SAF-HOLLAND präsentiert schwächere Zahlen als im Vorjahr – Ziele für 2016 dennoch erreicht?

Freitag, 17. März 2017


Der Zulieferer für die Trailer-, Truck- und Busindustrie SAF-HOLLAND S.A. hat seine Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2016 nach eigenen Angaben erreicht. Trotz schwieriger Marktbedingungen, vor allem in den USA (Umsatzrückgang von 10,5 Prozent), liegt der Umsatz insgesamt bereinigt um negative Währungseffekte mit 1.042 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2016 liegt hingegen mit 43,5 Millionen Euro deutlich (ca. 16 Prozent) unter dem Vorjahreswert von 51,7 Millionen Euro.

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe der SAF-Holland S.A. (WKN A1HA97) hat ein Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro und wird jährlich mit 7,00 Prozent verzinst. Die Laufzeit endet im April 2018. Aktuell notiert die Anleihe bei 105,95 Prozent (Stand: 17.03.2017). Der Bond-Kurs liegt nunmehr seit über vier Jahren über der 105-Prozent-Marke.

Solide Planung für 2017

Für 2017 erwartet SAF-HOLLAND in wichtigen Märkten, vor allem für Nordamerika und Brasilien, ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld, das sich erst in der zweiten Jahreshälfte verbessern dürfte. Gestützt auf die erwartete solide Marktentwicklung in Gesamteuropa, Marktanteilsgewinne und das Anlaufen wichtiger Großaufträge, geht das Unternehmen davon aus, im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz in der Spanne von 1.060 bis 1.090 Millionen Euro erreichen zu können. Die bereinigte EBIT-Marge soll 2017 erneut zwischen von 8 bis 9 Prozent liegen.

Finanzkennzahlen in 2016

Mio. Euro GJ 2016 GJ 2015 ggü. Vj. in %
Umsatzerlöse 1.042,0 1.060,7 -1,8
Bereinigtes EBIT 90,4 94,0 -3,8
Bereinigte EBIT-Marge in % 8,7 8,9 -20 BP
Ergebnis v. Steuern 65,0 77,6 -16,2
Periodenergebnis 43,5 51,7 -15,9
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,98 1,14 -14,0
Verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,85 0,99 -14,1
Operativ. Cashflow v. St. 106,4 79,5 33,7
Free Cashflow 67,7 35,0 93,4
Eigenkapitalquote in % 30,1 (45,1)* 32,4 (45,3)* -2,3 PP

* Bereinigt um den Bestand aus Zahlungsmitteln und sonstigen kurzfristigen Geldanlagen, der über den von SAFH angestrebten Wert von rund 7 Mio. Euro hinausgeht; Legende: BP=Basispunkt; PP=Prozentpunkt

Hinweis: Das adjustierte EBIT wird um Sondereffekte bereinigt, die nicht ursächlich dem operativen Geschäft zuzuordnen sind, im Wesentlichen Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation und der Wertaufholung von immateriellen Vermögenswerten aus den Werthaltigkeitstests sowie einmalige Restrukturierungs- und Integrationskosten bzw. Transaktionskosten.

Hinweis: Der Geschäftsbericht der SAF-HOLLAND S.A. zum Geschäftsjahr 2016 ist hier abrufbar.

EBIT-Marge bei  8,7 Prozent

Das um die Sondereffekte aus der Kaufpreisallokation sowie Restrukturierungs- und Transaktionskosten bereinigte EBIT fiel 2016 um 3,8 Prozent niedriger aus und erreichte 90,4 Millionen Euro (Vorjahr: 94,0 Millionen Euro). Die bereinigte EBIT-Marge von 8,7 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent) lag damit planmäßig in der oberen Hälfte des angepeilten Margenkorridors von 8 bis 9 Prozent. Das Finanzergebnis blieb mit minus 13,5 Millionen Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück (Vorjahr: minus 4,0 Millionen Euro).

Free Cashflow fast verdoppelt

In Folge des verbesserten Working-Capital-Managements und im Vorjahresvergleich niedrigerer Investitionen verbesserte sich der Free Cashflow deutlich und erreichte 67,7 Millionen Euro (Vorjahr: 35,0 Millionen Euro). Trotz der höheren Dividendenausschüttung für 2015 und der Zahlung des Kaufpreises für KLL konnte die Nettoverschuldung um 25,3 Millionen Euro auf 97,1 Millionen Euro zurückgeführt werden.

DIVIDENDE: Angesichts der soliden Geschäftsentwicklung und unter Umsetzung der Dividendenpolitik des Unternehmens, schlägt das Board of Directors der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine um 10,0 Prozent erhöhte Dividende von 0,44 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,40 Euro) vor. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von rund 20,0 Millionen Euro.

Restrukturierung des nordamerikanischen Werksverbundes

Wie berichtet, konsolidiert SAF-HOLLAND 2017 den nordamerikanischen Werksverbund und optimiert die Aufstellung unter logistischen Gesichtspunkten. Die Maßnahmen sind bereits angelaufen. Insgesamt werden einmalige Restrukturierungskosten von bis zu 10 Millionen US-Dollar erwartet, die im Wesentlichen Umzugskosten, Wertberichtigungen auf Anlagen sowie Abfindungszahlungen umfassen. Der überwiegende Teil dieser Aufwendungen wird im Geschäftsjahr 2017 verbucht. Dabei ist laut SAF-HOLLAND zu berücksichtigen, dass bei der zentralen Steuerungsgröße des Konzerns – dem bereinigten EBIT – Aufwendungen aus Restrukturierung entsprechend bereinigt werden. Nach erfolgtem Abschluss der Umstrukturierungsmaßnahmen erwartet der Konzern eine Verringerung der direkten Kostenbasis in Nordamerika im mittleren einstelligen Millionen US-Dollar-Bereich jährlich.

Foto: akial / flickr

Anleihen Finder Datenbank

Unternehmensanleihe der SAF-Holland S.A. 2012/2018

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