HÖRMANN Industries GmbH erwirtschaftet Gewinn von 9,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021

Mittwoch, 1. September 2021


Finale Halbjahreszahlen – die HÖRMANN Industries GmbH hat das erste Halbjahr 2021 mit einem Konzernüberschuss von 9,0 Mio. Euro abgeschlossen, nach einem Verlust von 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Berichtszeitraum deutlich auf 19,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 13,8 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Der Umsatz der HÖRMANN-Gruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 62,1 Mio. Euro auf 296,3 Mio. Euro, wovon rund 15 Mio. Euro auf ergebnisneutrale Materialpreiseffekte zurückzuführen sind.

Die Umsatzsteigerung resultierte überproportional aus den Geschäftsbereichen Automotive und Communication, wohingegen die Bereiche Engineering und Services aufgrund der spätzyklischen Folgen der COVID-19-Pandemie und der im Krisenjahr 2020 zeitlich verschobenen Auftragsvergaben den Umsatz noch nicht realisieren konnten.

„Wir sind mit der Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 sehr zufrieden. Während die Geschäftsbereiche Engineering und Services noch die Folgen der Rezession in 2020 zu spüren bekommen haben, konnten wir uns in unseren Bereichen Automotive und Communication über eine sehr hohe Kundennachfrage freuen. Und auch wenn niemand sagen kann, welche Auswirkungen die COVID-19-Pandemie noch haben wird, blicken wir optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, das wir auf Konzernebene voraussichtlich auf Vorkrisenniveau abschließen werden,“ sagt Dr. Michael Radke, CEO der HÖRMANN Industries GmbH.

Hinweis: Der Halbjahresbericht 2021 ist hier abrufbar.

Prognose für Gesamtjahr angehoben

Wie schon mitgeteilt, hat die HÖRMANN Industries GmbH ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021 angehoben. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung erwartet die HÖRMANN Gruppe nunmehr einen Gesamtumsatz von 600 Mio. Euro bis 620 Mio. Euro (ursprüngliche Prognose 2021: 540 Mio. Euro bis 560 Mio. Euro; 2020: 521,5 Mio. Euro). Für das operative Geschäft wird ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Bandbreite von 26 Mio. Euro bis 28 Mio. Euro prognostiziert (ursprüngliche Prognose 2021: 20 Mio. Euro; 2020: 12,6 Mio. Euro).

ANLEIHE CHECK: Die im Juni 2019 begebene Anleihe 2019/24 der HÖRMANN Industries GmbH (ISIN: NO0010851728) ist mit einem Zinskupon von 4,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 06.06.) ausgestattet und hat eine Laufzeit bis zum 06.06.2024. Die Anleihe ist im maximalen Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert. Die Anleihe notiert derzeit an der Börse Frankfurt bei rd. 106% (Stand: 10.08.2021).

Entwicklung einzelne Geschäftsbereiche in H1 – 2021

Im Bereich Automotive erhöhte sich der Umsatz aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage in den Produktsegmenten Lkw und Landmaschinen im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 118,5 Mio. Euro um 62,7 Mio. Euro auf 181,2 Mio. Euro. Der positiven Nachfrageentwicklung stand jedoch die Verknappung der Materialverfügbarkeit gegenüber, die zu massiv erhöhten Material- und Personalkosten für die Sicherstellung der Lieferfähigkeit führte und das Halbjahresergebnis deutlich belastet hat. Zudem muss im Vorjahresvergleich berücksichtigt werden, dass im Geschäftsbereich Automotive im Vorjahreszeitraum aufgrund großflächiger Stilllegungen der Produktionskapazitäten in der Automobilindustrie die Produktion in den deutschen Werken unterbrochen war.

Der Bereich Communication profitierte laut HÖRMANN von den staatlichen Konjunkturmaßnahmen und den zusätzlichen Investitionen in den Ausbau der europäischen Leit- und Sicherungstechnik für die Bahn sowie der effizienteren Gestaltung der Netzinfrastruktur zur Digitalisierung im Schienenverkehr („Digitale Schiene Deutschland“) und wies mit einem Umsatz von 76,6 Mio. Euro (Vorjahr: 64,9 Mio. Euro) ein Umsatzwachstum von 11,7 Mio. Euro gegenüber Vorjahr aus.

Mit Umsatzerlösen von 31,8 Mio. Euro lag der Bereich Engineering erwartungsgemäß deutlich unter dem Umsatz der Vorjahresperiode (41,4 Mio. Euro). Ursächlich hierfür war eine stark verzögerte Auftragsvergabe in 2020 in Folge der großen Unsicherheit in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Hingegen deutet der hohe Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2021 (83,1 Mio. Euro) darauf hin, dass der Bereich mittelfristig wieder an sein hohes Wachstum anknüpfen wird.

Der Geschäftsbereich Services steuerte 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio. Euro) zum Konzernumsatz bei und war im ersten Halbjahr 2021 ebenfalls von der anhaltend zögerlichen Auftragsvergabe sowie von bestehenden Reisebeschränkungen stark belastet. Ziel ist es, mit der Kompetenz im Bereich Automatisierung und Wartung Kunden aus dem Non-Automotive Bereich zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurden Anfang Januar 2021 der Unternehmensbereich Automation von der SAV GmbH in Mittweida sowie mit Wirkung zum 1. November 2021 der Betrieb SOLution-TEC GmbH in Wolfenbüttel übernommen.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: HÖRMANN Industries GmbH

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Unternehmensanleihe der Hörmann Finance GmbH 2013/18 (getilgt)

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