ABO Energy plant Bau von eigenen Energieparks

Freitag, 26. September 2025 Lesezeit: 4 Minuten Adhoc-Mitteilungen, Allgemein


Adhoc-Meldung der ABO Energy GmbH & Co. KGaA:

ABO Energy erwägt Geschäftstätigkeit um Anlagenbetrieb zu erweitern (IPP)

ABO Energy GmbH & Co. KGaA („Gesellschaft“) erwägt und prüft Pläne, (auch) Betreiber von Erneuerbaren-Energie-Parks und Batteriespeichern zu werden (Independent Power Producer – „IPP“). Das soll die strategische Position des Unternehmens stärken und dabei helfen, die Energiewende weiter voranzutreiben. Die erwogene Ausweitung der Geschäftstätigkeit wäre kapitalintensiv und mit den derzeit verfügbaren finanziellen Mitteln allein voraussichtlich nicht umsetzbar. 

Die Gesellschaft ist daher in Kontakt mit mehreren Investoren, um ggf. die Voraussetzungen für die erwogene Erweiterung der Geschäftstätigkeit zu schaffen. Die Gespräche befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Details der Umsetzung einer hieraus möglicherweise resultierenden Transaktion stehen noch nicht fest. 

Voraussichtlich Teil der Transaktion könnte eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital sein. Die Hauptversammlung im Mai 2025 hat ein genehmigtes Kapital im Umfang von bis zu 20 Prozent des Grundkapitals geschaffen, einschließlich der Möglichkeit eines vereinfachten Bezugsrechtsausschlusses. Möglich wäre daneben eine Umplatzierung von Aktien aus dem Bestand der Gründerfamilien, die der Gesellschaft diese strategische Chance eröffnen wollen. Die Transaktion könnte daher dazu führen, dass ein Investor die Mehrheit der Kommanditaktien an der Gesellschaft erlangt und die in der Satzung vorgesehene Regelung greift, die einen (Rück-)Formwechsel in die Aktiengesellschaft ermöglicht. 


Begleitende Pressemitteilung zum Thema:

ABO Energy erwägt, eigene Energieparks zu betreiben

Die Geschäftsführung der ABO Energy sieht im aktuellen Marktumfeld die Möglichkeit, einen eigenen Bestand an Erneuerbaren-Energie-Parks aufzubauen und zu betreiben. „Rund 30 Jahre waren wir als reiner Projektentwickler erfolgreich – nun ist der richtige Zeitpunkt, die Erweiterung unserer Wertschöpfungskette in Richtung Anlagenbetreiber (Independent Power Producer, IPP) zu prüfen“, sagt Geschäftsführer Dr. Karsten Schlageter. Der Aufbau eines eigenen Bestands an Erneuerbaren-Energie-Parks und Batteriespeichern würde zudem die Möglichkeit eröffnen, weitere energiewirtschaftliche Geschäftsfelder zu erschließen.

Mit dem vorhandenen Fachwissen könnte sich ABO Energy zum Anbieter grüner Energielösungen (Clean Energy Provider) weiterentwickeln. Geschäftsführer Dr. Karsten Schlageter: „Die Energiemärkte haben sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich weiterentwickelt. Das neue Umfeld bietet Akteuren mit integrierten Geschäftsmodellen zusätzliche Möglichkeiten und Synergien auch für die Projektentwicklung. Diese Chancen wollen wir ausloten und gegebenenfalls nutzen.“

Als künftiger Betreiber eines Portfolios aus Wind-, Solar- und Speicherparks könnte ABO Energy großen Stromverbrauchern zudem gezielter Angebote unterbreiten, um deren spezifischen Strombedarf zu decken. Die bereits vorhandenen, fundierten Erfahrungen und Kompetenzen des Unternehmens mit Stromlieferverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs) wären dabei besonders wertvoll. Ein strukturiertes Portfolio aus Wind-, Solar- und Batterieprojekten würde es perspektivisch zum Beispiel ermöglichen, mit Baseload-Angeboten am Strommarkt teilzunehmen.

Lange hat ein mangelndes Angebot den für ABO Energy zentralen deutschen Windmarkt geprägt. Die Menge der baureifen Windparkprojekte war deutlich kleiner als die Nachfrage der Investoren. In dieser Marktphase lag es für ABO Energy nahe, alle Projekte zu verkaufen. Zwischen 2019 und 2024 ist der Umfang der bundesweit jährlich genehmigten Windkraftleistung um mehr als das Siebenfache (von 1,9 auf 14,1 Gigawatt) gestiegen. Die Nachfrage kann nunmehr deutlich besser bedient werden. Unter diesen Marktbedingungen wird es zunehmend attraktiv, entwickelte und errichtete Projekte zumindest teilweise selbst zu betreiben.

Mit einer großen und werthaltigen Entwicklungs-Pipeline im Umfang von rund 34 Gigawatt wäre ABO Energy prädestiniert, ein Portfolio aus Wind-, Solar- und Speicherparks aufzubauen und zu betreiben. ABO Energy verfügt in vielen Ländern über eine Vielzahl attraktiver Projekte, die kurzfristig baureif werden. Auch die personellen Ressourcen, um die Projekte zu errichten und zu betreiben, stehen zur Verfügung. Diese Aspekte werden in die weitere Prüfung einfließen. „Woran es allerdings mangelt, sind finanzielle Mittel, um den Aufbau eines nennenswerten Bestandsportfolios zu bewerkstelligen,“, sagt Geschäftsführer Dr. Schlageter. Um das zu ermöglichen, bedarf es Partner. Erste Gespräche mit möglichen Investoren deuten darauf hin, dass viele zu einem größeren Engagement nur bereit sind, wenn sie zugleich entsprechende Aktionärsrechte erlangen.

„Die Geschäftsführung ist den Gründerfamilien Ahn und Bockholt dankbar für die Bereitschaft, gegebenenfalls Aktien zu veräußern“, sagt Dr. Schlageter. Die in der Satzung der ABO Energy für einen solchen Fall bereits angelegte Möglichkeit der Hauptversammlung, eine Rückumwandlung in eine Aktiengesellschaft zu beschließen, könnte damit zum Tragen kommen. Als die Verantwortlichen vor mehr als zwei Jahren den Prozess zu einer Umwandlung der vormaligen Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien anstießen, rechneten sie mit einer anderen Entwicklung der Energie- und Kapitalmärkte. „Obwohl sich unsere Erwartungen des Jahres 2023 nur zum Teil erfüllt haben, sehen wir uns heute in einer sehr guten Ausgangsposition, ABO Energy erfolgreich weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Schlageter. In den nächsten Wochen und Monate sollen die Gespräche intensiviert und alle Möglichkeiten ausgelotet werden.

ABO Energy GmbH & Co. KGaA

Foto:  ABO Energy GmbH & Co. KGaA

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ABO Energy GmbH & Co. KGaA Anleihe 2024/29

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