BOOSTER leitet schriftliches Verfahren für Anleihegläubiger ein
Zweite Bond-Zinszahlung aufgeschoben
Die Booster Precision Components Holding GmbH hat für die Gläubiger ihres Nordic Bonds 2022/26 (ISIN NO0012713520) ein schriftliches Verfahren eingeleitet. Hintergrund sind unter anderem die bislang aufgeschobenen Zinszahlungen vom 28. Mai und 28. August 2026, die gemäß Anleihebedingungen jeweils einen Kündigungsgrund darstellen. Zudem besteht ein weiterer Kündigungsgrund im Zusammenhang mit einer von einer Tochtergesellschaft gewährten Sicherheit im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung, die über den zulässigen Umfang hinausgeht.
Mit dem schriftlichen Verfahren (letzter Abstimmungstag am 22. September 2026) sollen die Anleihegläubiger insbesondere Änderungen der Anleihe- und Finanzierungsbedingungen ermöglichen, die zur Umsetzung einer Zwischenfinanzierung und deren vorrangiger Besicherung erforderlich sind.
INFO: Weitere Informationen zum Schriftlichen Verfahren finden Sie hier
Mit einer Ad-hoc-Gruppe von Anleihegläubigern hat Booster bereits eine grundsätzliche Einigung über ein Refinanzierungskonzept erzielt und das zuständige Gericht in Hannover über einen Restrukturierungsplan nach dem StaRUG informiert. Die Anleihegläubigergruppe hat zudem besagte vorrangig besicherte Zwischenfinanzierung über 3 Mio. Euro zugesagt, die bei Inanspruchnahme für allgemeine Unternehmenszwecke einschließlich der Refinanzierung bestimmter Finanzverbindlichkeiten genutzt werden kann. Eine bestehende Stillhaltevereinbarung mit der Ad-hoc-Gläubigergruppe läuft bis 1. Oktober 2026.
Anleihen Finder Redaktion.
Foto: pixabay.com
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