RENA GmbH: Insolvenzantrag für SH+E-Tochtergesellschaften – „Zuversichtlich, wie bisher Kapitalmarktverpflichtungen weiterhin nachkommen zu können“

Mittwoch, 19. Februar 2014


Das Management der Rena GmbH strebt ein Insolvenzverfahren für die Rena-SH+E-Tochtergesellschaften an. Darüber informierte die Rena GmbH heute per Meldung an die Presse. Die Geschäftsführung habe einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht in Waldshut-Tiengen gestellt. Der Antrag schließe die Gesellschaften STULZ-PLANAQUA GmbH, Hager + Elsässer GmbH, STULZ GTA GmbH, H+E PACKTEC GmbH, H+E PROTEC GmbH, H+E S-Tec GmbH sowie die LimnoTec Abwasseranlagen GmbH ein.

Die Rena-Manager begründen ihren Schritt damit, dass eine weitere Finanzierung der „teilweise defizitären und mit höheren Risiken behafteten Projekte bei den Tochtergesellschaften der SH+E-Gruppe nicht mehr darstellbar“ sei.

Die Geschäftsführung der Rena GmbH erhofft durch das Insolvenzverfahren Fortschritte bei der Umsetzung der Restrukturierung der RENA Gruppe. Ziel sei es auch – so heißt es in der Pressemitteilung, „den Erhalt der Betriebe und möglichst vieler Arbeitsplätze zu gewährleisten.“

„Anzeichen einer Belebung im Solarmarkt“

Die RENA Gruppe wolle sich auf das Angebot von Hightech Maschinen für die Anwendungsbereiche Erneuerbare Energien/Solar und Medizintechnik/Pharma sowie für die Leiterplatten und Halbleiterindustrie konzentrieren. In diesem Bereich habe Rena in den vergangenen fünf Monaten eine Verdoppelung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum verzeichnet. Der Auftragsbestand betrage hier rund 100 Millionen Euro.

Es gebe laut Rena „weitere Anzeichen einer Belebung im Solarmarkt sowie neue Geschäftsanbahnungen in den Anwendungsfeldern Medizintechnik und Halbleiterproduktion.“

„Gespräche mit Finanzpartnern“

„Wir können uns jetzt wieder voll und ganz auf die Zukunftspotenziale in unserem Kerngeschäft konzentrieren. Mit dem Insolvenzantrag für die SH+E haben wir den Mittelabfluss in diese Richtung gestoppt. Wir schaffen somit finanziellen Spielraum für die RENA. Auch erleichtert uns das die Gespräche mit unseren Finanzpartnern über die langfristige Finanzierung der RENA. Nach Überzeugung der Geschäftsführung ist dieser Schritt derzeit die beste Option, um die eingeleitete Restrukturierung im Interesse von Gläubigern, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern erfolgreich abzuschließen und so den Fortbestand zu sichern“, sagte Jürgen Gutekunst, CEO der Rena GmbH.

Die Gespräche mit den Finanzpartnern sollen auf Grundlage der Fokussierung auf das Kerngeschäft fortgesetzt werden. Die Geschäftsführung der RENA GmbH sei zuversichtlich, diese Gespräche positiv abschließen zu können und wie bisher den Kapitalmarktverpflichtungen weiterhin nachkommen zu können.

Anleihen Finder Redaktion

Foto: Rena GmbH

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