MS „Deutschland“: Traumschiff dient offenbar nicht als Sicherheit für Anleihe – Tag der Entscheidung: Wer wird neuer Besitzer der MS „Deutschland“ – Alteigner Callista wohl aus dem Rennen

Mittwoch, 26. November 2014


Die „Traumschiff“-Anleihe der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft mbh ist offenbar nicht mit dem Traumschiff besichert. Das berichtet die WirtschaftsWoche online und beruft sich auf Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Anders als bisher angenommen, diene die MS „Deutschland“ wohl nicht als Sicherheit für die Anleihe, die ein Gesamtvolumen von rund 50 Millionen Euro hat. Offenbar gebe es zwei Gutachten, die belegen, dass das Schiff nicht wirksam als Sicherheit bestellt wurde.

„Uns liegen zwei Gutachten vor, die bestätigen, dass das Schiff nicht wirksam als Sicherheit bestellt worden ist“ wird Reinhold Schmid-Sperber, der vorläufige Insolvenzverwalter der MS „Deutschland“, in der WirschaftsWoche zitiert.

Die „Traumschiff“-Anleihe wurde überwiegend zur Tilgung alter Schulden genutzt und ist offenbar nicht besichert. Das ist eine erneute Hiobsbotschaft für die Anleihegläubiger, die weiterhin finanzielle Verluste befürchten müssen. Ob die Prospektangaben der Anleihe unvollständig bzw. nicht wahrheitsgemäß waren, muss noch geprüft werden. In einem solchen Fall hätten die Anleihegläubiger einen Anspruch auf Schadensersatz.

Verkauf des MS „Deutschland“ steht bevor

Der Verkauf der MS „Deutschland“ geht indes in die entscheidende Phase. Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber habe mit vier Interessenten konkrete Verhandlungen aufgenommen. Der Alteigner Callista Private Equity sei nicht darunter und habe aufgrund eines zu geringen Angebots bereits eine Absage erhalten, berichtet das Manager Magazin online.

Tag der Entscheidung

Die vier Interessenten hätten bis heute, Mittwoch, den 26.11.2014 Zeit, verbindliche Offerten einzureichen. Und die Zeit drängt, denn die MS „Deutschland“ soll am 18. Dezember auf Weltreise gehen und muss vorher noch in einer spanischen Werft komplett „durch gecheckt“ werden. Dafür fehlte bisher jedoch noch das Geld. Die Kosten für die Schiffs-Überprüfung im einstelligen Millionenbereich müsste bereits vom neuen Schiffseigner bezahlt werden.

Die Anleihegläubiger, die 50 Millionen Euro in das Schiff investiert haben, müssen sich mit dem Verkaufserlös des Schiffes begnügen, den der Insolvenzverwalter erzielen kann.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: MS “Deutschland” Beteiligungsgesellschaft mbH

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Unternehmensanleihe der MS “Deutschland” Beteiligungsgesellschaft mbH 2012/2017

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