Anleihen-Barometer: Deutsche Bildung-Anleihe (A2E4PH) erhält 3 Sterne

Mittwoch, 19. September 2018


In einem aktuellen Anleihen-Barometer zur 4,00%-Anleihe der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 2027 (WKN A2E4PH) vergeben die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG 3 von 5 möglichen Sternen und bewerten die Anleihe somit als „durchschnittlich attraktiv“.

Das Geschäftsmodell werde laut Analysten durch das stringente Auswahlverfahren, die breite Streuung der Förderanträge und einem sehr gering eingeschätzten Ausfallrisiko von unter 0,5% abgesichert. In Verbindung mit der Rendite von 3,53% p.a. (auf Kursbasis von 103,50% am 18.09.2018) sei die Anleihe daher als „durchschnittlich attraktiv“ mit 3 KFM-Sternen zu bewerten, so die KFM.

Deutsche Bildung Studienfonds II-Anleihe 2017/27

ANLEIHE CHECK: Die im Juli 2017 emittierte unbesicherte Anleihe der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG mit Laufzeit bis 13.07.2027 und einem Volumen von 10 Millionen Euro ist mit einem Zinskupon von 4,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 13.07.) ausgestattet. Der Bildungs-Bond ist am Open Market der Börsen Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart notiert – die Mindeststückelung beträgt 1.000 Euro. Die Anleihenmittel werden genutzt, um weitere Studierende finanziell und mit dem Trainingsprogramm WissenPlus inhaltlich zu fördern.

Anleihebedingungen: In den Anleihebedingungen sind keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin vorgesehen. Die Emittentin verpflichtet sich in den Anleihebedingungen zu einer Ausschüttungsbeschränkung.

Deutsche Bildung

Die Deutsche Bildung Studienfonds fördern Studierende aller Fachrichtungen finanziell und inhaltlich. Die Studierenden erhalten eine flexible Studienfinanzierung und werden mit einem Trainingsprogramm auf einen erfolgreichen Berufseinstieg vorbereitet. Dazu schließt die Deutsche Bildung Studienfonds II Fördervereinbarungen mit den ausgewählten Studierenden ab, die diesen über einen bestimmten Zeitraum eine monatliche Finanzierung gewähren. Gegebenenfalls kann auch ein zusätzlicher Einmalbetrag (z. B. zur Finanzierung eines Auslandsstudiums) zur Verfügung gestellt werden.

Nach dem Abschluss des Studiums zahlen die Geförderten – wie in den individuell abgeschlossenen Fördervereinbarungen geregelt – über einen bestimmten Zeitraum einen prozentualen Anteil ihrer Bruttoeinkünfte an die Deutsche Bildung Studienfonds II. Die Rückzahlung der Studienförderung erfolgt als fester Anteil vom Einkommen über eine festgesetzte Laufzeit und passt sich der Leistungsfähigkeit des Einzelnen individuell an. Im Gegensatz zu Krediten sind die Rückzahlungsraten nicht starr, so dass keine Überlastung bei anfänglich geringerem Einkommen auftritt.

Cash-Flow und stille Reserven

Bei der Auswahl der Studenten folgt der Deutsche Bildung Studienfonds einem erprobten Prüfungsprozess. Der anschließende Überwachungsprozess über den gesamten Lebenszyklus sichert zusätzlich die Qualität des Portfolios. Die breite Streuung der Förderung auf eine Vielzahl von Studierenden führt zu einem ermittelten Ausfallrisiko, das mit aktuell unter 0,5% von den KFM-Analysten als sehr gering eingeschätzt wird.

Im Jahr 2017 hat die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG den Umsatz deutlich auf 0,40 Millionen Euro ausgeweitet (Vj. 0,16 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse resultieren aus Erlösen aus dem WissenPlus-Programm. Das Ergebnis nach Steuern betrug minus 2,81 Millionen Euro nach minus 2,37 Millionen Euro im Jahr 2016. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 weist der Deutsche Bildungsfonds aus abgeschlossenen Förderverträgen Forderungen gegenüber den Geförderten in einer Gesamthöhe von rund 21,5 Millionen Euro aus.

Per 31.12.2017 weist die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG ein Eigenkapital in Höhe von 4,66 Millionen Euro (Vj. 6,47 Mio. Euro) aus. Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Jahr 2017 von 25,83% auf 15,51%. Die Emittentin bilanziert nach HGB und die abgeschlossenen Förderverträge werden deshalb grundsätzlich in Höhe der ausgereichten Beträge bzw. ihres niedrigeren beizulegenden Werts bilanziert. Daraus ergeben sich stille Reserven, die erst bei ihrer Realisierung aufgedeckt werden und in die Bilanz einfließen. Es sei laut KFM davon auszugehen, dass diese stillen Reserven in den kommenden Jahren sukzessive aufgedeckt werden und das Ergebnis stärken.

Anzahl der Geförderten steigt

Zu Jahresbeginn 2017 unterstützte die Emittentin Studierende mit 2.273 aktiven Förderverträgen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 wurden weitere 600 Verträge abgeschlossen und zum 31.12.2017 bestanden 2.752 aktive Förderverträge. Insgesamt hat die Deutsche Bildung Studienfonds II damit zum Jahresende 3.265 Fördervereinbarungen abgeschlossen. Auch im laufenden Geschäftsjahr konnte mit Abschluss des 2. Quartals der Wachstumskurs weiter fortgesetzt werden. Insgesamt werden 3.550 Studenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Studiengängen betreut, die sich auf 780 Hochschulen im In- und Ausland befinden. Die Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell des Deutsche Bildung Studienfonds werden insgesamt von den Analysten auch für die Zukunft positiv eingeschätzt. Die Studienfinanzierung wird immer wichtiger, da der Anteil der BAföG-Förderung sinkt und auch die Anzahl der vergebenen KfW-Studienkredite seit 2014 um 24% zurückgegangen ist.

Anleihen Finder Redaktion.

Foto: pixabay.com

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