IM BLICKFELD: Green City Solarimpuls-Anleihe – 3.25% p.a. zuzüglich Inflationsausgleich

Donnerstag, 30. November 2017


Beitrag von Robert Fanderl zur „Green City Solarimpuls-Anleihe“ – die Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG begibt Inhaberschuldverschreibungen mit einem Mindestzinssatz von 3,25 Prozent pro Jahr zuzüglich eines Inflationsausgleichs. Das Wertpapier hat eine Laufzeit bis 30. September 2037 und ein Emissionsvolumen von 50 Millionen Euro. Die Mindestzeichnung liegt bei 1.000 Euro. Ein Agio wird nicht erhoben.

Emittentin: Die Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG wurde am 7. September 2017 gegründet. Sie ist Teil eines Konzerns, dessen Konzernmutter die Green City Energy AG ist. Der gesamte Konzern ist überwiegend im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig und strebt den Umbau der Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien an. Er ist in Deutschland und in ausgewählten europäischen Märkten tätig. Haupttätigkeit der Emittentin ist die Initiierung und Umsetzung sowie die Verwaltung und der Betrieb ökologischer Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien, insbesondere die Entwicklung und den Bau von Photovoltaikanlagen sowie die Erzeugung, Vermarktung und Speicherung von Strom aus Photovoltaikanlagen in Deutschland und in weiteren ausgewählten Ländern.

Investitionsobjekte: Die Emittentin plant, verschiedene Photovoltaikprojekte umzusetzen, die sich in folgende Kategorien unterteilen lassen:

– Solarkraftwerke mit festen gesetzlichen Einspeisetarifen,
– Solarkraftwerke mit privaten Stromlieferverträgen, die unabhängig von gesetzlichen Einspeisevergütungen über sogenannte Power Purchase Agreements (PPA) Stromerlöse generieren,
– Mieterstrom-und Quartiersprojekte: Bei den Projekten handelt es sich in der Regel um Solaranlagen auf Dachflächen von Mehrfamilienhäusern in Deutschland. Hier steht die lokale Energieerzeugung verbunden mit der anschließenden Versorgung der Wohneinheiten mit Strom im Vordergrund.

Eckdaten der Anleihe: Der anfängliche Zinssatz beträgt für die erste Zinsperiode 3,25 Prozent und berücksichtigt jährlich ab der zweiten Zinsperiode einen Inflationsausgleich. Diese Indexierung führt dazu, dass der Zinssatz bei Inflation steigt und im Falle einer Deflation sinkt. Dabei beträgt der Mindestzinssatz in jedem Fall 3,25 Prozent jährlich.

Die Schuldverschreibungen werden am 30. September 2037 zur Rückzahlung fällig. An diesem Tag werden die Schuldverschreibungen zu 100 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt. Darüber hinaus ist die Emittentin berechtigt, die Schuldverschreibungen jährlich vollständig ordentlich zu kündigen, erstmals zum 30. September 2023. Neben den Rückzahlungsanspruch können die Anleger von einer etwaigen Erfolgsbeteiligung profitieren, sofern der Unternehmenswert der Emittentin den Nennbetrag dieser und möglicher weiterer Finanzierungsinstrumente, die einen Anspruch auf eine solche Erfolgsbeteiligung haben und deren Emission vor dem Ende der Emission der vorliegenden Anleihe begonnen hat, übersteigt.

Eine vorzeitige ordentliche Kündigung der Schuldverschreibungen durch die Anleger ist jährlich zum 30. September möglich, erstmals zum 30. September 2023. Die Rückzahlung erfolgt dann in Höhe des Nennbetrags – ohne die Chance auf eine Erfolgsbeteiligung.

Wirtschaftliche Risiken: Das zentrale branchenspezifische Risiko besteht in der Änderung der gesetzlichen Grundlagen mit nachteiligen Folgen für die Genehmigungserteilungen, den Betrieb von Projekten und die Höhe der Einspeisevergütung. Der Betrieb von Photovoltaikanlagen ist ferner in besonderem Maße vom Standort und vom Einfluss des Wetters abhängig und durch Naturkatastrophen gefährdet. Darüber hinaus werden die Investitionen der jeweiligen Projektgesellschaften in Photovoltaikanlagen zu einem erheblichen Teil mit Fremdmitteln finanziert.

Handelbarkeit: Die Aufnahme der Wertpapiere in die amtliche Liste der Luxemburger oder einer deutschen Börse und die Zulassung zum Handel am regulierten Markt bzw. die Einbeziehung der Schuldverschreibungen in den Freiverkehr der Luxemburger oder einer deutschen Börse ist vorgesehen.

Fazit: Mit der vorliegenden Anleihe können Anleger dem Green City Energy Konzern bei der Realisierung des Unternehmensziels, den Umbau der Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien voranzutreiben, unterstützen. Die in Aussicht gestellte Verzinsung beträgt jährlich 3,25 Prozent zuzüglich eines Inflationsausgleichs. Hinzu kommt eine potentielle Beteiligung am Unternehmenswert. Im Gegenzug akzeptieren die Anleger die mit einer Unternehmensanleihe verbundenen Risiken.

Robert Fanderl, freier Wirtschaftsredakteur

Foto: pixabay.com

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