+++ZINSEN+++ Beate Uhse AG muss Anleihen-Zinszahlung verschieben – Zahlung soll innerhalb von 21 Tagen nachgeholt werden

Donnerstag, 6. Juli 2017


Zinszahlung verschoben! Die Beate Uhse Aktiengesellschaft kommt in diesen Tagen nicht aus den Schlagzeilen. Nachdem das Unternehmen sich Anfang Juni mit sofortiger Wirkung von ihrem Chief Financial Officer (CFO), Cornelis Vlasblom, getrennt hatte und in der vergangenen Woche die Publikation der Geschäftszahlen 2016 sowie der Quartalszahlen 2017 auf Oktober verschoben hatte, folgt nun die nächste unangenehme Botschaft für die Anleger. Die am 09. Juli 2017 fällige Zinszahlung an die Anleihegläubiger wird an diesem Tag nicht stattfinden, soll aber innerhalb der sogenannten „Grace Period“, also innerhalb der nächsten 21 Tage, nachgeholt werden, wie das Unternehmen mitteilt. Die Anleger kennen das schon aus dem letzten Jahr.

INFO: Bei der Grace Period handelt es sich um eine in den Anleihebedingungen vorgesehene Frist von insgesamt 21 Tagen, in deren Zeitraum die Zinszahlung ohne weitere Auswirkungen nachgeholt werden kann.

Neue Strukturen

Zuletzt hatte die Beate Uhse AG die Veröffentlichungen des Jahresabschlusses 2016, der Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2017 und des Halbjahresberichts 2017 in den Oktober verlegt. Die ordentliche Hauptversammlung 2017 der Gesellschaft soll voraussichtlich im November / Dezember des laufenden Jahres stattfinden. Grund sei die Aufarbeitung der Dokumentation aufgrund der Abberufung des Finanzvorstands Cornelis Vlasblom, der Anfang Juni mit sofortiger Wirkung den Erotik-Konzern verlassen musste. Zur Unterstützung hat die Beate Uhse AG eine Unternehmensberatungsgesellschaft aus Hamburg hinzugezogen. Die Position des CFO übernimmt zusätzlich der Vorstandsvorsitzende (CEO) der Beate Uhse AG, Michael Specht, der seit Mitte April an der Spitze des Konzerns steht. Damit hat sich das Unternehmen in Laufe des Jahres vom gesamten alten Vorstandsteam getrennt.

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2014/19 der Beate Uhse AG (WKN A12T1W) hat ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und ist mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 7,75 Prozent ausgestattet. Die Anleihe läuft bis Juli 2019. Aktuell notiert der Erotik-Bond bei etwa 30 Prozent (Kurs: 06.07.2017).

Zinzahlung auch letztes Jahr verschoben

Déjà-vu: Die Beate Uhse AG hatte bereits im vergangenen Jahr, die im Juli fällige Zinszahlung für die Beate Uhse-Anleihe im Volumen von rund 2,25 Millionen Euro verschoben. Das sorgte für großes Aufsehen bei Anlegern und Kapitalmarktexperten. Die Zinszahlung wurde dann aber am 22. Juli 2016 nachgeholt. Die Mittel für die Zinszahlung kamen dabei im Wesentlichen aus der Aufnahme eines neuen Darlehens.

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Foto: Beate Uhse AG

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Unternehmensanleihe der Beate Uhse AG 2014/2019

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