ALNO AG: Grünes Licht für Restrukturierungsprogramm – „Flexiblere Strukturen“ – Chief Operating Officer Manfred Scholz verlässt ALNO – Kurs des ALNO-Minibonds steigt

Montag, 2. Februar 2015


Der Aufsichtsrat der ALNO AG gibt grünes Licht für das vom Vorstand vorgelegte Restrukturierungsprogramm. Zudem trennt sich der Küchen-Hersteller von seinem Chief Operating Officer (COO) Manfred Scholz. Das teilte die ALNO AG heute mit.

Restrukturierungsprogramm

Kernelemente der Restrukturierung seien die Flexibilisierung der Produktion, die Zentralisierung von Verwaltungseinheiten sowie die Optimierung des Marken- und Produktportfolios, so ALNO.

Kundenservice und Produktion aller vier deutschen Werke des ALNO Konzerns sollen laut Angaben des Unternehmens deutlich flexibilisiert und professionalisiert werden. In den vergangenen Jahren sei die Auslastung in den Werken teilweise sehr unterschiedlich gewesen und habe an manchen Standorten zu einer zu geringen, an anderen Standorten zu einer zu hohen Auslastung mit Extra-Kosten in Millionenhöhe geführt, bestätigte das Unternehmen.

Ein weiterer wesentlicher Baustein der Restrukturierung sei die Zentralisierung aller administrativen Bereiche. Dazu würden die inländischen Standorte nach den drei Zentralfunktionen Vertrieb, Produktion, Support neu ausgerichtet werden. Prozesse und Systeme würden laut ALNO dazu konzernweit vereinheitlicht und Personal zusammen geführt werden.

Auch das Marken- und Produktportfolio solle weiter optimiert werden. „Im Mittelpunkt aller Maßnahmen steht, dass wir unseren Auftritt zum Kunden einfacher, schneller und schlanker gestalten. Alle Restrukturierungsmaßnahmen sind so ausgerichtet, dass wir für unsere Kunden eine Win-Win-Situation schaffen und gemeinsam mit ihnen profitabel wachsen“, so Max Müller, CEO der ALNO AG. „Dazu werden wir in den nächsten Wochen noch einige einschneidende Maßnahmen ergreifen. Damit werden wir die Profitabilität der ALNO auf lange Zeit sichern“, so Max Müller weiter.

Wechsel im ALNO-Management

Der Aufsichtsrat habe der Vertragsauflösung von COO Manfred Scholz zugestimmt, teilte die ALNO AG mit. Scholz, der das Unternehmen nach ANgaben von ALNO auf eigenen Wunsche verlasse, war zuständig für die Bereiche Produktion, Kundenservice, Einkauf, Qualität/Umwelt/Energie und Logistik. Grund für die einvernehmliche Trennung seien unterschiedliche Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Kurs des ALNO-Minibonds steigt

Der aktuelle Restrukturierungsbeschluss kommt bei den Bond-Holdern zunächst gut an. Der Kurs der ALNO-Unternehmensanleihe stieg im Laufe des Vormittags von 72,50 Prozent auf derzeit 75,75 Prozent (Stand: 02.02.2015, 11.30 Uhr). Zum Jahresbeginn lag der Anleihe-Kurs lediglich bei 60 Prozent. Die ALNO-Anleihe hat ein Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro und ist mit einem Zinskupon von 8,50 Prozent ausgestattet. Die Laufzeit endet im Mai 2018.

Die Ratingagentur Scope hat das Anleihe-Rating des ALNO-Bonds Mitte Januar 2015 mit der Note „B-“ bewertet und somit die Bewertung aus dem April 2014 bestätigt. Auch das Emittenten-Rating der ALNO AG wurde erneut mit „CCC“ beurteilt. Die Rating-Ausblicke seien laut Scope jedoch negativ. Als wesentlichen Grund für die Bewertung nannte Scope das „sehr schwache Finanzrisikoprofil“ der ALNO AG.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: ALNO AG

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Unternehmensanleihe der ALNO AG 2013/2018

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