Strenesse AG: Positiver Auftakt ins neue Geschäftsjahr – Operativer Gewinn im ersten Quartal 2014/2015 von 0,3 Millionen Euro – Anleihe-Kurs steigt um 40 Prozent – Ist der Turnaround damit geschafft?

Dienstag, 4. November 2014


Die Modefirma Strenesse hat nach eigenen Angaben im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 ein positives Ergebnis erzielt. Strenesse erwirtschaftete einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 0,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hätte das EBITDA noch deutlich im Minus gelegen, so Strenesse. Das Geschäftsjahr des Unternehmens beginnt jeweils am 1. Juli eines Jahres.

„Turnaround im ersten Quartal geschafft“

Auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde laut Strenesse ein positives Ergebnis erzielt. Genauere Angaben lieferte das Unternehmen dazu nicht. „Strenesse hat im ersten Quartal den Turnaround geschafft. Wir erwirtschaften wieder schwarze Zahlen”, sagte Restrukturierungsvorstand Michael Pluta.

Die Entwicklung zeige, dass das Modeunternehmen auch in einem herausfordernden Marktumfeld operativ profitabel arbeiten könne und sich die Sanierungsmaßnahmen langsam auszahlen würden, so der Restrukturierungsvorstand. „Wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern alles daran setzen, um auch in den nächsten Quartalen erfolgreich zu wirtschaften. Sehr positiv ist, wie der Markt unsere neue Kollektion annimmt“, so Pluta weiter.

Sanierungskonzept schlägt an

In den vergangenen Monaten hat Strenesse eigenen Angaben nach hunderte von Einzelmaßnahmen durchgeführt, wichtige Verträge nachverhandelt und ein straffes Kostenmanagement eingeführt. Zudem wurden ein Outlet-Center sowie unrentable Shops in Düsseldorf, Berlin und München geschlossen. Derzeit betreibe das Modeunternehmen zehn Geschäfte und zwölf Outlets. Erst kürzlich wurde ein neuer Strenesse-Shop in der Mall of Berlin eröffnet.

Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Strenesse AG wird derzeit in Eigenverwaltung saniert. Im Juli hatte das Amtsgericht Nördlingen den Antrag des Unternehmens auf Insolvenz in Eigenverwaltung genehmigt und das Sanierungsverfahren eröffnet.

Die Eigenverwaltung ist ein besonderes Verfahren zur Erhaltung von Unternehmen in Krisensituationen. Es ist ein Insolvenzverfahren ohne Insolvenzverwalter. Die bisherige Geschäftsleitung darf unter Aufsicht eines Sachwalters und meistens unterstützt durch einen insolvenzerfahrenen Sanierungsexperten die Firma selbst durch die Krise führen. In der Regel geht ein Unternehmen, nachdem es profitabel gemacht wurde, nach ein bis zwei Jahren durch einen Insolvenzplan (Vergleich mit den Gläubigern) aus dem Verfahren heraus – meistens mit Hilfe eines Investors.

Kurs der Unternehmensanleihe steigt auf 50 Prozent

Der Kurs der Strenesse-Unternehmensanleihe stieg in der vergangenen Stunde um absolute 15 Prozentpunkte und liegt derzeit bei 50 Prozent (Stand: 04.11.2014, 16.45 Uhr). In den letzten drei Monaten lag der Kurs lediglich um die 35 Prozent-Marke. Die positiven Quartalszahlen scheinen den Kurs beflügelt zu haben.

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Anleihen Finder Redaktion. Timm Henecker.

Foto: Schröder+Schömbs PR_Brands Media Lifestyle / Flickr

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