Hemdenhersteller ETERNA wächst in 2019 erneut profitabel – Corona-Auswirkungen spürbar

Mittwoch, 22. April 2020


Die ETERNA Mode Holding GmbH wächst in 2019 erneut profitabel und hat nach testierten Zahlen das EBITDA im Geschäftsjahr 2019 um 5,4% auf 13,1 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 12,4 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge erhöhte sich dabei auf 12,2% (Vorjahr: 11,8%). Der Umsatz kann dabei im Vorjahresvergleich leicht um 0,8% auf 106,0 Mio. Euro (Vorjahr: 105,1 Mio. €) gesteigert werden, was im Wesentlichen durch das Inlandsgeschäft bedingt ist.

Das Konzernergebnis verbesserte sich in der vergangenen Periode um 0,7 Mio. Euro und lag bei minus 1,6 Mio. Euro. Dieses ist durch die planmäßige, aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 6,4 Mio. € geprägt. Bis Mitte 2021 wird der Firmenwert abgeschrieben sein. Bereinigt um die planmäßige Firmenwertabschreibung liegt das Konzernergebnis mit 4,8 Mio. € deutlich im positiven Bereich.

Die Ergebnisverbesserung resultiere laut ETERNA aus dem deutlichen profitablen Wachstum der eigenkontrollierten Flächen sowie höheren erzielten Verkaufspreisen. Daneben haben sich das verbesserte Warenmanagement, niedrigere Abschriften und der höhere Umsatzbeitrag der Premiumlinie positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

„Richtige Antworten auf veränderte Kundenbedürfnisse“

„ETERNA konnte sechs Jahre in Folge den Umsatz und das operative Ergebnis steigern. Dies zeigt, dass wir bei den wichtigen strategischen Themen kontinuierlich Fortschritte erzielen. Das Jahr 2019 hat uns einmal mehr bestätigt, dass wir auf die veränderten Kundenbedürfnisse die richtigen Antworten haben und sie mit überzeugenden Kollektionen, nicht zuletzt bei Premium und Slim Fit, erfolgreich bedienen. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie werden wir weiter die verschiedenen Absatzkanäle gezielt nutzen, um höhere Verkaufspreise zu erzielen und unsere Margen im Handel zu verbessern. An dieser Strategie werden wir auch angesichts der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie, die sogar gesunde Unternehmen vor ernsthafte Herausforderungen stellt, weiter festhalten“, sagt Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der ETERNA Mode Holding GmbH.

Weitere Finanzkennzahlen

Die liquiden Mittelin Höhe von 11,3 Mio. Euro per 31. Dezember 2019 lagen um 5,7 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 17,0 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist wesentlich durch die Tilgungsleistung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 8,0 Mio. Euro bedingt, die planmäßig im Juni 2019 durchgeführt wurde. Somit konnte ETERNA im Vergleich zum 31. Dezember 2018 die Nettoverschuldung um 2,6 Mio. Euro (-6,4%) auf 38,3 Mio. Euro reduzieren. Zugleich ist es ETERNA gelungen, im Zeitraum von Januar 2013 bis Dezember 2019 durch eine starke Cash Conversion die Nettoverschuldung deutlich um insgesamt 19,8 Mio. Euro (-34,1%) zu reduzieren. Dies belegt die kontinuierliche Schuldendienstfähigkeit von ETERNA.

INFO: Der vollständige Geschäftsbericht 2019 sowie ein Financial Factsheet sind auf der Unternehmenswebsite http://unternehmen.eterna.de im Bereich „Anleihe“ zum Download verfügbar.

Folgen der Corona-Pandemie

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie musste ETERNA die eigenen Retail-Stores in den einzelnen Märkten zunächst schließen. Seit dem 20. April 2020 werden die Stores in Abhängigkeit von den lokalen Vorgaben und unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder sukzessive geöffnet.

Insgesamt ist für das erste Quartal 2020 mit einem signifikanten Umsatz- und Ergebnisrückgang zu rechnen. Henning Gerbaulet erklärt: „Die ursprüngliche Prognose eines leichten Umsatz- und Ergebniswachstums im einstelligen Prozentbereich, die noch im testierten Jahresabschluss 2019 getroffen wurde, ist durch die Ausbreitung von COVID-19 hinfällig geworden. Angesichts der dynamischen Krisenentwicklung und den damit verbundenen weitreichenden Einschränkungen sind die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Geschäft von ETERNA zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bezifferbar. Aus diesem Grund sieht die Geschäftsführung von ETERNA zunächst von einer neuen Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 ab, bis wieder mehr Visibilität besteht und valide Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung möglich sind.“

ETERNA-Anleihe notiert wieder bei 97%

ANLEIHE CHECK: Die im März 2017 emittierte Anleihe der ETERNA Mode Holding GmbH (WKN A2E4XE) mit einem Volumen von 25 Mio. Euro ist mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. (Zinstermin jährlich am 03.03.) und einer Laufzeit bis zum 03.03.2022 ausgestattet. Zu Beginn der Corona-Krise fiel der Anleihe-Kurs kurzzeitig auf 70%, erholte sich in den letzten Wochen aber wieder und notiert aktuell bei 97% (Stand: 22.04.2020). Vor „Corona“ lag der der ETERNA-Minibond meist zwischen 105 und 110%

Produktion von Schutzmasken

Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat ETERNA auf die Herstellung von Mund-Nase-Masken umgestellt und liefert diese sowohl an den slowakischen Staat als auch an die deutsche Bundesregierung. Am Produktionsstandort in der Slowakei stellen momentan 500 Näher und Näherinnen anstatt Hemden und Blusen mit Hochdruck Schutzmasken her. Gleichzeitig wurden auch die anderen europäischen Betriebe für zwei Monate nahezu vollständig auf die Fertigung von Schutzmasken umgestellt, was die Herstellung weiterer 4,5 Millionen Stück ermöglicht.

„Zur Eindämmung des Coronavirus werden Schutzmasken weiter dringend in großer Stückzahl benötigt. Die Nachfrage ist riesig, so dass wir nun auch Privatpersonen verschiedene Maskenmodelle über unseren Online-Shop anbieten. Wir sind stolz, dass wir mit den Voraussetzungen bei ETERNA hier einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten können. Wir haben unsere Produktion frühzeitig umgestellt und können auf diese Weise zugleich die negativen Folgen durch COVID-19 für unser Unternehmen etwas abfedern und Überkapazitäten vermeiden“, so Henning Gerbaulet.

ETERNA wird derweil weiter mit Nachdruck daran arbeiten, die negativen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie so gering wie möglich zu halten. So hat ETERNA entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um die Kosten und das kurzfristige Betriebskapital im Unternehmen zu senken. Die Mitarbeiter im Headquarter in Passau sowie in den Retail-Stores sind seit April in Kurzarbeit. Daneben wird fortlaufend die Inanspruchnahme finanzieller Unterstützungsprogramme geprüft.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

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Unternehmensanleihe der eterna Mode Holding GmbH 2017/2022

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