BOOSTER beendet Geschäftsjahr 2025 mit einem EBITDA von 16,3 Mio. Euro

Freitag, 27. Februar 2026 Lesezeit: 4 Minuten Allgemein, Pressemitteilungen

Mitteilung der BOOSTER Precision Components Holding GmbH:

BOOSTER Precision Components Holding GmbH gibt ungeprüfte Finanzzahlen für 2025 bekannt

  • Gesamtjahresumsatz bei 161,7 Mio. EUR, ein Rückgang von 4,5 % gegenüber Vorjahr (Q4: EUR 38,2 Mio. EUR, -6,2 % gegenüber Vorjahr)

  • Anstieg des EBITDA auf 16,3 Mio. EUR (+22,7 % gegenüber Vorjahr), unterstützt durch das Effizienzprogramm „Accelerate“ (2024: 13,3 Mio. EUR)

  • – Reduzierung der Gesamtverbindlichkeiten um 13,5 Mio. EUR auf 80,7 Mio. EUR; Rückzahlung der Anleihe verläuft planmäßig

  • – Erweiterung der Umsatzbasis durch eine gestärke Vertriebsorganisation und neue Wachstumssegmente wie Robotik, stationäre Wasserstofftechnologie und Industriekompressoren

Die BOOSTER Precision Components Holding GmbH (Anleihe; ISIN NO0012713520) hat heute ihren ungeprüften Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht.

Gesamtjahr 2025

Im Geschäftsjahr 2025 belief sich der konsolidierte Umsatz von BOOSTER auf 161,7 Mio. EUR. Das entspricht einem Rückgang von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 169,3 Mio. EUR). Diese Entwicklung spiegelt in erster Linie das weiterhin gedämpfte Nachfrageumfeld im Automobilsektor wider. Die laufende Neuausrichtung des Unternehmens und die damit verbundenen positiven Umsatzbeiträge aus den neue Geschäftsbereichen konnten jedoch dazu beitragen, die Auswirkungen dieses externen Marktrückgangs abzufedern.

Trotz der geringeren Umsatzbasis konnte das Unternehmen eine deutliche Verbesserung der operativen Rentabilität erzielen. So stieg das EBITDA auf 16,3 Mio. EUR, was einem Anstieg von 22,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2024: 13,3 Mio. EUR). Dies ist auf Kostenoptimierungsmaßnahmen und operative Effizienzsteigerungen im Rahmen des “Accelerate”-Programms des Unternehmens sowie durch die fortgesetzte Einführung von Automatisierungsmaßnahmen, darunter die KI-gestützte Prozessintegration, zurückzuführen. Die entsprechende EBITDA-Marge stieg auf 10,0 % (2024: 8,0 %). Das EBIT des stieg deutlich auf 7,4 Mio. EUR (2024: 4,5 Mio. EUR), während sich der Nettoverlust der Gruppe auf 1,6 Mio. EUR verringerte (2024: 5,1 Mio. EUR). Dies spiegelt die starke Verbesserung der operativen Rentabilität wider. Allerdings belasteten Zinsaufwendungen und Steueraufwendungen weiterhin das Ergebnis.

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 93,6 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 108,9 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die Verringerung der Gesamtverbindlichkeiten um 13,5 Mio. EUR auf 80,7 Mio. EUR zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 12,8 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR. Entsprechend dem geplanten Tilgungsprofil wurde das ausstehende Anleihevolumen um 5,0 Mio. EUR auf 41,5 Mio. EUR reduziert. Aufgrund des Jahresfehlbetrags sank das Eigenkapital um 2,5 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR, wodurch sich die Eigenkapitalquote auf 6,0 % belief (31. Dezember 2024: 7,5 %). Der starke Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 13,6 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR war im Wesentlichen auf die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Diese war hauptsächlich durch Zinszahlungen für die Anleihe und planmäßige Anleihetilgungen bedingt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf 12,5 Mio. EUR (2024: 19,5 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf einen deutlich geringeren Beitrag aus Bestandsreduzierungen zurückzuführen. Dieser belief sich auf 1,6 Mio. EUR gegenüber 5,8 Mio. EUR im Vorjahr und spiegelt den vorausschauenden Bestandsaufbau für die stärkere Kundennachfrage zu Beginn des Jahres wider. Darüber hinaus verschoben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen betrieblichen Verbindlichkeiten von einem Zufluss in Höhe von 2,8 Mio. EUR zu einem Abfluss in Höhe von 3,6 Mio. EUR. Diese Effekte wurden teilweise durch einen Anstieg der Rückstellungen und geringere Zinszahlungen ausgeglichen.

Q4 2025

Im vierten Quartal erzielte BOOSTER einen Umsatz von 38,2 Mio. EUR (Q4 2024: 40,7 Mio. EUR). Das EBITDA verbesserte sich von 3,6 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR, die EBITDA-Marge stieg dabei von 9,2 % auf 11,2 %. Das EBIT erreichte 2,4 Mio. EUR, im Vergleich zu 1,2 Mio. EUR im vierten Quartal 2024. Der Quartalsfehlbetrag verringerte sich deutlich von 0,5 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 0,2 Mio. EUR.

Ausblick 2026

Mit Blick auf die Zukunft rechnet das Management für das Jahr 2026 mit einem Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr (2025: 161,7 Mio. EUR). Das EBITDA wird sich voraussichtlich in vergleichbarem Umfang verbessern (2025: 16,3 Mio. EUR). Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage stabilisiert und die im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sich weiterhin positiv auswirken werden. Die weltweite Umsetzung weiterer Automatisierungsprojekte, einschließlich der KI-gesteuerten Prozessintegration, soll in den kommenden Jahren zu zusätzlichen Prozess- und Effizienzsteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette führen.

Gleichzeitig intensiviert das Unternehmen seine Vertriebsaktivitäten, um das Umsatzwachstum durch eine verstärkte Vertriebs- und Geschäftsentwicklungsorganisation weiter zu unterstützen. Über die etablierten Transformationsbereiche wie E-Mobilität und Brennstoffzellentechnologie hinaus eröffnen aufstrebende Segmente wie Robotik und stationäre Wasserstoffanwendungen zusätzliche Wachstumsperspektiven. Parallel dazu bietet der expandierende Markt für Industriekompressoren erhebliche Geschäftsmöglichkeiten für die Kernkomponenten von BOOSTER, wie beispielsweise Kompressorräder, Laufräder und Diffusoren. Dies ermöglicht sowohl eine Kunden- als auch eine Produktdiversifizierung.

Der ungeprüfte Konzernabschluss der BOOSTER Precision Components Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2025 ist unter https://booster-precision.com/en/investor-relations/financial-reports.html abrufbar.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

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