zu 100% in den Konsolidierungskreis der MS Industrie AG aufgenommen.
Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind: Durch den Entfall der Leasingaufwendungen verbessert sich das EBITDA um rund € +2,6 Mio. pro Jahr, das EBIT um rund € +1,7 Mio. pro Jahr sowie das EBT um rund € +0,6 pro Jahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wirken diese Effekte nur zeitanteilig für die drei Quartale von April bis Dezember; ab dem Geschäftsjahr 2027 wirken die positiven Effekte zur Gänze.
Auf die Konzern-Bilanz wirkt sich die Transaktion per Ende März 2026 wie folgt aus: Auf der Aktivseite erhöht sich das Anlagevermögen um den Immobilienbuchwert von rund € +20 Mio. und auf der Passivseite erhöhen sich die langfristigen Bankverbindlichkeiten um rund € +17 Mio. – mit entsprechender Wirkung auf die Bilanzsumme.
„Die vorzeitige Übernahme der hochmodernen Betriebsimmobilie in Trossingen zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Industriegruppe“, so Dr. Andreas Aufschnaiter, Vorstand der MS Industrie AG.
Vorläufige, noch ungeprüfte Eckdaten für 2025
Die MS Industrie Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2025 erwartungsgemäß einen konsolidierten Umsatz von rund € 145 Mio. und lag damit um +3% leicht über dem bereinigten Vorjahreswert aus fortgeführten Geschäftsbereichen (Vj. € 140 Mio.). Das operative EBITDA belief sich nach einem schwächeren 4. Quartal auf rund € 6,2 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio. bereinigt, aus fortgeführten Geschäftsbereichen). Das Gesamt-EBITDA inkl. Anlaufkosten für den Standort Charlotte/USA (rund € -1,7 Mio.) und nicht operativ bedingten Wechselkurseffekten bezogen auf eine Steuerforderung in den USA (rund € -0,5 Mio.) betrug rund € 4,0 Mio.
Das erwartete Konzernjahresergebnis vor Steuern (EBT), welches zusätzlich zu den vorgenannten Effekten auch stichtagsbezogene Wertanpassungen von Minderheitsbeteiligungen in Höhe von insgesamt € -1,3 Mio. beinhaltet, fällt mit rund € -5,4 Mio. leider noch negativ aus (Vj. € -6,4 Mio.).
Der vollständige und geprüfte Konzernabschluss 2025 wird plangemäß bis spätestens zum 30.04.2026 veröffentlicht werden.
Aktuelle Auftragslage und Umsatzausblick 2026
Die Auftragsbestände der operativen MS XTEC GmbH liegen für die kommenden sechs Monate aktuell bei knapp € 80 Mio. und untermauern den für das gesamte Geschäftsjahr vom Vorstand erwarteten Umsatz in Höhe von rund € 155 Mio., was einem organischen Wachstum von rund +7% im Jahr 2026 entsprechen würde. Die Steigerung inkludiert das erwartete Hochlaufen des Umsatzes am Standort Charlotte/USA mit Komponenten für Stromversorgungsanlagen insbesondere für große KI-Rechenzentren auf rund € 5 Mio. bis Dezember 2026.
„Wir können mit einem gesunden Optimismus auf das Jahr 2026 schauen. Dennoch muss der aktuelle Ausblick vorsichtshalber in den Kontext möglicher Auswirkungen des Nahost-Krieges auf die Weltwirtschaft und deren Lieferketten gestellt werden“, so Armin Distel, Vorstand der MS Industrie AG.
Gesellschaftsrechtliche Verschlankungen
Die beiden nicht mehr operativen Konzerneinheiten „MS PowerTec GmbH“ (ehemals Standort Zittau) sowie „MS Industrie Verwaltungs GmbH“ werden mit Wirkung zum 01.01.2026 rückwirkend auf die MS XTEC GmbH, Trossingen verschmolzen. Damit reduziert sich die Komplexität in der MS Industrie Gruppe deutlich, gefolgt von geringeren Verwaltungskosten für Buchhaltung, Jahresabschlüsse etc.
Aus der Verschmelzung der MS PowerTec GmbH wird im Einzelabschluss der MS XTEC GmbH ein einmaliger Verschmelzungsgewinn von rund € +3 Mio. resultieren. Dies hat keine Auswirkungen in der Konzernbilanz, wird sich über den Ergebnisabführungsvertrag der MS XTEC GmbH jedoch letztlich positiv im Einzelabschluss 2026 der Konzernobergesellschaft MS Industrie AG auswirken.
Zur Veranschaulichung wird auf die aktualisierte gesellschaftsrechtliche Struktur auf der Homepage der MS Industrie AG unter dem Link https://www.ms-industrie.de/rechtliche-struktur/ verwiesen.
MS Industrie AG
Foto: pixabay.com (Symbolbild)
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