Windreich-Aufsichtsrätin Sabine Christiansen verteidigt Willi Balz: „Nachweisbare Leistungen des Unternehmens deutlich besser als der Ruf“

Donnerstag, 14. Februar 2013


Sabine Christiansen (Foto), Aufsichtsrätin der Windreich AG, verteidigt Willi Balz (Foto), den Gründer und Alleinaktionär der Windreich AG in einem Bericht auf manager magazin online – zwei Tage nachdem die FAZ einen kritischen Artikel über die Geschäfte von Willi Balz mit dem schottischen Investor Lord Irvine Laidlaw veröffentlicht hat.

Die Redaktion von manager magazin online zitiert die Aufsichtsrätin der Windreich AG so: „Herr Balz und die Windreich AG kämpfen als David gegen die Goliaths. Stellen Sie sich einmal vor, dieses Unternehmen wäre eine kleine Autofabrik und würde gegen die mächtigen Unternehmen des Landes vergleichbare Marktanteile in manchem Sektor von 30 bis 35 Prozent erobern. Da muss man die eine oder andere emotionale Äußerung verstehen.“ Laut manager magazine online wollte Sabine Christiansen damit folgende Äußerung von Willi Balz erklären: Wenn er das Geld für die Anleihe nicht zurückzahlen könne, dann sei „die Presse schuld“, soll Balz in Presseberichten zitiert worden sein.

Daraus hingewiesen, dass Willi Balz selbst mit über 200 Millionen Euro bei Windreich engagiert sei, aber vor allem Geld verloren habe, sagte die ehemalige TV-Moderation und jetzige TV-Produzentin: „Wie viele Unternehmer gibt es heute in Deutschland, die eine derartige Summe eigenen Geldes investieren? Hier geht es nicht um Private Equity, sondern um Investments in die Energiewende.“ Die „nachweisbaren Leistungen“ des Unternehmens seien „deutlich besser“ als ihr Ruf, zitiert sie die Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins.

Zu den Börsenplänen der Windreich AG sagte sie, dass sie einen Börsengang nicht ausschließe. Das Unternehmen werde je nach Umfeld entscheiden. Und zu den Ende 2012 doch noch abgesagten Börsenplänen: Das sei „unabgestimmt“ geschehen von dem „inzwischen entlassenen“ Karl-Gerhard Eick. Dieser war auf dem Sprung, Finanzvorstand der Windreich AG zu werden. Eick ist der Wirtschaftswelt als Telekom-Vorstand und Kurzzeit-Arcandor-Chef in Erinnerung.

Außerdem sagte Sabine Christiansen, für die die Windreich AG ihr drittes Mandat ist, dass die „Öffentlichkeitsstrategien“ des Windanlagenbauers, „die nicht wirklich optimal waren“, überprüft werden sollen.

Anleihen Finder Redaktion

Foto: Windreich AG

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