Anleihen-Barometer: UBM-Anleihen erhalten 3,5 Analysten-Sterne

Dienstag, 21. Juli 2020


In aktuellen Anleihen-Barometern bewerten die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG sowohl die 4,25%-Anleihe 2015/20 (WKN A18UQM) als auch die 5,50%-Hybrid-Anleihe 2018/23 (WKN A19W3Z) der UBM Development AG als „durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)“ mit 3,5 von 5 möglichen Sternen.

Die UBM Development AG habe sich nach Meinung der KFM-Experten über die letzten Jahre hinweg zu einem führenden Immobilienprojektentwickler in Europa entwickelt und verfüge über ein erfahrenes Management mit großem Know-how innerhalb der Immobilienbranche. UBM verfüge zudem über eine stabile Ertragslage und ein großes Volumen an zukünftigen Projekten. In Verbindung mit der Rendite der beiden betrachteten Anleihen werden diese mit 3,5 Sternen bewertet.

INFO: Die 4,25%-UBM-Anleihe 2015/20 befindet sich im Portfolio des Europäischen Mittelstandsanleihen FONDS (WKN: A2PF0P), die 5,50%-UBM-Hybrid-Anleihe 2018/23 ist im Portfolio des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS (WKN: A1W5T2) zu finden.

4,25%-UBM-Anleihe 2015/20

ANLEIHE CHECK: Die im Dezember 2015 emittierte Anleihe der UBM Development AG ist mit einem Zinskupon von 4,25% p.a. (Zinszahlung halbjährlich am 09.06. und 09.12.) und einer Laufzeit bis zum 09.12.2020 ausgestattet. Im Rahmen der Anleiheemission wurden zunächst insgesamt 75 Mio. Euro platziert. Nach einem Umtauschangebot in die neue 2,75%-UBM-Anleihe 2019/25 hat sich das Volumen der UBM-Anleihe 2015/20 auf 50 Mio. Euro reduziert.

Anleihebdingungen: Die Anleihebedingungen sehen keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin vor.

5,50%-UBM-Hybrid-Anleihe 2018/23

ANLEIHE CHECK: Die im März 2018 emittierte nachrangige und unbesicherte Hybrid-Anleihe der UBM Development AG mit unendlicher Laufzeit ist mit einem Zinskupon von 5,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 01.03.) ausgestattet. Ab dem ersten Rückzahlungstag am 01.03.2023 wird die Anleihe mit dem 5-Jahres Mid-Swapsatz + 10,02% p.a. verzinst. Die Emittentin kann Zinszahlungen aussetzen. Im Rahmen der Emission wurden 100 Mio. Euro mit einer Stückelung von 100.000 Euro platziert.

Finanzkennzahlen 2019

Die UBM Development AG konnte im Geschäftsjahr 2019 an die positive Performance auf Seiten der Ertragslage im Vorjahr anknüpfen. Mit der besten Performance der Unternehmensgeschichte hat UBM 2019 die eigenen Erwartungen übertroffen, nachdem das abgelaufene Geschäftsjahr ursprünglich als „Übergangsjahr“ geplant war. Der Umsatz ist im Jahr 2019 um 52,9% auf 242,00 Mio. Euro gesunken. Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2019 mit 678,0 Mio. Euro um 219,7 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 897,7 Mio. Euro. Dieser Rückgang war vor allem auf geringere Erlöse aus Immobilienverkäufen zurückzuführen, da im Vorjahr mehrere Großprojekte fertiggestellt, veräußert und übergeben wurden.

Gleichzeitig konnte das EBITDA (Gewinn vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 74,97 Mio. Euro (Vj. 58,89 Mio. Euro) gesteigert werden. Daraus ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 70,51 Mio. Euro, was einen Anstieg von über 26% im Vergleich zu 2018 bedeutet. Das Jahresergebnis erhöhte sich auf 50,06 Mio. Euro nach 39,49 Mio. Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote zeigte sich mit 35,1% (Vorjahr 35,3%) nahezu unverändert. Anfang 2020 verfügte UBM über eine Auftrags-Pipeline von 2,5 Mrd. Euro. Nach Analysten-Einschätzung hat sich UBM damit und mit einer hohen Liquiditätsreserve eine komfortable Ausgangsbasis für das heraufordernde Jahr 2020 geschaffen.

Entwicklung in der Corona-Krise

Zum Ende des 1. Quartals konnte UBM seine Eigenkapitalquote auf 35,9% erhöhen und damit die selbst gesteckte Zielbandbreite von 30 bis 35% übertreffen. Die liquiden Mittel betrugen 187,0 Mio. Euro. Eine Erhöhung der Planungssicherheit entsteht nach Meinung der KFM-Experten durch die zahlreichen bereits im Jahr 2019 geschlossenen Forward Deals für im Jahr 2020 fertigzustellende Immobilien. Alle Hotel- und Büroimmobilien wurden bereits an bonitätsstarke Partner forward verkauft, auch die Verkaufstätigkeit der Wohnimmobilien ist bereits weit fortgeschritten.

Dessen ungeachtet wird die Corona-Krise wohl kurz- bis mittelfristig negative Auswirkungen auf die Ertragslage der UBM haben, so die Analysten. Projekte, deren Fertigstellung für das Jahr 2021 geplant seien, unterliegen einer höheren Unsicherheit auf der Verkaufsseite. Dem gegenüber stehen nach dem KFM-Dafürhalten die expansive Geldpolitik und das weiterhin niedrige Zinsniveau im Euro-Raum durch die Europäische Zentralbank, die die Nachfrage der Anleger und Investoren nach Immobilieninvestitionen weiter beflügeln dürften.

Projektpipeline

Mittel- und langfristig kann das Unternehmen nach Einschätzung der KFM-Analysten im Bereich der Projektentwicklung weiterwachsen. Insbesondere die große Projektpipeline für die nächsten Jahre (2020-2022) in Höhe von 2,5 Mrd. Euro zeige, dass Umsatzerlöse und damit verbundene Erträge auch in Zukunft realisiert werden können. Die in vielen Projekten abgeschlossenen Forward Deals mit den Käufern erhöhen nach Analysten-Einschätzung die Planungssicherheit und vermindern insbesondere das Risiko kurzfristiger Liquiditätsengpässe. Es könne daher davon ausgegangen werden, dass die Projektpipeline auch über das Jahr 2022 hinaus weiterhin gut gefüllt sein werde.

Mit Fälligkeiten von Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von rund 50 Mio. Euro im Dezember 2020 und nochmals 50 Mio. Euro im November 2021 kann die durch die Corona-Pandemie aktuell herrschende Unsicherheit durch die Liquiditätsreserve laut KFM-Analyse kompensiert werden, da sich das Unternehmen im November 2019 durch die Ausgabe einer 120 Mio. Euro-Anleihe mit einem Zinskupon von 2,75% p.a. und Laufzeit bis 2025 günstig refinanzieren und ihr Fälligkeitenprofil weiter ausdehnen konnte.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: UBM Development AG

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UBM Development AG 2017/2022

UBM Development AG 2015/2022

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