Gute Nachrichten von der Rena GmbH in Insolvenz: Übernahmeangebote im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich – Bislang Hundert Millionen Euro Umsatz

Dienstag, 28. Oktober 2014

Bei Rena scheint der Sanierungsprozess ganz gut zu verlaufen. Die beste Nachricht für die Anleihe-Gläubiger ist wohl, dass zurzeit die Zerschlagung des Unternehmens anscheinend keine Option mehr ist, was der Worst Case für unbesicherte Gläubiger sei. So schätzt ein Experte des Marktes für Minibonds die neueste Entwicklung bei der Rena GmbH, die seit dem 1, Juni 2014 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung steckt, ein.

Aus der heutigen Pressemitteilung des Unternehmens geht hervor, dass mehrere Investoren Kaufangebote für das Unternehmen abgegeben hätten. Die Angebote würden eine Finanzierung im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich vorsehen. Zu Namen oder Organisationsformen der Kaufinteressenten wollte Rena heute aber keine weiteren Informationen veröffentlichen.

Die Kurswerte der beiden Rena-Unternehmensanleihen, RENA GmbH 2010/2015 und RENA GmbH 2013/2018, verdoppelten sich auf niedrigem Niveau heute nach der Veröffetnlichung der Pressemitteilungen.

Kaufangebote

Die Kaufangebote sind Teil des Investorenprozesses, den die Eigenverwaltung und die Sachwaltung in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss aufgesetzt haben.

Die Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger beurteilen den Verkaufsprozess, der parallel zu den Verhandlungen des Insolvenzplans verfolgt werde, als „Anzeichen für eine sehr positive Bewertung der Rena GmbH i.I. bei den zahlreichen Interessenten.“

Man wäre auf einem guten Weg hin zu einer „Lösung mit bestmöglichen Wertaufholungsmöglichkeiten für die Gläubiger der Rena GmbH i.I.“, teilten die Vertreter der Anleihe-Gläubiger in einer Erklärung mit.

Die Rena GmbH habe nach eigenen Angaben bis August des laufenden Geschäftsjahres 2014 einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro „bei ausgeglichenem Ergebnis“ erreicht, heißt es in der Pressemitteilung von Rena.

„Gesprächsbereitschaft von institutionellen Anleihegläubigern“

Bis zum Jahresende sollen alle wesentlichen Restrukturierungsschritte abgeschlossen sein. Durch die Konzentration der Fertigung seien die Standorte Gütenbach, Berg und Wykroty „gut“ ausgelastet.

„Wir freuen uns, dass uns viele Kunden, Lieferanten und unsere Mitarbeiter auch in dieser Zeit die Treue gehalten haben. Dies gibt uns die Sicherheit für eine erfolgreiche Entwicklung in den nächsten Jahren“, so Jürgen Gutekunst, Geschäftsführer und Gründer der Rena.

Die Gemeinsamen Vertreter der Gläubiger verweisen auf die „große Gesprächsbereitschaft“ einer Gruppe institutioneller Anleihegläubiger, die bei einer Insolvenzplan-Lösung eine Finanzierung bereits angeboten hätten. Großgläubiger und Eigenverwaltung würden in den kommenden Wochen Details einer möglichen Insolvenzplanlösung verhandeln, hieß es weiter in einer Erklärung der Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger, die von der One Square Advisory Services GmbH herausgegeben wurde.

Anleihen Finder Redaktion

Foto: Rena GmbH

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