Deutsche Rohstoff AG: Neuemission einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro geplant

Donnerstag, 6. Juni 2013


Die Deutsche Rohstoff AG plant, noch im Juni 2013 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro zu begeben. Das bestätigte heute ein Sprecher des Unternehmens im Gespräch mit der Anleihen Finder Redaktion. Genauere Eckdaten der Anleihe sind noch nicht bekannt.

Die Anleihe-Millionen sollen in die Finanzierung von Horizontalbohrungen nach Öl der US-Tochterfirma Tekton Energy investiert werden. „Unsere Tochter Tekton entwickelt sich zu einem sehr wichtigen Gewinnbringer für die Deutsche Rohstoff. Wir rechnen mit einer langjährigen Ölförderung in den USA und sind nach unseren Informationen das einzige deutsche Unternehmen, das an dem neuen Schieferölboom in den Vereinigten Staaten beteiligt ist“, sagte Deutsche Rohstoff-Vorstand Titus Gebel auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.

Erstmals in der Firmengeschichte hat der Vorstand der Hauptversammlung, die am 23. Juli in Heidelberg stattfindet, die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,10 pro Aktie vorgeschlagen.

Die Deutsche Rohstoff AG als Muttergesellschaft erzielte in 2012 Umsatzerlöse von EUR 0,95 Millionen (Vorjahr: EUR 0,38 Millionen) und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3,8 Millionen (Vorjahr: EUR 8,7 Millionen).

Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielt im Geschäftsjahr 2012 ein Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von EUR 3,1 Millionen. Das positive Ergebnis war aber das Resultat des Verkaufs der Deutsche Rohstoff Australia (Georgetown Goldmine). Dieser brachte einen Gewinn von EUR 4,8 Millionen ein. Zudem wurde ein 15-prozentiger Anteil an der Rhein Petroleum GmbH verkauft. Hier konnten EUR 2,2 Millionen Gewinn erzielt werden.

Im operativen Geschäft konnten die Tekton Energy in den USA und die Wolfram Camp Mining in Australien in 2012 noch keinen positiven Ergebnisbeitrag beisteuern.

Anleihen Finder Redaktion

Foto: Deutsche Rohstoff AG

Kommentare

  1. CBS

    Diese Anleihe kann nur ein Scherz sein.
    Nur Investoren die nicht lesen kaufen diese Anleihe deren Mittelverwendung für hoch riskante Explorationsfinanzierung verwendet wird. Für diese Projekte steht kaum Mezzanine Finanzierung zur Verfügung (12 bis 20% Verzinsung).
    Eine gut geführte Bank würde für die vorliegende Finanzierungsvariante noch nicht einmal den Dialog eröffnen.
    Dies Anleihe ist ein klassisches Beispiel dafür, dass am Markt für Mittelstandsanleihen Übertreibungen stattfinden, wie wir diese zu Zeiten des Neuen Marktes gesehen haben. Und scheint sogar Investoren dafür zu geben die sich darauf einlassen.

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