Homann Holzwerkstoffe GmbH: Creditreform bestätigt Ratingnote von „BB-“ – Ausblick stabil

Montag, 2. November 2020


Rating – die Ratingagentur Creditreform bewertet die Homann Holzwerkstoffe GmbH weiterhin mit der Note „BB-„. Der Ausblick ist stabil. Die Ratingagentur hebt neben der verbesserten Ertrags- und Innenfinanzierungskraft auch die gute Liquiditätslage und die vergleichsweise hohe Stabilität in der aktuellen Coronakrise hervor. Nach den Umsatzeinbußen während der Lockdown-Monate April und Mai ist es Homann gelungen, seine Produktion wieder hochzufahren und durch Aufholeffekte in den Folgemonaten überplanmäßige Umsätze und Erträge zu generieren.

ANLEIHE CHECK: Die im Juni 2017 begebene Homann-Anleihe 2017/22 (WKN A2E4NW) mit Laufzeit bis 14.06.2022 verfügt über einen Zinskupon von 5,25% p.a. (Zinstermin jährlich am 14.06.). Bei der Emission wurden 50 Mio. Euro platziert, Anfang September 2017 wurde die Anleihe um 10 Mio. Euro auf 60 Mio. Euro aufgestockt. Die Anleihe notiert aktuell knapp über pari (Stand: 02.11.2020).

Entwicklung „zufriedenstellend“

Unter den außerordentlichen Rahmenbedingungen in der Coronakrise sehen die Ratinganalysten die Entwicklung auf Basis der Halbjahreszahlen als „zufriedenstellend“ an, was durch die Cashflow- und Liquiditätskennziffern sowie die auch zuletzt nachgewiesene Fähigkeit, Finanzmittel durch Außenfinanzierung bereitstellen zu können, flankiert wird.

Mit der Umsetzung einer neuen Produktionsstätte bei Vilnius in Litauen, sei laut Creditreform kurz- bis mittelfristig mit einem erheblichen Anstieg der absoluten Verschuldung, bei zeitweise nachlassender, investitionsbedingter Ergebnisqualität zu rechnen. Nach derzeitigem Zeitplan soll das Werk im Laufe des Jahres 2022 in Betrieb gehen. Zusammen mit der sich aktuell wieder zuspitzenden pandemischen Lage in Deutschland und Europa, wirkt sich dies zunächst begrenzend auf die Ratingeinschätzung aus. Der einjährige Ausblick für das Rating ist stabil und reflektiert die Erwartung der Analysten, dass der HHW-Konzern seine Ergebniskraft des Vorjahres auch in 2020 in etwa bestätigen kann. Die Verschuldung werde zwar wieder anwachsen, wobei dieser Effekt durch eine sich derzeit abzeichnende solide Ergebnis- und Innenfinanzierungskraft sowie die Liquidität abgemildert werde.

9-Monatszahlen

In den ersten neun Monaten lag der Umsatz der Homann Holzwerkstoffe-Gruppe mit 191 Mio. Euro zwar um 8 % unter dem Vorjahresniveau, das operative EBITDA blieb jedoch mit 35 Mio. Euro auf dem Niveau des starken Vorjahres. Im August konnte Homann Holzwerkstoffe zudem ein KfW-Darlehen in Höhe von 65 Mio. Euro zu sehr guten Konditionen abschließen, was auch aus Sicht der Ratingagentur als „sinnvolle liquiditätssichernde Maßnahme“ eingestuft wird.

Insgesamt schaffen die in den letzten Jahren deutlich gesteigerte Ertragskraft und Cashflowfähigkeit sowie das solide Finanzprofil mit einem deutlich verringerten Leverage (Nettoschulden/EBITDA von 2,4x) Spielraum für die weitere Expansion in Europa.

„Exzellente Basis, um die sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten in Osteuropa zu nutzen“

„Die Bestätigung des Ratingurteils und Anhebung des Ausblicks auf ,stabil‘ machen deutlich, dass wir durch die gezielten Erweiterungsinvestitionen der letzten Jahre und die dadurch gesteigerte Ertrags- und Cashflowbasis ein Finanzprofil mit grundsoliden Kennzahlen erreicht haben, das uns wetterfest für Krisen macht. Unsere guten Q3-Zahlen mit Ergebnissen auf dem Niveau unseres starken Vorjahres zeigen das eindrucksvoll. Das ist eine exzellente Basis, um die sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten in Osteuropa zu nutzen“, sagt Fritz Homann, Geschäftsführer der Homann Holzwerkstoffe GmbH.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

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Unternehmensanleihe der Homann Holzwerkstoffe GmbH 2017/2022

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