Hapag-Lloyd AG verlängert mit Vorstand – Verlust in 2016 – Herausforderung in 2017

Montag, 27. März 2017


Kontinuität – der Aufsichtsrat der Hapag-Lloyd AG hat in einer  turnusmäßigen Sitzung die Vorstandsverträge von Anthony J. Firmin (COO) und Nicolás Burr (CFO) um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019 bzw. bis zum 29. Februar 2020 verlängert. Neben Anthony Firmin und Nicolás Burr gehören dem Vorstand der Hapag-Lloyd AG Rolf Habben Jansen (CEO) und Thorsten Haeser (CCO) an.

„In dieser wichtigen Phase des bevorstehenden Closings und der anschließenden Integration von UASC zählen wir auf Kontinuität in der Unternehmensführung. Deshalb freue ich mich, dass das bestehende Vorstandsteam seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen wird“, sagte Michael Behrendt, Aufsichtsratsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG.

Verlust in 2016

Hapag-Lloyd hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem EBITDA in Höhe von 607,4 Millionen Euro (Vorjahr: 831,0 Millionen Euro ) und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 126,4 Millionen Euro (Vorjahr: 366,4 Millionen Euro ) abgeschlossen. Dies geht aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht für 2016 hervor. Das Konzernergebnis betrug im vergangenen Geschäftsjahr minus 93,1 Millionen Euro (Vorjahr: 113,9 Millionen Euro).

„Wir hatten es in den ersten sechs Monaten 2016 mit einem besonders schwierigen Marktumfeld zu tun, konnten aber in der zweiten Jahreshälfte Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Auch wenn wir im Branchenvergleich 2016 vergleichsweise gut abschneiden, ist das Ergebnis unter dem Strich nicht zufriedenstellend“, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd.

INFO: Mit einem zum Vorjahr nahezu unveränderten Eigenkapital von 5,058 Milliarden Euro und einer Eigenkapitalquote von 44,6 Prozent besitzt Hapag-Lloyd eine solide Bilanzstruktur. Mit einer Liquiditätsreserve von rund 760 Millionen Euro (inkl. nicht gezogener Kreditlinien) ist das Unternehmen nach eigenen Angaben „sicher für die Zukunft finanziert“ (alles per 31. Dezember 2016).

Hinweis: Der Geschäftsbericht 2016 kann hier eingesehen werden.

Herausforderung in 2017

„Wir erwarten in 2017 eine gewisse Markterholung, aber unser Erfolg wird zum Großteil davon abhängen, ob wir nachhaltigere Frachtraten erreichen können. Langfristig sprechen die ausbleibenden Neubaubestellungen und die weiterhin hohen Abwrackzahlen für eine bessere Balance von Kapazitätsangebot und Nachfrage“, so Habben Jansen weiter.

Der Jahresauftakt 2017 war herausfordernd. „Bedingt durch Langfristverträge konnten wir bislang noch nicht voll von der positiven Entwicklung bei den Spot-Raten profitieren, während der Bunkerpreis spürbar angestiegen ist. Wir werden weiter intensiv daran arbeiten, Hapag-Lloyd noch wettbewerbsfähiger zu machen und unsere gute Position auszubauen. Dabei werden uns vor allem die erwarteten Synergien und die weitere Diversifizierung unseres Produktportfolios durch den Zusammenschluss mit UASC helfen“, erklärte Rolf Habben Jansen.

Auf Grundlage von Prognosen zum Wachstum des Welthandels (IWF: 3,8 Prozent) und der globalen Containerschiffskapazitäten rechnet Hapag-Lloyd in 2017 mit einem moderaten Anstieg der durchschnittlichen Frachtrate und der Transportmenge (exklusive UASC).

Zusammenschluss mit UASC

Die Vorbereitungen für das Closing und den Zusammenschluss mit UASC befinden sich lau Hapag-Lloyd auf der Zielgeraden. Der Zusammenschluss soll von 2019 an jährliche Synergien in Höhe von 435 Millionen US-Dollar bringen. Dem stehen Einmalaufwendungen durch die Transaktion und die Integration von UASC in Hapag-Lloyd in Höhe von rund 150 Millionen US-Dollar  gegenüber. Zusätzlich werden in 2017 letzte Synergieeffekte aus dem CSAV-Zusammenschluss sowie positive Effekte aus den OCTAVE-Kostensenkungsmaßnahmen und dem Compete-to-Win-Projekt zur Steigerung der Umsatzqualität erwartet. Unter diesen Voraussetzungen plant Hapag-Lloyd für das laufende Geschäftsjahr mit einem besseren EBITDA und EBIT im Vergleich zu 2016.

„Die wichtigen Ereignisse für Hapag-Lloyd im laufenden Jahr sind der Start unserer neuen Allianz zum 1. April sowie die schnelle, reibungslose Integration von UASC in Hapag-Lloyd nach dem Closing“, sagte Rolf Habben Jansen.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: Hapag-Lloyd AG

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