Anleihen Finder - Emissionsverfahren
Emissionsverfahren
Bei der Selbstemission trägt der Emittent das Absatzrisiko selbst. Kreditinstitute oder andere Finanzdienstleister fungieren als Zahlungsstellen. Diese Emissionsform wird als direkte Anleihe bezeichnet.
Bei der Fremdemission übernehmen Banken, Platzierungskonsortien oder Syndikate als Mittler das Absatzrisiko und verlangen dafür eine Gebühr vom Emittenten. Man bezeichnet diese Emissionsform auch als indirekte Anleihe. Eine Emission durch ein Emissionskonsortium kann als Übernahme (Risiko geht auf Konsortium über) oder als Begebung (Risiko verbleibt beim Emittenten) erfolgen.
Ein Tenderverfahren erfolgt ähnlich einer Versteigerung, jedoch geben die Zeichner an, wie viel nominal sie zu welchem Kurs bereit sind zu erwerben, und der Emittent bedient dann alle Gebote, welche einen (vom Emittenten gewählten) Mindestkurs nicht unterschreiten. Dabei ist das Emissionsvolumen nicht von Anfang an festgelegt, sondern wird je nach Umfang der Gebote angepasst. Man unterscheidet amerikanisches (wobei jeder Bieter sein eigenes Gebot zahlt) von holländischem Verfahren (wobei alle den gleichen Preis zahlen).
Weitere Informationen finden Sie in unserem Wegweiser zum Kapitalmarkt - Ein Kurzleitfaden für Unternehmer.
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