Deutsche Rohstoff AG profitiert von Währungseffekten – Leichter Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2015 – Prognose für Gesamtjahr angehoben – Anleihe-Kurs bei 108,45 Prozent

Dienstag, 29. September 2015


Der Deutsche Rohstoff-Konzern hat nach ungeprüften Zahlen im ersten Halbjahr einen Konzerngewinn in Höhe von 0,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres als das Unternehmen durch die Veräußerung von Tekton Energy ein Konzernergebnis von über 30 Millionen Euro erzielte.

Währungsgewinne

Im ersten Halbjahr 2015 habe der Rohstoff-Konzern nach eigenen Angaben im Wesentlichen von Währungsgewinnen (Euro/USD) profitiert, die sich auf 5,8 Millionen summiert haben. Umsätze aus Produktverkäufen seien im Berichtszeitraum nicht angefallen, da die produzierenden Einheiten in den USA und Australien im Laufe des Jahres 2014 verkauft worden waren.

Weitere Finanzkennzahlen

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) belief sich zum 30. Juni 2015 auf 3,1 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 2,7 Millionen Euro und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) auf 0,9 Millionen Euro.

Laut Deutsche Rohstoff AG stieg das Eigenkapital im Konzern gegenüber Ende 2014 um 2,2 Millionen Euro auf 64,6 Millionen Euro, was einer Eigenkapitalquote von 49,5 Prozent entspricht (Ende 2014: 46,4 Prozent).

Die liquiden Mittel verringerten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 von 103,3 Millionen Euro zum 31.12.2014 auf nunmehr 92,4 Millionen Euro.

„Wir freuen uns über das gute Halbjahresergebnis. Wir verfügen über hohe liquide Mittel und eine gesunde Bilanz. Mit dem Beginn der Produktion von Öl und Gas bei Elster haben wir auch wieder ein operatives Geschäft, das wir in den nächsten Monaten weiter ausbauen werden. Die schwachen Rohstoffmärkte bieten nach wie vor hervorragende Einstiegsmöglichkeiten“, so Thomas Gutschlag, CEO der Deutsche Rohstoff AG.

Hier kann der Halbjahresbericht 2015 eingesehen werden.

Prognose für Gesamtjahr angehoben

Für das Gesamtjahr erwarte das Management nach eigenen Aussagen ein deutlich besseres Konzernergebnis als noch Ende Mai prognostiziert, dennoch rechne das Unternehmen weiterhin mit einem Verlustgeschäft im Jahr 2015.

Im Lagebericht für 2014 wurde ein negatives Konzernergebnis im oberen einstelligen Millionenbereich für das Jahr 2015 prognostiziert. Laut Vorstand sei nun von einem Konzernverlust im niedrigen einstelligen Millionenbereich auszugehen. EBITDA und EBIT sollen im Gesamtjahr aber positiv ausfallen.

HINTERGRUND: Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass sich der Wechselkurs Euro/USD bis zum Jahresende nicht wesentlich verändert und keine größeren außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich sind.

Unternehmensrating auf „BB+“

Im Juni 2015 hatte die Creditreform Rating AG hat das Unternehmensrating der Deutsche Rohstoff AG im Rahmen des Folgeratings mit „BB+“ bestätigt und verwies dabei auf die „starken Fundamentaldaten“ des Unternehmens. Allerdings sei das im Aufbau befindliche Projekt- und Beteiligungsportfolio des Konzerns auch mit Unsicherheiten und Risiken verbunden, so die Rating-Analysten.

Anleihe notiert bei 108,45 Prozent

Der aktuelle Kurswert der Deutsche Rohstoff-Anleihe liegt bei 108,45 Prozent (Stand: 29.09.2015). Im August fiel der Kurswert teilweise unter 105 Prozent, erholte sich im September aber wieder und liegt nun auf gewohnt hohem Niveau.

ANLEIHE CHECK: Die fünfjährige Unternehmensanleihe 2013/18 (WKN: A1R07G) ist mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 8,00 Prozent ausgestattet und hat ein aktuelles Volumen von 51,5 Millionen Euro.

INFO: Im Februar 2015 hatte die Deutsche Rohstoff AG Anleihen zu 105 Prozent des Nennwertes im Volumen von 5,6 Millionen Euro von ihren Gläubigern zurückgekauft. Laut Anleihebedingungen kann die Unternehmensanleihe im Juli 2016 zu einem Kurs von 103 Prozent und ab Juli 2017 zu 102 Prozent vorzeitig von der Emittentin gekündigt werden.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Marcie Casas / flickr

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