Halloren Schokoladenfabrik AG: Schokolade schmilzt in 2014 – Konzernergebnis von 0,2 Millionen Euro – EBITDA sinkt um knapp 18 Prozent – Grund: Steigende Rohstoffpreise und schwache Nachfrage – Ausgeglichenes Ergebnis für 2015 erwartet

Mittwoch, 15. April 2015


Die Halloren Schokoladenfabrik AG
hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem Konzernüberschuss von 0,2 Millionen Euro beendet. Das teilte der Schokoladen-Hersteller heute mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch knapp 2,2 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

EBITDA sinkt um 17,8 Prozent

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei laut Halloren von 8,13 Millionen um 17,8 Prozent auf 6,68 Millionen Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich von 4,38 Millionen Euro in 2013 auf 2,15 Millionen Euro in 2014 reduziert. Als Gründe für den Ergebnisrückgang nannte Halloren „steigende Rohstoffpreise“ und geringere Absätze der gesamten Schokoladenindustrie in Deutschland.

„Neben den extrem gestiegenen Preisen für Haselnüsse und Mandeln, aber auch für Kakaoprodukte, hat vor allem das nicht zufriedenstellende Ergebnis unseres belgischen Tochterunternehmens Bouchard Daskalidès NV das Konzernergebnis in diesem Jahr stark belastet“, erklärt Klaus Lellé, Vorstandsvorsitzender der Halloren Schokoladenfabrik AG. „Dort haben wir im Herbst einen Großkunden und damit massiv an Umsatz und Ertrag verloren.“

Leichter Umsatzanstieg

Den Umsatz konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben leicht von 118,04 Millionen um 3,1 Prozent auf 121,72 Millionen Euro steigern. Zudem sei die Konzern-Gesamtleistung um knapp drei Prozent auf 125,40 Millionen Euro angestiegen, wie die Vorstände Klaus Lellé und Andreas Stuhl im Rahmen der heutigen Bilanzpressekonferenz bekannt gaben.

„Ausgeglichenes Ergebnis im Jahr 2015“

„Wir haben in den vergangenen Monaten vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Herausforderungen auf den volatilen Rohstoffmärkten zu meistern“, sagt Andreas Stuhl, Finanzvorstand der Halloren Schokoladenfabrik AG.

Halloren habe nach eigenen Angaben in den letzten Wochen die aufgrund der Rohstoffpreiserhöhungen unvermeidlichen Preisanpassungen für das Halloren-Sortiment an den Handel weitergeben. Dennoch bleibe die Marktlage kurzfristig herausfordernd. „Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir deshalb von einem ausgeglichenen Ergebnis aus, mittelfristig planen wir auch ein organisches Wachstum“, so Stuhl.

Schuldscheindarlehen in 2014

Im Jahr 2014 hatte der Schokoladen-Konzern ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 23,5 Millionen Euro bei institutionellen Investoren aus dem Banken-Bereich platziert. Nach Informationen der Halloren Schokoladenfabrik AG diene das Schuldscheindarlehen der vollständigen Ablösung der beiden Anleihen von 2009 und 2012 mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro. Zudem soll das Darlehen zur Optimierung der Finanzierungsstruktur und zur Verbesserung des Finanzergebnisses beitragen.

Info: Die Halloren-Anleihen werden nicht an der Börse gehandelt.

Partnerschaft mit US-Investor

Um das Exportgeschäft zu stärken, habe die Halloren Schokoladenfabrik AG im Oktober 2014 eine strategische Partnerschaft mit einem US-Investor abgeschlossen. Gemeinsam wolle man sich die hervorragenden Wachstumschancen in Asien und Nordamerika zu Nutze machen. Im Rahmen der Zusammenarbeit habe Charlie Investors S.á.r.l 50 Prozent (- 1 Aktie) des belgischen Tochterunternehmens Bouchard Daskalidès NV übernommen. Im Gegenzug habe sich Halloren zu 25 Prozent an der US-Vertriebsgesellschaft Charlie Distribution Company LLC beteiligt, berichtet das Unternehmen.

Zudem habe der US-Investor im Zuge einer Barkapitalerhöhung 460.000 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 7,20 Euro je Aktie gezeichnet, so Halloren.

Ausbau der Fertigungskapazitäten

Neben der Kapitalerhöhung habe das Unternehmen 3,8 Millionen Euro in den Ausbau der Fertigungskapazitäten sowie in Maschinen und Anlagen investiert. Auf diese Weise sollen Produktionsprozesse weiter optimiert, Kosteneinsparungen realisiert und die Weichen für weiteres Wachstum gestellt werden, so der Schokoladen-Hersteller.

Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Halloren Schokoladenfabrik AG

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